Aufstellung ließ Wünsche offen

(jms) "Wir haben Hochleistungssportler in unseren Reihen. Die brauchen dringend ein bisschen Ruhe unter der Woche, um sich auf das anstehende Spiel am Wochenende vorzubereiten. Mit dem Veranstalter gab es keine Absprachen, dass wir mit einer anderen Mannschaft kommen", sagte Michael Feick, der Pressesprecher der Frankfurter Eintracht. Die Fans hingegen waren schon enttäuscht, dass nicht ein Spieler aus der Startformation vom Auswärtsspiel am letzten Samstag in Köln im Gießener Waldstadion auflief. Und auch der TSV Großen-Linden, der sein 100-Jähriges feierte und zugunsten der Stiftung Sporthilfe Hessen das Großereignis ausrichtete, hatte sich am Dienstag eine personell stärkere Truppe erhofft.

(jms) "Wir haben Hochleistungssportler in unseren Reihen. Die brauchen dringend ein bisschen Ruhe unter der Woche, um sich auf das anstehende Spiel am Wochenende vorzubereiten. Mit dem Veranstalter gab es keine Absprachen, dass wir mit einer anderen Mannschaft kommen", sagte Michael Feick, der Pressesprecher der Frankfurter Eintracht. Die Fans hingegen waren schon enttäuscht, dass nicht ein Spieler aus der Startformation vom Auswärtsspiel am letzten Samstag in Köln im Gießener Waldstadion auflief. Und auch der TSV Großen-Linden, der sein 100-Jähriges feierte und zugunsten der Stiftung Sporthilfe Hessen das Großereignis ausrichtete, hatte sich am Dienstag eine personell stärkere Truppe erhofft.

"Ich freue mich über die Zuschauerzahlen", meinte dagegen Eintracht-Trainer Michael Skibbe. 3500 Fans der Adlerträger waren am Dienstagabend ins Waldstadion gepilgert, um ihren Stars ganz nah zu sein. "Es ist eine tolle Sache für uns, dass bei unseren Testspielen immer so viele Leute kommen. Das zeigt, dass die Eintracht auch außerhalb der Commerzbank-Arena interessant für die Leute ist", sagte der neue Mann an der Außenlinie.

Voller Vorfreude und mit viel Enthusiasmus hatten sich die Verantwortlichen aus Großen-Linden auf das große Spiel vorbereitet. Etliche Helfer, bekleidet in roten TSV-Shirts, sorgten für perfekte Rahmenbedingungen. Doch vor allem das Wetter sorgte zum 100-jährigen Jubiläum des Heimatvereins von Frankfurts Rekonvaleszenten Christoph Preuß für einen dicken Wermutstropfen. Dicke Regenwolken zogen vor der Partie über das Waldstadion, das fortan von Regenschirmen übersät war. Und auch die Aufstellung der Eintracht ließ aus Sicht des Veranstalters Wünsche offen. Stefan Haben? Thomas Gentner? Alexander Rössel? - Namen, die selbst die eingefleischtesten Fans des Traditionsklubs aus der Mainmetropole noch nie zuvor gehört hatten. "Ich finde es total schade, dass der Amanatidis und der Russ nicht dabei sind", war ein kleiner Eintracht-Fan enttäuscht. Doch Skibbes Gründe sind klar: "Wir haben zuvor zweimal trainiert. Die Spieler, die in Köln gespielt haben, sollten sich schonen. Anders geht es nicht. Wir haben am Samstag wieder ein schwieriges Spiel." Ab 15.30 Uhr geht es im Frankfurter Stadtwald gegen Borussia Dortmund, den Ex-Klub von Skibbe.

"Früher waren es gegen Dortmund besondere Spiele für mich. Doch mittlerweile habe ich mit Leverkusen oft gegen den BVB gespielt. Es ist lange her", sagt Skibbe, der im zarten Traineralter von 33 Jahren seine Karriere als Bundesligatrainer begann und zuvor in der Nachwuchskoordination tätig war. "Ich sehe die Chancen gegen Dortmund bei 50:50. Wir können dieses Spiel gewinnen. Aber dazu müssen wir besser spielen. Gegenüber den letzten beiden Partien erwarte ich eine Steigerung im fußballerischen Bereich. Da will ich mehr sehen. Die Borussia hat zwar eine gute Mannschaft - doch gegen Madrid und Hamburg haben sie viele Lücken gezeigt. Das müssen wir ausnutzen", fordert der Eintracht-Trainer.

In Gießen konnte die B-Elf der Eintracht zeigen, wie schön und einfach erfolgreicher Fußball sein kann. Sehenswerte Flanken, ein direktes und präzises Kurzpassspiel - die zweite Garde des Erstligisten drängte sich zumindest teilweise auf. Marcel Heller schoss sich zurück ins Gedächtnis des Trainers. Und auch Zlatan Bajramovic, der Sekunden vor seiner Auswechslung das leere Tor nicht traf und drei haarsträubende Querschläger in sein Spiel mit einbaute, darf auf einen Einsatz am Samstag hoffen.

"Zlatan ist ein richtig guter Fußballer. Er kann einiges am Ball und wird uns, wenn er fit ist, weiterhelfen. Solche Testspiele hier sind gut, um zu sehen wo er steht."

Aufseiten der Bezirksauswahl, die den Bundesligisten nur in der Anfangsphase etwas in Schach halten konnte, durfte sich vor allem Kai Frenz über seinen Treffer freuen. Ansonsten bemühte sich das Team redlich, nicht zu viele Gegentore zu bekommen. Doch die Eintrachtspieler ließen beim 13:1 keine Gnade walten. "Die Spieler sollen mir zeigen, dass sie in die erste Elf wollen", erklärte Skibbe. Besonders Marcel Heller unterstrich mit einer couragierten Leistung seine Ambitionen auf die Berufung in den Kader. Ebenso stach Linksverteidiger Nikola Petkovic heraus. Maik Franz war hingegen unauffällig. "Er soll eine Halbzeit spielen. Für Samstag hat er die Nase vorne", liebäugelt Skibbe damit, den Fan-Liebling, der in Gießen umjubelt empfangen wurde, gegen den BVB auf der rechten Abwehrseite für den gesperrten Patrick Ochs einzusetzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare