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David Amaize (M./links Johannes Lischka) möchte gegen Frankfurt anknüpfen an seiner starke Vorstellung aus dem Spiel gegen Speyer, in dem er 14 Punkte erzielte.

Basketball

Auf Rackelos wartet Wundertüte im Hessenderby

  • vonSebastian Kilsbach
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Nach dem Sieg über Speyer ist vor dem Hessenderby gegen die Frankfurt Skyliners II: Die Gießen 46ers Rackelos empfangen am Sonntag um 18 Uhr die wohl größte Wundertüte der ProB.

Zunächst zur Ausgangslage: Die Rackelos sind mit zehn Siegen aus 15 Spielen weiter voll im Soll. Zu Hause musste überhaupt erst eine Niederlage quittiert werden. Der Abstand auf die Relegationsränge beträgt schon zwölf Punkte. Bei noch sieben ausstehenden Basketball-Partien scheint die vorzeitige Playoff-Qualifikation nur eine Frage der Zeit.

Helfen würden ein weiterer Erfolg gegen Frankfurt. »Sie kämpfen sich langsam ran«, weiß Rackelo-Co-Trainer Ivica Piljanovic zu sagen. Da die Juniors mal mit ihren BBL-Doppellizenzspielern antreten, mal ohne, sind sie stark tagesformabhängig, so der Coach weiter: »Sie können jeden schlagen, aber auch gegen jeden immer verlieren.«

Das liegt nicht zuletzt auch an der Jugendausrichtung des Programms. Einen stabilisierenden Import-Spieler sucht man vergebens in den Reihen der Bankenstädter. Zahllose Rohdiamanten mit BBL-Perspektive tummeln sich aber zuhauf in der Schatulle von Trainer Miran Cumurija.

Trotzdem ist die ProB eine leistungsorientierte Profiliga. Auf dem Papier steht Frankfurt buchstäblich »unterm Strich«, will heißen außerhalb der Playoffränge. Zuletzt - daher die warnenden Worte von Piljanovic - konnten aber zwei Erfolge gegen Ulm und Koblenz gefeiert werden. Es ist für die Skyliners nicht ungewöhnlich, in der entscheidenden Saisonphase ihre BBL-Asse aus dem Ärmel zu schütteln. So wurde Koblenz etwa eiskalt von Len Schoormann (18) erwischt, der zur festen Rotationen der Bundesliga-Skyliners zählt. 24 Punkte, fünf Rebounds und vier Assists erzielte er beim Überraschungserfolg gegen die Baskets.

»Wir müssen unsere Intensität hochhalten. Wenn die weg ist, wird es schwer. Wenn wir sie halten, ist die Welt in Ordnung«, bringt Headcoach Lutz Mandler das Grundprinzip aus. Zweieinhalb gute Viertel über Speyer reichten am Ende für den 96:76-Sieg am Mittwoch. Zwischenzeitlich starteten die Pfälzer aber zwei Aufholjagden, die die Rackelos fast in Bedrängnis gebracht hätten.

Kurzum: Ob es gegen Frankfurt nach dem 91:77 im Hinspiel zum Sieg reicht, das haben die Mittelhessen weitgehend selbst in der Hand. Übertragen wird das Spiel auf dem YouTube-Kanal der Gießen 46ers.

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