Handball

Angriffsmotor stottert, Heimniederlage für HSG

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Die Handballerinnen der HSG Kleenheim-Langgöns haben im Topspiel der 3. Liga Ost gegen Bretzenheim keinen guten Tag und verlieren mit 18:23.

Die HSG Kleenheim-Langgöns hat am Sonntag in der 3. Liga Ost der Frauen bei der 18:23 (9:10)-Heimniederlage im Spitzenspiel gegen den Dritten SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen und tauschte mit dem Sieger den Platz. Kleenheim-Langgöns fiel mit 11:3 Punkten auf Rang drei zurück, dagegen übernahm die Mannschaft aus Rheinhessen mit 10:2 Punkten den zweiten Rang.

Guter Start

Die Kleenheimerinnen starteten gut und gingen mit 4:1 (8.) durch Katharina Wagner in Führung, und auch beim 6:3 (11.) durch Nina Hess sah es gut für die Gastgeberinnen aus. "Bis zur 15. Minute haben wir das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten, danach haben wir damit aufgehört und hatten auch einige Fehlwürfe, das hat Bretzenheim dann gnadenlos bestraft", sagte Manuel Silvestri, Trainer der HSG Kleenheim-Langgöns. Beim 7:8 (23.) brachte Michelle Chwalek den Gast erstmals in Führung. Wagner und Karlsson holten beim 9:8 (27.) die Führung für die Kleenheimerinnen zurück. Bretzenheim drehte die Partie und lag zur Pause mit 10:9 vorne.

"Wir haben in der zweiten Halbzeit viel zu statisch gespielt, das war entscheidend", erklärte Silvestri. Die HSG Kleenheim-Langgöns zeigte sich zudem äußerst schwach in der Offensive, denn den neun Toren bis zur Pause ließen die Mittelhessinnen auch nach dem Wechsel nur kümmerliche neun Tore folgen. Einige Kleenheimerinnen hatten alles andere als einen guten Tag erwischt und scheiterten mehrfach an der ausgezeichneten Gästetorhüterin Julia Wenselowski, die einen regelrechten "Sahnetag" erwischt hatte und viele Chancen der Gastgeberinnen zunichte machte.

Nach Wiederbeginn schaffte Kleenheim-Langgöns beim 13:13 (39.) durch Katharina Wagner den Ausgleich, ehe sich die Rheinhessinnen auf 16:13 (43.) absetzten. Spätestens ab dem 14:16 (45.) durch Janina Langenbach waren die Gastgeberinnen am Ende mit ihrem Latein. Die Mannschaft aus Rheinhessen zog durch einen verwandelten Siebenmeter von Jacqueline von Moltke, die alle sieben Strafwürfe konsequent verwandelte, auf 18:14 (49.) davon.

Gegen Ende der Begegnung wurde der Rückstand der HSG Kleenheim-Langgöns immer deutlicher und war beim 15:21 (57.) durch Michelle Chwalek auf sechs Tore angewachsen. Schorradt und vom Hagen stellten auf 18:22, ehe Andrea Bonk der 23:18-Siegtreffer gelang. Die Gäste unter dem ehemaligen Kleenheimer Trainer Christian Grzelachowski ("habe noch nie in Kleenheim gewonnen") feierten gestern schon den sechsten Sieg in Folge – und der war am Ende hoch verdient.

"Kleenheim-Langgöns hat nicht gezeigt, was sie spielen können", sagte Grzelachowski, dessen Team eine breite Bank hat, was sicherlich ein ganz starker Trumpf war. "Wir haben zu viele individuelle Fehler in der Abwehr gemacht, und uns hat es an Konsequenz gefehlt, bis zum Ende gut durchzuspielen", merkte Kleenheims Spielmacherin Nina Hess an.

Statistik

HSG Kleenheim-Langgöns: Jetishi, Buhlmann; Barnusch, Hess (4/2), Schuch, Schorradt (1), vom Hagen (1), Fischer, Kiethe (1), Wagner (6), Langenbach (1), Karlsson (3), Nau (1), Winkes.

SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim: Wenselowski, Schlesinger; Schmitt (2), Quetsch, Weber, Bach (1), Bonk (3), Mack (2), Römer, Dold, von Moltke (7/7), Chwalek (4), Dingeldein (1), Kahnert (1), Kleinjung (3).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Schek/Wittemann (HSG Eckbachtal/TuS Neuhofen). – Zuschauer: 220. – Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Schorradt, vom Hagen, Karlosson – Schmitt, Dingeldein Kahnert, Kleinjung). – Siebenmeter: 2/2:7/7.

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