Mats Lennart Müller (Mitte) und die HSG Wetzlar sind bei der Füchse-Jugend in Berlin Außenseiter. FOTO: RAS
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Mats Lennart Müller (Mitte) und die HSG Wetzlar sind bei der Füchse-Jugend in Berlin Außenseiter. FOTO: RAS

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  • vonRainer Schmidt
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(pie). Mit zwei Spielen mehr auf dem Konto führt die U 19 der HSG Wetzlar die Tabelle in der Meisterrunde 1 der Jugendhandball-Bundesliga vor dem nächsten Gegner Füchse Berlin an. Von einem Spitzenspiel will HSG-Trainer Thomas Weber aber nichts wissen. "Vielleicht von der Tabelle her", wiegelt er ab und verweist auf die Ausnahmestellung, die die Hauptstädter in den letzten Jahren einnahmen. "Die Füchse sind der Top-Favorit."

Der TV 05/07 Hüttenberg hat in der Pokalrunde West der A-Jugend-Bundesliga ein spielfreies Wochenende und greift erst eine Woche später wieder ins Spielgeschehen ein.

Füchse Berlin Reinickendorf - HSG Wetzlar U 19 (Sa. 17 Uhr, Lilli-Henoch-Sporthalle, Sportforum Hohenschönhausen):Die Berliner stellen jedes Jahr ihre hervorragende Jugendarbeit unter Beweis und haben in den letzten zehn Jahren etliche deutsche Meistertitel in der B und A-Jugend errungen. "Entspannte Aufgabe", schmunzelt Weber. "Alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung."

Die Füchse stellen eine groß gewachsene Mannschaft auf das Parkett, die individuell überragende Leistungen abrufen kann. Wenn es einen Spieler gibt, der aus diesem Gefüge heraussticht, ist es Nils Lichtlein, Neffe von Bundesliga-Keeper Carsten Lichtlein. Ein Linkshänder, der in Berlin oft auf Rückraummitte spielt, aber auch im rechten Rückraum oder auf Außen eingesetzt werden kann.

"Wir dürfen im Angriff nur wenig Fehler machen", so Weber, dessen Jungs eine kompakte 6:0-Deckung gegenüber steht. "Die muss man erst mal in Bewegung bringen und bei uns muss alles passen, damit man da zumindest mal mithalten kann."

Die Wetzlarer fahren personell mit voller Kapelle nach Berlin und werden wahrscheinlich nur Kevin Kunzendorf für einen Einsatz in der U 23 abstellen. Es geht bereits am heutigen Freitag in die Hauptstadt, um am Samstag ausgeruht in die Partie gehen zu können.

"Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen. Vielleicht gelingt uns bei den Füchsen ja eine Überraschung. Wir müssen als Team überzeugen und bis zum Schluss kämpfen", sagt Weber.

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