Auch 54. Auflage des Moto-Cross "Hessen" beim MSC Beuern ein Erfolg

Dass der MSC Beuern seit mehr als einem halben Jahrhundert zu den Top-Adressen im europäischen Moto-Cross zählt, hat der Verein am Pfingst-Wochenende einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mittlerweile fand die inzwischen 54. Ausgabe des DMV Moto-Cross Hessen statt.

Dass der MSC Beuern seit mehr als einem halben Jahrhundert zu den Top-Adressen im europäischen Moto-Cross zählt, hat der Verein am Pfingst-Wochenende einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mittlerweile fand die inzwischen 54. Ausgabe des DMV Moto-Cross Hessen statt. Rund 1200 Zuschauer konnten sich von den akribischen Vorbereitungen des Teams rund um Rennleiter David Wilson senior überzeugen. Bei bestem Sommerwetter waren spannende Positionskämpfe in den drei Rennklassen an der Tagesordnung. Insgesamt nahmen 153 Teilnehmer die anspruchsvolle 1965 Meter lange Geländestrecke am Stirnberg unter die Räder.

Zu den Highlights der Veranstaltung zählten die Läufe zum deutschen Moto-Cross-Pokal in der Openklasse. Die große Leistungsdichte in diesem Wettbewerb sorgte bereits am Mittag für zwei spannende Halbfinalläufe. In packenden Duellen wurde um die 40 Startplätze für den abschließenden Wertungslauf gekämpft. Im Finale setzte sich dann vom Start weg Marco Müller auf seiner Honda an die Spitze, dicht gefolgt von Florian Burkenstein (ebenfalls Honda). Dem Druck seines Konkurrenten konnte Müller aber nur in der ersten Rennhälfte standhalten. In der sechsten Runde übernahm Burkenstein die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab.

Damit sicherte er sich wertvolle 25 Punkte für die Wertung. Eine starke Leistung zeigte Nico Krackl, der sich nach Rang neun in der Startrunde Zug um Zug vorkämpfte und auf dem dritten Platz ins Ziel kam. Jan Zulauf zeigte bei seiner Heimveranstaltung an beiden Tagen eine konstant gute Leistung. Nach der Startrunde im finalen Wertungslauf noch auf Rang elf geführt, konnte er in Runde sieben gleich zwei Konkurrenten überholen. Nach 13 Runden wurde er auf Rang neun abgewunken und war damit bester Teilnehmer des veranstaltenden MSC Beuern. Patrick Zipf (ebenfalls MSC Beuern) erreichte Platz 24.

Seine Premiere bei der 54. Auflage des Moto-Cross-Klassikers in Beuern feierte am Pfingst-Wochenende der Ladies-Cup. 21 Teilnehmerinnen, darunter die amtierende Weltmeisterin Steffi Laier, stellten sich den Herausforderungen des Stirnbergrings. In beiden Wertungsläufen des Wochenendes zeigte Steffi Laier, dass sie momentan in einer anderen Liga fährt. Die 24-jährige Baden-Württembergerin gewann überlegen mit 24,95 Sekunden Vorsprung den ersten Wertungslauf vor Larissa Papenmeier. Auf Rang drei folgte mit weiteren 1:27 Minuten Rückstand die Niederländerin Shirley Verkade.

Der zweite Wertungslauf wurde zum Duplikat des ersten Durchgangs - Laier siegte, diesmal mit 46,03 Sekunden Vorsprung, vor Papenmeier und Verkade. Damit sicherte sich Steffi Laier volle 50 Punkte für die Cupwertung und führt nun nach zwei Läufen mit 97 Punkten vor Larissa Papenmeier mit 84 Zählern.

Den stärksten Kontrast zu den Ladies mit ihren topaktuellen Maschinen stellte die dritte Wertungsklasse dar. Der zweite Saisonlauf zum Seitenwagen-Veteranen-Cup stand auf dem Programm. Zwar bezieht sich der Titel dieses Wettbewerbs auf das Alter der eingesetzten Maschinen - nur bis Baujahr 1985 ist zugelassen - dennoch sind gerade im Vergleich zum Ladies-Cup auch am Lenker überwiegend Veteranen anzutreffen. Zählen die Seitenwagen schon generell zu den spektakulärsten Klassen im Moto-Cross, kamen die Zuschauer bei diesem größten Gespannwettbewerb Europas voll auf ihre Kosten. Entgegen des Trend im Motorsports verzeichnet der seit 2006 ausgeschriebene Wettbewerb stetig steigende Teilnehmerzahlen. Von den 54 in dieser Saison eingeschriebenen Teams stellten sich 41 der Konkurrenz in Beuern. Mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg beendete das Duo Dietmar Schmidt/Mario Meusburger auf ihrer EML-Yamaha den Wertungslauf.

Rang zwei ging an Jürgen Knübben und Peter Schneider, die sich bereits in der zweiten Runde an den Niederländern Patri Nieuwenhuizen und Dennis Steenbergen vorbeischoben und diese auf den dritten Platz verwiesen. Vom Pech verfolgt war das Team rund um Lokalmatador Peter Pitz aus Wettenberg. Er stellte seine Maschine nach technischem Defekt bereits im ersten Halbfinale ab und musste sich beim finalen Wertungslauf mit der Zuschauerrolle zufrieden geben.

Der insgesamt reibungslose Ablauf des gesamten Rennwochenendes mit wenigen Unfällen und technischen Ausfällen spricht für eine sehr gut präparierte Strecke. Das Team des MSC Beuern wird auch im kommenden Jahr wieder alles daransetzen, den Teilnehmern wie auch den Zuschauern ein Motorsport-Highlight am Stirnberg zu präsentieren. Torben Kratz

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