Sportlerehrung in Gießen

162 Athleten ausgezeichnet

Das Sportjahr 2018 war aus Gießener Sicht ein sehr ereignisreiches. – und so ehrte die Stadt Gießen einmal mehr ihre erfolgreichen Sportler.

Von MSS

So nahm mit Ann-Christin Strack eine Gießenerin an den Olympischen Winterspielen teil und gewann gemeinsam mit Bob-Pilotin Stephanie Schneider erstmals einen Weltcup-Lauf. Doch der Gießener Sport ist noch vielseitiger – und so wurden die Akteure mit der Karl-Reuter-Medaille für internationale Erfolge oder den Sportabzeichen in Gold, Silber und Bronze bedacht. "Die große Vielfalt, zeigen wir in der Sportlerehrung", fasst Oberbürgermeistern Dietlind Grabe-Bolz zusammen. "Alle Sportarten sind uns als Stadt gleich viel Wert."

In ihrer Begrüßungsrede legte die Gießener Oberbürgermeisterin einen besonderen Fokus auf die Entwicklungen im Gießener Sport im abgelaufenen Jahr. Mit der Gründung des FC Gießens gab es laut Grabe-Bolze, rund um das Waldstadion "Entwicklungen, die als Zeitenwende in die Gießener Sportgeschichte eingehen könne." Hiervon waren neben den Fußballern des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg und des VfB 1900 Gießen, auch die Footballer der Gießen Golden Dragons betroffen. Zudem betonte die Oberbürgermeisterin einmal mehr die Bedeutung dieses Abends, dem auch der Leiter des Sportamts und Moderator Tobias Erben beipflichtete: "Das macht mir sehr viel Spaß, denn hier haben wir den direkten Kontakt zu den Sportlern."

Insgesamt wurden 26 Sportler mit der Karl-Reuter-Auszeichnung bedacht, zusammen mit den Sportplaketten in Gold (42), Silber (38) und Bronze (47) sowie den neun finanziellen Zuwendungen für die Imageträger "Sport 2018", wurden 162 Auszeichnungen vergeben. Unterstützt wurden Erben und Grabe-Bolz hierbei vom ehemaligen Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz. Aufgelockert wurde die Ehrung von mehreren Showeinlagen, zur Eröffnung turnten die Senioren des TSV Allendorf/Lahn. Zudem begeisterten die Akteure der Pole-Dance-Abteilung der TSG Blau-Gold Gießen mit ihren Vorstellungen die Gäste. Neben den Auftritten wurden die Pole-Tänzer und Tänzerinnen für ihre Erfolge bei den Europameisterschaften geehrt. Diese nutze Erben in seinen Interviews als Aufhänger, um mehr über den Sport und das Erfolgsgeheimnis der Männer zu erfahren, die dort den Europameistertitel im Team gewannen. "Wir haben auf unsere Stärke vertraut", erklärte Abtin Afshar Ghotile. Auch auf die in der Osthalle stattfindende deutsche Meisterschaft im Pole-Dance, wurde verwiesen.

Überhaupt räumte Erben den "kleineren" Sportarten viel Zeit im engen, aber kurzweiligen Zeitplan der Veranstaltung ein. So versammelte er Ruderer, Kanuten und Drachenboot-Sportler um sich, um zu verdeutlichen, wie viel Wassersport auf der Lahn stattfindet. Auch der noch jungen Floorball-Abteilung des MTV 1846 Gießen gab der Sportamtsleiter Zeit, ihren Sport vorzustellen. Dabei handelt es sich um einen Mix aus Hockey und Eishockey. Mit der Triathletin Lisa Gerß, die in Hamburg die deutsche Meisterschaft im Ironman errang, unterhielt sich Erben über die Schwierigkeiten, bei der Durchführung der Wettkämpfe aufgrund von Blaualgen in der Alster. Diese verhinderten die Schwimmwettbewerbe. "Das hatte zur Folge, dass es zu einem Duathlon umdisponiert wurde", beschrieb Gerß die damalige Lage.

Zu Beginn der Veranstaltung versprach Grabe-Bolz, dass der Abend ein Dankeschön für die Sportler sein sollte, dieses Versprechen hielt die Sportlerehrung. Sie war wahrlich eine "Feierstunde des Sports", wie das Programmheft versprach.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare