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Aufwärtstrend trotz Niederlage

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Von: Sebastian Kilsbach

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(sks). Auch am zweiten Spieltag galt es für die Basketball Akademie Gießen, in der Regionalliga Südwest eine Niederlage zu quittieren. 83:101 (40:51) unterlag man BBU 01 Ulm am Samstagabend.

Wie von Gießen-Coach Ivica Piljanovic prophezeit, reisten die Ulmer mit vielen ProB-erfahrenen Kräften an die Lahn. Lenny Liedtke und Maximilian Langenfeld überragten am Ende mit 26 und 25 Punkten. »Es ist einfach eine sehr starke Mannschaft, gegen die wir ran mussten«, erklärte Piljanovic, der dennoch einen Aufwärtstrend vermerkte.

Bereits am ersten Spieltag hatte sich das frisch gebackene Gießener Regionalliga-Team, das aus den Rackelos hervorgegangen war, mit einem Hochkaräter der Liga messen müssen. Während man Saarlouis in einem umkämpften Spiel mit wenigen Punkten 58:64 unterlag, spielte Ulm am Samstag seine volle offensive Power aus.

24:16 hieß es nach zehn Minuten, 51:40 zur Halbzeit aus Sicht der Gäste. Für Gießen überragte wie bereits in der Vorwoche US-Forward Terry Winn III mit 32 Punkten und 10 Rebounds. Hinter Winn scorte dieses Mal mit Döntgens einer der Youngster hoch zweistellig (17 Zähler, 5 Rebounds). Unterm Strich war das noch zu wenig gegen ein routiniertes Team wie die Ulmer Spatzen.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Gäste vorentscheidend auf 80:60 davon. »Für Ulm ist das ein Testspiel, da die ProB noch nicht gestartet ist«, so Piljanovic, der den Saisonauftakt seiner Jung-Gießener ebenfalls als verspätete Vorbereitungsphase auslegt. Bis vor kurzem hatte die Akademie nicht regelmäßig miteinander trainiert und auch keine Testspiele ausgetragen. Vor diesem Hintergrund war das Trainer-Urgestein nicht unzufrieden: »Ich finde, wir haben das phasenweise gut gemacht, aber wir mussten gerade defensiv immer wieder Tribut zollen. Da sind sie einfach einen Schritt weiter als wir.«

Gemeint war die offensive Routine der Spatzen. Immer wieder scorten diese aus dem Pick-and-Roll und schlossen am Brett mit aller Stringenz ab. Die Trefferquote aus dem Zweierbereich lag am Ende bei 62 Prozent, von außen. »Da müssen wir dran arbeiten und uns gegenseitig finden. Es hört sich komisch an, aber für mich war das heute ein Schritt nach vorne«, so Piljanovic.

Einen Fortschritt zum Saarlouis-Match zeigte etwa Jon Ukaj, der fünf direkte Korbvorlagen spielte und beruhigend auf das Spiel seiner Farben einwirkte. Offensiv ließ der Youngster aber einiges liegen. Nächste Bewährungsprobe der Gießener ist die Auswärtspartie bei ebenfalls stark einzuschätzenden Fellbach Flashers am Sonntag. Das Team aus dem Stuttgarter Speckgürtel steht wie Ulm noch verlustpunktfrei in der Tabelle.

Gießen: Ukaj (4), Janeck (2), Heyne (3), Mehmed (3), Andrews (3), Riemer (DNP), Winn III (32, 10 Rebounds, 4 Steals), Göbel (8), Kohl, Bergmann (2), Herget (9), Döntgens (17).

Ulm: Cwik, Müller (4), Rosic (15), Liedtke (26), Gaus (1), Jensen (9), Ferber (7), Langenfeld (25), Pachuki (3), Großkopf (4), Reibe (7).

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