Auch Coach Uwe Hermann holt zwei Medaillen

(hn/ur) Das Wettkampfjahr 2010 ist eröffnet - und die erste Meisterschaft fand am vergangenen Wochenende statt. Die Wasserfreunde Fechenheim hatten als Ausrichter der Hessischen Meisterschaften über die "langen Strecken" eingeladen. Das 50-m-Hallenbad in Bergen-Enkheim war gut gefüllt, hatten doch 43 Vereine und Startgemeinschaften 342 Aktive zu 561 Starts gemeldet.

(hn/ur) Das Wettkampfjahr 2010 ist eröffnet - und die erste Meisterschaft fand am vergangenen Wochenende statt. Die Wasserfreunde Fechenheim hatten als Ausrichter der Hessischen Meisterschaften über die "langen Strecken" eingeladen. Das 50-m-Hallenbad in Bergen-Enkheim war gut gefüllt, hatten doch 43 Vereine und Startgemeinschaften 342 Aktive zu 561 Starts gemeldet - deutlich mehr als in den Vorjahren. Bei den "langen Strecken" werden die Hessischen Meister über 400 m Lagen und 800 m bzw. 1500 m Freistil in den verschiedenen Jahrgängen und Altersklassen ermittelt. Zudem werden die Titel in der offenen Klasse über 800 m Freistil bei den Herren und 1500 m Freistil bei den Damen vergeben. Mit dabei waren aus dem heimischen Raum die SG Mittelhessen, der TV 05/07 Watzenborn-Steinberg und der TV Wetzlar, der mit 22 Aktiven eines der größten Aufgebote stellte. Mit neun Medaillen - sechsmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze - gab es im Medaillenspiegel auch einen vorderen Platz für die Lahnstädter zu bejubeln. In den Jahrgangsentscheidungen waren Adrian Balser und Pieter Rink vom TVW doppelt erfolgreich, in der Altersklasse 30 war Trainer Uwe Hermann über 400 m Lagen der schnellste Starter.

Die SG Mittelhessen schickte fünf Teilnehmer ins Rennen. Da Danyal Komac erkältungsbedingt passen musste, lag die Last, auf Medaillenränge vorzuschwimmen, weitgehend bei den Mastersschwimmern. Tobias Luh (Jg. 85) und Andreas Borchert (Jg. 67) wurden so auch die ersten Hessenmeister der SGMH im neuen Jahr. Luh stellte bei seinem Rennen über 1500 m Freistil gleich zwei neue Vereinsrekorde auf. Bei der 800-m-Marke wendete er mit 10:51,43 in Rekordzeit. Am Ziel verbesserte er bei seinem Sieg in der Altersklasse 20 den Rekord über 1500 m Freistil mit 20:22,62 Minuten um knapp zehn Sekunden. SGMH-Cheftrainer Andreas Borchert, als Freiwasserschwimmer deutlich längere Strecken gewohnt, war mit 20:30,46 Minuten nur unwesentlich langsamer und wurder Hessenmeister in der Altersklasse 40.

Leicht erkältet konnte Sam Becker (Jg. 99) nicht sein wahres Können zeigen. In 6:29,92 Minuten schwamm er über 400 m Lagen dennoch zu einer Bronzemedaille, musste seinen Start über 1500 m aber absagen. Zwei weitere Vereinsrekorde blieben den Damen vorbehalten. Die Launsbacherin Jacqueline Hoffmann (Jg. 94) verbesserte ihre Rekordzeit über 800 m auf 11:21,54 Minuten. Elena Peppler (Jg. 94) setzte die neue Marke über 400 m Lagen auf 6:01,13 Minuten.

"Die Meisterschaft war sehr früh, so dass man eigentlich noch nicht mit Bestzeiten rechnen konnte. Schließlich trainieren wir erst seit Neujahr wieder", erläuterte Wetzlars Abteilungsleiter Reinhard Felten und fügte hinzu: "Dafür waren die Leistungen sehr gut und durchweg besser als im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt. Das lässt auf eine gute Saison für uns hoffen." Erstmals eine Medaille über die "langen Strecken" gab es für Luisa-Antonia Brück (Jg. 94) aus Burkhardsfelden zu bejubeln. Sie wurde über 800 m Freistil in 10:34,83 Minuten auf dem dritten Platz gestoppt und mit der Bronzemedaille ausgezeichnet. Der Jahrgang 2000 ist in diesem Jahr der jüngste startberechtige Jahrgang bei Hessischen Meisterschaften. Ein Quartett des TVW feierte dort nun die Meisterschaftspremiere auf Hessenebene. Jeweils mit dem undankbaren vierten Platz beendeten Hannah Bergk aus Linden (800 m Freistil in 13:52,33) und Denis Schmunk aus Gießen (1500 m Freistil in 26:31,31) ihre Rennen. Pascal Richter (Gießen) ging ebenfalls über 1500 m Freistil an den Start und belegte nach 27:38,92 Minuten den fünften Platz. "Die drei haben ihre Sache sehr gut gemacht und mit sauberer Technik und guter Renneinteilung überzeugt", lobte TVW-Cheftrainer Uwe Hermann seine "jungen Wilden".

Das größte Lob hatte er aber für Pieter Rink (2000) aus Rechtenbach parat: "Zwei Starts, zwei Siege und zweimal technisch absolut überzeugt. Besser kann man sich nicht präsentieren", freute sich Hermann. Der Neunjährige gewann bei seiner Meisterschaftspremiere zwei Goldmedaillen. 400 m Lagen in 6:32,53 Minuten und 1500 m Freistil in sehr guten 21:47,95 Minuten waren eine eindrucksvolle Vorstellung des Nachwuchstalentes und wurden zu Recht mit dem Sieg belohnt. Einen Doppelsieg feierte auch Adrian Balser (Jg. 96). 400 m Lagen in 5:23,02 Minuten und 19:00,93 Minuten über die 1500 m Freistil waren für die Konkurrenz zu schnell.

Mit zwei neuen Bestzeiten präsentierte sich Stephanie Fuhrländer (Jg. 97) aus Waldgirmes bereits in guter Frühform. 400 m Lagen in 6:11,64 Minuten (10.) und 800 m Freistil in 11:22,92 Minuten (13.) waren ihre Resultate. Bis auf den sechsten Platz nach vorne schwamm sich auch Konstantin Veit (Jg. 93) aus Allendorf über 400 m Lagen. Er stellte in 5:15,09 Minuten eine neue Bestzeit auf. Als gutes Beispiel voran ging der Coach der Wetzlarer. Hermann (79) startete bei den "Hessischen". In der Altersklasse 30 siegte er in 5:55,26 Minuten über 400 m Lagen. Eine Silbermedaille brachte ihm noch eine Zeit von 20:27,13 Minuten über 1500 m Freistil ein.

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