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Mit aller Kraft Richtung 2. Liga: Der TV Hüttenberg und Daniel Wernig sind zurzeit auf dem besten Weg zurück in die Zweitklassigkeit. (Foto: ras)

Auch die Konkurrenz hilft dem TV Hüttenberg

(mro) Zieht Handball-Drittligist TV 05/07 Hüttenberg auch im neuen Jahr weiter so einsam seine Kreise an der Tabellenspitze? Nach einer perfekten Vorrunde und dem ebenso erfolgreichen Rückrundenauftakt vor Weihnachten starten die Handballer aus dem Handkäsedorf morgen Abend in das neue Handballjahr.

Nachfolgend versuchen wir einige Fragen zu beantworten, die die Zukunft des "Originals aus Mittelhessen" beleuchten.

Wie wichtig ist das erste Spiel im neuen Jahr gegen den TV Kirchzell? Nach fünf Wochen Wettkampfpause besteht natürlich immer ein wenig Unsicherheit, wie man wieder in den gewohnten Rhythmus kommt. Denn Training und Wettkampf sind doch immer ein Unterschied. Zumal der Gegner bereits am Vorwochenende mit einem Sieg gegen den Tabellen-Vierten HC Elbflorenz zeigte, dass die Mannschaft stärker als der aktuelle Tabellenplatz 14 ist.

Kann Neuzugang Tomáš Sklenák nach seinem Kreuzbandriss im April sein Debüt für den TVH geben? Zwar hat der Spielmacher vor Weihnachten den Check des verletzten Knies bestanden und ist mittlerweile ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ein Einsatz kommt aber laut Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson noch zu früh.

Acht Punkte Vorsprung nach etwas mehr als der Hälfte der Saison. Ist dem TV Hüttenberg die sofortige Rückkehr in die 2. Liga überhaupt noch streitig zu machen? Bisher lief die Saison sicherlich besser als erwartet. Zu der beeindruckenden Konstanz des Traditionsvereins kamen immer wieder überraschende Ausrutscher der Konkurrenz. Entsprechend ist der Vorsprung auf die direkten Verfolger, den überraschend starken TuS Fürstenfeldbruck und die MSG Groß-Bieberau-Modau, komfortabel. Der finanzstarke HC Elbflorenz, letztjähriger Vizemeister und selbst ernannter Mitfavorit, liegt sogar bereits elf Punkte zurück. Da in den vier regionalen Staffeln nur der jeweilige Erste aufsteigt, darf sich der TVH trotzdem keine Schwächephase erlauben. Eventuell besteht, wie im Vorjahr, auch als Tabellenzweiter über den Umweg einer Relegation die Möglichkeit zum Aufstieg, wenn es Aufstiegsverzichte gibt. "Wir werden erst einmal weiter von Woche zu Woche schauen. Damit sind wir bisher erfolgreich gefahren", lässt der sportliche Leiter Torsten Menges trotzdem weiter Vorsicht walten.

Ist der TV Hüttenberg sportlich für die 2. Liga gerüstet und welcher Mehraufwand käme im Aufstiegsfall auf den Verein zu? Auf den ersten Blick erscheinen die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim zu stark für die 3. Liga, aber auch zu schwach für die 2. Liga. Trotz des Abstieges im Sommer scheint aber der seit etwas mehr als einem Jahr wirkende Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson sowohl im Fitness- wie auch im spieltaktischen Bereich die Mannschaft deutlich weiterentwickelt zu haben. Personell machen Eyjólfsson und Menges kein Hehl daraus, dass sie sich im rechten Rückraum einen weiteren Linkshänder zur Entlastung von Ragnar Jóhannsson wünschen. Dies auch unter dem Aspekt, dass in der 2. Liga zehn Spiele mehr zu bestreiten sind – und das mit höherer Intensität. Ein Shooter auf der halblinken Position ist für die höhere Klasse ebenfalls unerlässlich, sollte nicht der Langzeitverletzte Maximilian Kraushaar doch noch die erwünschte, dauerhaft belastbare, Verstärkung werden. "Natürlich sind wir schon seit einiger Zeit in Gesprächen. Da aber unsere Maxime weiterhin lautet, dass alles bezahlbar bleiben muss, müssen mögliche Neuzugänge nicht nur sportlich und menschlich zu uns passen, sondern auch finanziell.

Darüber hinaus sind wir selbstverständlich in Gesprächen mit unseren aktuellen Spielern, deren Verträge auslaufen", verdeutlicht Menges die eigene Vorgehensweise. "Für dörflich strukturierte Vereine wie den TVH wird die 2. Liga aber immer mehr ein Kraftakt. Das ist eigentlich eine Profi-Liga", kennt der Ex-Torwart die hohen Anforderungen, denen man sich aber erneut stellen möchte.

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