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Bob

Ann-Christin Strack will WM-Medaille

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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Die Gießenerin Ann-Christin Strack geht in den »Endspurt«: In Altenberg strebt die 27-Jährige eine WM-Medaille im Zweierbob an.

Noch einmal den Bob warten, Sprint- und Krafteinheiten abspulen, Kufen schleifen und den vollen Fokus auf den Eiskanal legen: Am Ende der »Endspurt-Woche« soll für die 27-jährige Gießenerin Ann-Christin Strack die zweite WM-Medaille stehen.

»Alle Deutschen kämpfen darum«, weiß Anschieberin Strack, die mit ihrer Pilotin Kim Kalicki Ende Januar am Königssee ihren ersten gemeinsamen Weltcup-Sieg holte.

»Das war geil - wir haben gemerkt, dass es im Training richtig gut lief, alles hat gepasst, wir waren die Woche über körperlich fit. Wir wollen das auch in dieser Woche hinbekommen.«

Am Freitag um 10.30 Uhr startet der erste WM-Lauf im Zweierbob der Frauen in Altenberg, am Samstag um 14.30 Uhr beginnt bei Lauf drei und vier die Entscheidung (Übertragung im ZDF).

Strack will in mehrfacher Hinsicht einen Erfolg wiederholen, denn: Die frühere Umweltmanagement-Studentin raste schon Anfang 2019 im kanadischen Whistler zu WM-Silber - damals mit Pilotin Stephanie Schneider.

In Altenberg, der WM-Bahn 2021, stürzte Strack in der Vorsaison allerdings auch schwer. So geht die Gießenerin »zwiegespalten« an den Start: »Der Sturz letztes Jahr war heftig. Aber es wird besser laufen. Ich freue mich, mit Kim zu fahren.«

Während die weiteren heimischen Bob-Anschieber Issam Ammour (Allendorf/Lahn) und Costa Laurenz (Langgöns) nicht dabei sind, befindet sich Ann-Christin Strack seit Sonntagnacht in der Sächsischen Schweiz. Am Montag stand der erste Corona-Schnelltest an, am Tag vor dem ersten Wettkampf folgt der nächste.

WM-Entscheidung am Samstag- nachmittag im ZDF

»Daran bin ich mittlerweile gewohnt«, sagt Strack. »Wir sind es neulich im Athletenkreis mal durchgegangen: Ich glaube, jeder von uns hat in dieser Saison durch den Weltcup bestimmt um die 30 Corona-Tests machen müssen.«

Am Montag stand auch der Materialcheck an, »das ist wie Autowartung«, sagt die Bob-Anschieberin: »Alles auseinandernehmen, checken, und wieder zusammensetzen.« Nach einer Sprint- und Krafteinheit ging’s am Dienstag und Mittwoch für je zwei Stunden zum Bahntraining in den Kanal.

»Wir versuchen, das Kufen schleifen auch am Mittwoch zu erledigen, um am Tag vor dem Wettkampf noch einmal komplett frei zu haben.«

Am Freitag dann geht’s in den Wettkampf - seit Anfang des Jahres wieder in Konkurrenz mit allen Athletinnen, auch aus den USA, Kanada und Co. »Es ist die Endspurt-Woche«, sagt die Gießenerin. »Wir geben jetzt noch einmal wirklich alles, alle Kräfte werden mobilisiert. Aber wir haben die Ziellinie vor Augen.«

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