Ausfälle nicht verkraftet

  • VonMichael Wingefeld
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(miw). Am fünften Spieltag der Handball-Oberliga der Männer musste die HSG Wettenberg eine 27:33 (11:17)-Auswärtsniederlage bei der HSG Großenlüder/Hainzell. Die Partie war für die Mannschaft von Axel Spandau sehr wichtig, um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld zu halten und nicht in Abstiegsnöte zu geraten. Durch die Niederlage sind die Chancen auf die Aufstiegsrunde damit sehr gering, bei einem Sieg wäre man bis auf einen Zähler an Platz vier herangekommen.

Coach Spandau sagte nach der Partie: »Natürlich hatten wir viele Ausfälle, was die Sache enorm erschwerte. Hinzu kam, dass keiner der Spieler heute Normalform hatte. 33 Gegentore sprechen ganz klar Bände, wir haben deutlich die Körperlichkeit in unserem Spiel vermissen lassen.«

Mit Becker, Thrun, Weber, Schmidt und Panther fielen gleich fünf Spieler bei den Gästen aus. Die Anfangsviertelstunde verlief zunächst ausgeglichen. Nach zwei Toren von Kreisläufer Tim Anhäuser lag Wettenberg mit 2:1 in Führung, auch beim 7:7-Ausgleich nach einem Treffer von Rechtsaußen Florian Weidner hielt die Auswärts-Sieben die Partie offen. In der Folge schafften es die Osthessen, ihre Deckung kompakter zu gestalten, sodass sie den Wettenbergern Tor um Tor enteilen konnten. So baute Großenlüder/Hainzell den Vorsprung im ersten Durchgang zwischenzeitlich bereits auf sieben Tore aus.

Nach dem Seitenwechsel lief die Spandau-Sieben weiter einem Rückstand hinterher. Die Gastgeber konnten ihre komfortable Führung stets bei mindestens fünf Treffern halten. Dies war allen voran darauf zurückzuführen, dass den Wettenbergern in den Momenten, wo sie mehr Zugriff auf das Spiel bekamen, teils haarsträubende Fehler unterliefen, die Ballverluste und Gegentore zu Folge hatten. Trotz zehn Treffern von Tom Warnke, so auch beim 24:19 (43.) und 27:22 (48.), kam die Mannschaft aus dem Gleiberger Land nicht entscheidend näher. Das zuvor punktlose Schlusslicht konnte dadurch einen souveränen Heimsieg landen und die ersten beiden Punkte in der Oberliga einfahren.

Wettenberg: Laudt, Stroh; Schwarz (1), Anhäuser (3), Werner, Weidner (2), Raabe (1), Warnke (10/5), Becker, Oyono (2), Lauber (4), Weise (4)

Großenlüder/Hainzell: Decher, Herber; Sippel (1), Deppe (1), Münker, Goßmann (3), Benedikt Dimmerling (4), Koch (1), Münker, Malozepsy (11/5), Lukas Dimmerling (7), Blinzler (1), Henrik Dimmerling (4)

Steno / SR: Minwegen/Rautschka (Griesheim/Petterweil). - Zus.: 170. - Zeitstrafen: 0:4 Min. - Siebenmeter: 5/5:6/5

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