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Nina Hasenkamp und die Drittliga-Handballerinnen der HSG Lumdatal sehen sich auch bei der TSG Eddersheim in der Außenseiterrolle.

Auswärtskonto endlich auffüllen

  • VonMarc Steinert
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(mgs). Nach einem spielfreien Wochenende unternehmen die Drittliga-Handballerinnen der HSG Kleenheim-Langgöns am Samstag (16 Uhr) den dritten Anlauf, um in der Fremde den ersten Sieg einzufahren. Was aber alles andere als einfach werden dürfte, denn der kommende Gegner TB Wülfrath hat in Staffel D bislang vor allem mit seiner Heimstärke auftrumpfen können.

»Wir wissen, dass da eine schwierige Aufgabe auf uns wartet, aber natürlich gehen wir auch in dieses Spiel, um die zwei Pluspunkte anzugreifen. Wichtig ist für mich einfach, dass ich bei meiner Mannschaft einen Lerneffekt sehe und dass wir uns an die Vorgaben halten. Und dann schauen wir einfach mal, wofür es am Samstagnachmittag reicht«, gibt die Parole SGK-Coach Marc Langenbach für den dritten Auswärtsauftritt seiner jungen Truppe vor.

Während der erste in dieser Saison trotz schwacher Leistung immerhin noch zu einem Punktgewinn bei der HSG Lumdatal führte, hatten die Kleenheim-Langgönser Damen beim 15:23 bei der HSG Gedern/Nidda keine Chance. Zu hoch war die Fehlerquote im eigenen Angriff, zu schwach die eigene Wurfausbeute. Dass die Kleebachtalerinnen mit erzielten 73 Toren in ihren vier Partien die im Schnitt geringste Trefferzahl der Liga aufweisen, zeigt, wo der Schuh aktuell noch drückt. Denn nur 86 Gegentore sind stark und mehr als nur aller Ehren wert.

Aktuell 5:3 Punkte und damit zwei mehr als die HSG weisen aktuell die Damen des TB Wülfrath auf, die damit auf dem dritten Tabellenplatz liegen. Und vier seiner fünf Punkte sammelte das Team aus den nordrhein-westfälischen Kreis Mettmann in der heimischen MTC-Sporthalle. Nach dem 28:26-Erfolg gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen II bezwang das Team des Trainergespannes Michael Cisik und Jörg Büngeler auch die HSG Gedern/Nidda klar mit 26:21. Punkt Nummer fünf gab es beim 21:21 beim FSV Mainz 05 II. Auffällig beim Blick über die Torschützen ist, dass eben nichts auffällig ist und der Turnerbund über ein starkes Kollektiv kommt. »Daher wird es für uns darauf ankommen, ebenso aufzutreten, mit einem geschlossenen Abwehrverbund und einer guten Torfrau dahinter. Und natürlich müssen wir die Fehlerzahl im eigenen Angriff minimieren und auch deutlich effektiver abschließen als zuletzt«, sieht Langenbach darin die Knackpunkte für das Wochenende.

Ob Kira Suchantke, die unter der Woche krankheitsbedingt fehlte, am Samstag zur Verfügung steht, bleibt abzuwarten. Ansonsten steht wohl einzig die langzeitverletzte Tanja Schorradt nicht zur Verfügung.

HSG Lumdatal

Dass die Drittliga-Handballerinnen der HSG Lumdatal nahezu in jede Partie als Underdog gehen, hat das Team in Staffel D bislang nicht davon abgehalten, oftmals gute Leistungen abzuliefern. Auch wenn es dafür zumeist keine Punkte gab. Und wirft man einen realistischen Blick auf die Aufgabe am Wochenende, die am Sonntag (15 Uhr) das Gastspiel bei der TSG Eddersheim bereithält, so dürfte es mit Zählbarem auch diesmal schwierig werden für die Müller, Schlapp und Co.

»Das ist natürlich eine mega schwere Aufgabe für uns. Eddersheim gehört für mich definitiv zu den Top 3-Teams der Liga, hat eine richtig gute Mannschaft, aber auch richtig starke Einzelspielerinnen in ihren Reihen. Für uns wird es daher darum gehen, uns gut zu verkaufen und sie vielleicht ein wenig ärgern zu können«, weiß auch Lumdatals Trainer Marcel Köhler, welch Brocken am Sonntag am Karl-Eckel-Weg in Hattersheim auf seine Truppe wartet.

Und zu verschenken haben die Südhessen beim Kampf um den Aufstieg zudem nichts, denn im Topspiel beim Tabellenführer SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim gab es in der letzten Partie den ersten 22:23-Rückschlag der noch recht jungen Saison. In den drei Partien zuvor hatten die »Eddschmer« ihre Klasse auch in Punkte umgemünzt und gegen den 1. FSV Mainz 05 II (26:21), beim 1. FC Köln 01/07 (28:20) und gegen den Tus Königsdorf (28:21) klare Siege eingefahren.

Deshalb schaut der HSG-Coach am Wochenende auch weniger auf den Gegner als auf seine eigene Mannschaft. »Mir ist entscheidend, wie wir auftreten. Unser Ziel ist es, uns Woche für Woche weiterzuentwickeln. Wir wollen im Angriff mehr Sicherheit entwickeln und nehmen uns auch immer zwei, drei bestimmte Dinge vor, die wir dann entsprechend umsetzen wollen. Wir wollen einfach in jedem Spiel einen Schritt nach vorne machen«, beschreibt Köhler, der um die ganz klar verteilten Rollen bei der Partie am Sonntag logischerweise weiß.

Auf seinen kompletten Kader kann Lumdatals Trainer am Wochenende zudem auch nicht zurückgreifen. Neben Kim Fuhrländer, die wegen ihrer Fingerverletzung noch länger fehlen wird, steht auch Rückraumspielerin Svenja Mohr aus privaten Gründen diesmal nicht zur Verfügung.

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