Auswärts erneut enttäuschend

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(mn). So begeisternd die Heimspiele der Roten Teufel sind, so enttäuschend sind aktuell aber auch die Leistungen auf fremden Eis. Die 2:7 (1:2, 1:4, 0:1)-Niederlage in Bad Tölz reiht sich nahtlos an die Partien in Freiburg (1:8) und Crimmitschau (1:5) an. Einen Schritt zu langsam, vorne zu durchsichtig und defensiv teils vogelwild präsentierte sich der EC Bad Nauheim am Mittwochabend in der Deutschen Eishockey-Liga 2.

Andreas Pauli (zum 1:2) und Aaron Reinig (2:5) trafen für die Gäste aus der Wetterau, bei denen der Sportliche Leiter Mathias Baldys im übrigen Harry Lange (fehlte aus privaten Gründen) an der Seite von Trainer Hannu Järvenpää als Assistent vertrat.

"Muss ich was sagen", fragte der Coach der Hessen bei der Pressekonferenz mit gewisser Selbstironie, lobte Tölz als "bislang stärksten Gegner" und sprach von "tiefem Gewässer aus dem wir nun einen Weg finden müssen."

Sein Debüt im Profi-Sport gab Pascal Steck. Der 17-jährige Stürmer stieß - wie könnte es anders sein - mit einer Förderlizenz - aus dem U20-Kader von Kooperationspartner Köln zu den Roten Teufeln.

Den Tölzern war die dreieinhalbwöchige Spielpause nicht anzumerken. Der Kader wirkte zwar ausgedünnt (nur 13 Feldspieler, unter anderem fehlte Topscorer Lubor Dibelka) doch waren auch die Gäste ohne sechs Spieler angereist.

Bad Nauheim geriet - quasi standesgemäß - in Rückstand. Philipp Schlager traf von halbrechts (5.). Fünf Minuten später erhöhte Max French, der einen Schlenzer von Reid Gardiner abfälschen konnte. Bad Nauheim war überhaupt nicht im Spiel, antwortete eine Minute später aber mit dem Anschlusstreffer, den Andreas Pauli nach seltenen Kombination seiner Reihe über die Linie schob. Insgesamt präsentierten sich die Hessen im ersten Durchgang vorne wie hinten nicht konsequent und konzentriert genug.

Tölz zeigte sich auch im zweiten Durchgang spritziger und deutlich gedankenschneller als die Hessen, denen die Bewegungsfreude und Aggressivität diesmal fehlten. Der junge Luca Tosto (2), Marco Pfleger und Tyler McNeely nutzen die taktischen Unaufmerksamkeiten und die Schlafmützigkeiten in der Gäste-Defensive und schraubten den Zwischenstand zur zweiten Pause vorentscheidend auf 6:2.

Im Schlussabschnitt ließen beide Seiten die Partie lediglich austrudeln. Buchstäblich in letzter Sekunde traf Pfleger zum 7:2-Endstand.

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