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Taktikbesprechung: Die Hüttenberger Petar Bubalo (l.) und Dominik Mappes beratschlagen über die nächsten Spielzüge. (Foto: ov)

Außenseiter Hüttenberg beim Absteiger Emsdetten

(mro) Den Eindruck des letzten Spiels in der 2. Handball-Bundesliga zu korrigieren, wird die Hauptaufgabe für den TV Hüttenberg am Samstag sein, wenn das Team um 19 Uhr in der Emshalle als Gast des Erstliga-Absteigers TV Emsdetten vorstellig wird.

Die Hausherren sind nach dem 33:33-Heimauftakt gegen den ASV Hamm-Westfalen und dem 28:26-Sieg bei Aufsteiger SV Henstedt-Ulzburg bisher noch ungeschlagen und klarer Favorit, wie auch Hüttenbergs Trainer Axel Spandau die Voraussetzungen bewertet. Denn die Westfalen haben zwar nach ihrem einjährigen Intermezzo in der "stärksten Liga der Welt" einen radikalen Umbruch vorgenommen, dies allerdings auf hohem Niveau. Für Coach Gennadij Chalepo wurde der 36-jährige Daniel Kubes als Trainer verpflichtet, der als Spieler jahrelang in der Bundesliga aktiv war und mit dem THW Kiel die Champions League gewann. Zudem wurde er vor Kurzem – zusammen mit Jan Filip – auch zum tschechischen Nationalcoach ernannt.

Darüber hinaus wurde der Spielerkader verjüngt. Zwölf Abgängen stehen neun Neuzugänge gegenüber, die einen bunt gemixten Kader ergeben. Unter anderem stehen zehn internationale Profis im Kader der Westfalen.

Neben der Flügelzange der norwegischen Nationalmannschaft – Stian Brevik/Steffen Berg Lokkebo – und den niederländischen Nationalspielern im Rückraum – Jasper Adams und Iso Sluijters – tragen noch ein Schwede, ein Däne und vier Isländer das Trikot des TVE. Diese neu formierte Mannschaft soll das die Rückkehr in die erste Liga umsetzen.

Aufseiten der Hüttenberg gibt es einige Fragezeichen. "Jannik Hofmann hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und wird fehlen. Ob dafür Fabian Höpfner spielen kann, müssen wir sehen, denn er ist letzte Woche im Training umgeknickt. Zudem hat Alois Mraz einen Infekt", lautet die Personalmeldung des 51-jährigen TVH-Coachs, der ergänzt: "Das ist eine Mannschaft mit Riesen-Qualität. Dort zu punkten wäre eine Sensation. Wir haben das Coburg-Spiel unter die Lupe genommen und daraus unsere Schlüsse gezogen. Entsprechend haben wir diese Woche die ganz einfachen Dinge trainiert. Das Hauptaugenmerk lag auf dem Abschlussverhalten und im individuellen Deckungsverhalten", berichtet Spandau, der damit die Haupt-Schwachpunkte der Vorwoche angegangen ist.

Gute Erinnerungen hat hingegen Lothar Weber an den letzten Auftritt des TVH in Emsdetten. Vor zwei Jahren konnte man mit einer Rumpftruppe beim späteren Aufsteiger beinahe sensationell mit dem 24:23-Sieg beide Punkte entführen. Gegen eine ähnlich überraschend anmutende Wiederholung hätte im Hüttenberger Lager sicher keiner etwas einzuwenden. Zumal dann nach der Rückkehr aus Emsdetten sicherlich das eine oder andere Bier auf der heimischen Kirmes umso besser schmecken würde.

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