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Schreckmoment: Niclas Zimmer stürzt beim Mountainbike-Weltcup in Albstadt.

Aufholjagd bleibt unbelohnt

  • Ronny Herteux
    VonRonny Herteux
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(htr). Der Weltcup-Auftakt in Albstadt nahm für die heimischen U23-Mountainbiker Niclas Zimmer und Noah Jung nicht den erhofften Verlauf: Beide kamen zu Sturz, irgendwie war der Wurm drin.

Jung vom Team delta-bike.de und Zimmer vom Team Stenger-Bike kamen ausgerechnet beim ersten Saisonhöhepunkt, beim Weltcup-Auftakt in Albstadt, zu Fall. Die 4,2 Kilometer lange Strecke mit jeweils 190 Höhenmetern pro Durchgang war durch Regenfälle am Tag zuvor in einem teils trockenen, teils schmierigen Zustand, und beide Fahrer der RSG Gießen und Wieseck waren zunächst auch flott unterwegs. Doch der Reihe nach.

Der Biebertaler Zimmer hatte beim U23-Weltcup-Rennen Pech, als »es direkt nach dem Start vor mir einen Sturz gab, wodurch ich fast an die letzte Stelle des Fahrerfeldes zurückgefallen bin. Es waren noch vier Mountainbiker der 145 Starter hinter mir«, lief zunächst für den Social-Media-Studenten nichts nach Plan. Doch Aufgeben galt nicht für den Stenger-Fahrer, der schnell seinen »Rhythmus wieder fand und im Rahmen meiner Aufholjagd fast die Hälfte des Fahrerfeldes überholte«. Das war mehr als nur Schadensbegrenzung im hochklassigen Teilnehmerfeld, wenngleich es Zimmer erneut erwischen sollte. »In der vorletzten Runde um Position 80 herum ist mir ein kleiner Fahrfehler unterlaufen, woraufhin ich relativ heftig gestürzt bin«. Klar, dass einige Konkurrenten an Zimmer vorbeizogen, »unter diesen Umständen ist leider nicht mehr als ein 98. Platz rausgekommen«. Glücklicherweise hat sich der U23-Fahrer »nur einige Schürfwunden und ein paar Prellungen« zugezogen, der mit seiner »Aufholjagd in de rMitte des Rennens sehr zufrieden« war und damit unter Beweis stellte, »dass die Form gut ist.«

Auch für Delta-Biker Jung sollte es nicht nach Plan laufen, wenngleich der Wiesecker mit einer »super Form« nach Albstadt angereist war. Allerdings: »Durch akute Magenprobleme konnte ich keine Leistung abrufen. So versuchte ich, irgendwie in meinen Rennrhythmus zu kommen, was mir aber leider nicht gelang.«

Schon beim Start lief es unglücklich. »Zwei Stürze im Fahrerfeld vor mir und ein Stau des Fahrerfeldes auf der Einführungsrunde in der Einfahrt zum Bullentäle machten es dem hinteren Fahrerfeld nicht einfach, Plätze nach vorne gutzumachen.« Aber genau das war das ursprüngliche Anliegen von Jung, der wie Zimmer aufgrund fehlender Weltranglistenpunkte von der elften Startreihe aus ins Rennen gegangen war.

Der negative Höhepunkt folgte in der vierten Runde: »Nach einem schweren Sturz musste ich das Rennen nach vier von fünf Runden durch die 80-Prozent-Regel und auch verletzungsbedingt beenden«, was ihm am Ende Platz 106 im 145-köpfigen Fahrerfeld einbrachte. Über seine Leistung und das Ergebnis zeigte sich der Schunk-Mechatroniker »enttäuscht«, schließlich war er mit »guten Beinen« auf die Schwäbische Alb gefahren, froh war er dagegen, »dass bei meinem Sturz nicht mehr passiert ist als ein kurzer Krankenhausaufenthalt«. Für Jung heißt es jetzt, »sich ausgiebig auszuruhen und die davongetragenen Blessuren zu pflegen«. Denn Jung wie auch Zimmer wollen Anfang Juni bei der Deutschen Meisterschaft in Gedern wieder am Start stehen. Und dann natürlich auch eine bessere Rolle spielen.

Im Eliterennen feierte der Franzose Victor Koretzky seinen ersten Weltcupsieg und verdrängte MTB-Legende Nino Schurter (Schweiz) im Zielsprint um zwei Sekunden auf Rang zwei. Bester Deutscher war Luca Schwarzbauer als 19., der damit die Olympia-Norm erfüllt hat. Bei den Frauen gewann U23-Weltmeisterin Loana Lecomte aus Frankreich. Während Jung und Zimmer die fünfte Runde nicht erreichten, setzte sich der Kanadier Carter Woods bei der U23 um sechs Sekunden vor dem deutschen Meister David List durch.

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