Ausschließlich Niederlagen

(luk) Ohne Erfolgserlebnis für die hiesigen Teams ging der 16. Spieltag in der Basketball-Oberliga über die Bühne.

MTV 1846 Gießen – BC Marburg 74:80 (40:45): Es war ein ausgeglichenes und temporeiches Spiel in den ersten zehn Minuten, an deren Ende die Marburger mit 26:25 in Führung lagen. Auch im zweiten Viertel war es ein munteres Spiel, in dem der Aufsteiger aus Marburg weiterhin minimale Vorteile hatte. Gießen kam defensiv nicht ganz so aggressiv wie gewohnt ins Spiel und verzichtete mit David Amaize zudem freiwillig auf einen wichtigen Eckpfeiler. "Aufgrund des wichtigen Spiels in der JBBL habe ich ihn am Abend vorher nicht eingesetzt", so Gießens Trainer Christoph Wysocki. Zur Pause lagen die Gastgeber mit 40:45 im Hintertreffen. Nach der Pause ließen die Gießener nicht locker und verkürzten den Rückstand. Topscorer Halil Shala war immer wieder zur Stelle, sodass beide Kontrahenten auf Augenhöhe mit einem 60:60 in das letzte Viertel gingen. In diesem war das Momentum zunächst klar auf Gießener Seite, die fix auf 69:62 davonzogen. Allerdings versäumte es der MTV 1846, den Sack zuzumachen. Marburg kämpfte sich zurück und eroberte die Führung. Dies lag vor allem daran, dass Marburg famos das Teamspiel forcierte, während die Hausherren etwas zu oft in Einzelaktionen verfielen.

Zwar stand es zwei Minuten vor dem Ende noch 72:72, doch letztlich waren die Gäste einen Tick cleverer. "Bei uns muss jedes Rädchen ins andere greifen, damit wir Spiele gewinnen. Das war nicht der Fall", bilanzierte der Übungsleiter. – MTV Gießen: Ribbecke (15), Shala (27), Lockhart (8), Ziring (8), Giese (10), Rettig-Akrasi (6), Abolhassani, Mehmed, Pitz, Horn, Zachoszcz.

MTV Kronberg II – TSV Grünberg 97:77 (48:37): Grünberg zeigte sich im Vergleich zu den letzten Spielen verbessert und konnte das erste Viertel ausgeglichen gestalten. Positiv machte sich das Mitwirken von Lukas Gaudermann bemerkbar, der auf der Aufbauposition für mehr Struktur sorgte. Davon profitierte Robert Steinbach, der sich mehr auf seine angestammte Rolle auf dem Flügel konzentrieren konnte und dies zu einer starken Vorstellung nutzte. Im zweiten Viertel traten die Gastgeber aus der Distanz in Erscheinung, vor allem Felix Hecker fand immer wieder das Grünberger Netz, sodass Kronberg zur Pause mit 48:37 in Front lag. Auch im dritten Viertel hatte die Auswahl aus dem Taunus Vorteile und baute die Führung weiter aus. Die Gäste ließen die Köpfe jedoch nicht hängen und spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine ordentliche Partie.

Auch die Einstellung stimmte, sodass man das letzte Viertel noch einmal ausgeglichen gestaltete. "Es war eine ordentliche Vorstellung, jeder hat seinen Job gemacht. Schade, dass wir auf den großen Positionen dezimiert waren, sonst wäre eventuell auch mehr möglich gewesen", resümierte Spielertrainer Manuel Jung. – Grünberg: Gaudermann (16), Goltze (7), Jung (3), Marschalek (3), Metzger (2), Otto (11), Simon (10), Steinbach (25).

TV Babenhausen – TSV Krofdorf-Gleiberg 87:68 (50:24): In der Anfangsphase des Spiels befanden sich die Krofdorfer offenbar noch auf der Prunksitzung, die sie in alter Tradition am Samstagabend gemeinsam besucht hatten. Völlig desolat präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Michael Müller, der das Treiben seines Ensembles einigermaßen hilflos verfolgte und auch mit einer Auszeit nichts am 6:29-Rückstand nach den ersten zehn Minuten ändern konnte. Im zweiten Viertel zog Babenhausen gar bis auf 38:6 davon, ehe sich die Gäste etwas berappelten. Die Einstellung des TSV stimmte nun. Bis zur Pause verkürzte Krofdorf-Gleiberg auf 24:50. Nach dem Seitenwechsel spielte der TSV couragiert auf. Christoph Müller versenkte zwei Dreier, Tim Uhlemann trat als Scorer in Erscheinung, und so sahen die Gäste beim 45:62-Rückstand nach drei Vierteln noch etwas Licht am Ende des Tunnels.

Einige unglückliche Schiedsrichterpfiffe inklusive dreier technischer Fouls für die Gäste verhinderten jedoch, dass das Spiel noch etwas spannender wurde. "Wenn man so in ein Spiel startet, gewinnt man nicht. Mit der Einstellung meiner Jungs war ich zufrieden, und den Besuch bei der Prunksitzung hatten sie sich durch die letzten Leistungen verdient", bewertete Müller die Niederlage nicht als Grund zum Trübsal blasen.

Krofdorf-Gleiberg: Mühlheim (2), Müller (12), Rink (14), Rumpf (5), Schalch, Schmidt (9), Strack (5), Thorn (2), Uhlemann (19).

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