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Toller Erfolg: Die Gießenerin Ann-Christin Strack und Kim Kalicki (r.) gewinnen bei der Weltmeisterschaft in Altenberg die Silbermedaille. Schon im April beginnen die Olympia-Vorbereitungen für die deutschen Bobfahrerinnen.

Bob-WM

Ann-Christin Strack in der Erfolgsspur

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Toller Erfolg für Anschieberin Ann-Christin Strack: Bei der Bob-WM in Altenberg holt sich die Gießenerin mit ihrer Pilotin Kim Kalicki die Silbermedaille.

(cso). Nachos und ein bisschen Gin Tonic, das gönnten sich die erfolgreichen hessischen Bobfahrerinnen am Samstagabend im Silberrausch von Altenberg. Anschieberin Ann-Christin Strack aus Gießen schaffte es mit ihrer Pilotin Kim Kalicki (Wiesbaden) bei der Weltmeisterschaft auf Platz zwei und wiederholte damit ihr tolles Ergebnis von 2019. Damals war sie mit Stephanie Schneider im kanadischen Whistler zu WM-Silber gerast. Den Titel am Samstag in der Sächsischen Schweiz sicherte sich das US-amerikanische Duo Kaillie Humphries/Lolo Jones.

»Wir wussten nach dem ersten Lauf schon, dass es bestenfalls Platz zwei werden kann. Altenberg ist die Lieblingsbahn von Kaillie, und das hat man auch gesehen«, bilanzierte Strack, die mit Kalicki schon nach den ersten beiden Läufen am Freitag (56,69 und 56,59 Sekunden) auf Silberkurs gelegen hatte. Am Samstag wurden die Zeiten insgesamt ein wenig langsamer. Mit 57,40 Sekunden im dritten Durchgang konnten Kalicki/Strack den US-Amerikanerinnen (57,45) sogar noch mal eine Winzigkeit abnehmen. Im vierten Lauf schlich sich eine kleine Unaufmerksamkeit am Start ein, sodass am Ende 57,93 zu Buche standen. Damit lagen die Gießenerin und ihre Pilotin schließlich vor dem zweitbesten deutschen Team Laura Nolte/Deborah Levi, das sich Bronze sicherte.

Die ehemalige Leichtathletin Levi startet offiziell für das Sprintteam Wetzlar. Wie auch Ann-Christin Strack konzentriert sie sich mittlerweile komplett auf den Wintersport. Die heimischen Bob-Anschieber Issam Ammour (Allendorf/Lahn) und Costa Laurenz (Langgöns) waren im Osterzgebirge nicht am Start.

Vor allem der obere Teil der 1413 Meter langen und 17 Kurven umfassenden Natureisbahn hat es laut Strack in sich. »Da kann man sehr viel Zeit verlieren. Auch der Übergang von Kurve neun auf die Gerade ist recht anspruchsvoll. Dasselbe gilt für den Kreisel. Auch weiter unten wird es richtig schnell«, erklärt die neue Vize-Weltmeisterin, die sich am Sonntag mit einem Mietwagen auf den Weg nach Hause machte. Aus der geplanten Bahnreise wurde wegen der Wetterkapriolen nichts.

Im April geht’s weiter

Vor Glückwünschen konnte sich die 27-Jährige erst einmal nicht retten. Ungezählte Nachrichten erreichten sie nicht nur per WhatsApp, sondern vor allem auch via Instagram und Facebook. »Ich konnte noch gar nicht alles anschauen. Aber ich werde versuchen, die lieben Grüße alle zu beantworten«, frohlockte Strack am Sonntagnachmittag.

Nach dem Weltcup-Triumph am Königssee vor zwei Wochen und dem Saisonende in Sachsen stehen nun noch zwei Materialtests an, ehe es in eine vierwöchige Pause geht. »Im April beginnen die Olympia-Vorbereitungen für das nächste Jahr«, erklärte Strack.

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