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Der Gießener André Reuter fährt zum Kehraus aufs Podium.

André Reuter auf dem Podium

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(pm). Der Youngster aus dem Team Reuter Motorsport, André Reuter, hat in dem Regenrennen auf dem Nürburgring mit realistischen Podium-Ambitionen gezeigt, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Kurz vor dem Ziel nutzte er in der NGK-Schikane die Chance, um sich an dem dominanten ca. 230 PS starken VW Lupo aus der englischen BTCC trotz seiner Kampflinie außen vorbeizupressen.

Somit war Platz zwei in der Klasse DTC im letzten Lauf der Tourenwagen-Classics gesichert.

Im ersten Qualifying am Freitag wurde der Grundstein für die Startaufstellung gelegt - und der Sohn von Teamchef Christian Reuter sicherte sich - mit seinem BMW E30 318is Platz vier in seiner Klasse. Im Qualifying zwei am Samstag war die Strecke feucht, trocknete aber zügig ab. Trotzdem entschied man sich, die neuen Regenreifen anzufahren, um mit mehreren Stops das Laufbild des Profils und den steigenden Luftdruck zu checken. So konnte man genau den Zenit des Reifens einschätzen. Somit war auch das punktgenaue Einstellen des Fahrwerks-Setups möglich. Dass dies der Schlüssel zum Erfolg werden sollte für den Renntag, konnte man vorher nicht ahnen.

Entgegen aller Wettervorhersagen herrschte zum Start tatsächlich nur noch leichter Regen am Sonntag. Der spätere Gesamtsieger Marc Seesing aus Belgien setzte auf seinem BMW M3 E30 auch auf die gleiche Reifenmarke wie das Team Reuter. Das Team Reuter hoffte natürlich auf ein Abtrocknen der Strecke, denn somit wären die mit Michelin bereiften Fahrzeuge im Nachteil. Über die 40 Minuten Renndauer zeigten sich immer mehr hellere Stellen auf dem Asphalt. Ein zwischenzeitliches Safety Car warf die Strategie aber ein wenig über den Haufen. Der vorgezogene Boxenstopp während der Safety-Car-Phase war dann doch richtig, denn man konnte durch den früheren Stop den Lupo in der Box überholen. Zum Ende des Rennens konnte der Lupo wieder aufschließen und zog an André Reuter drei Runden vor Schluss vorbei. Reuter blieb aber dran, und in der letzten Schikane vor dem Ziel setzte er alles auf eine Karte. In der Zielkurve konnte der letzte Angriff des wild driftenden Lupo noch mal abgewehrt werden, sodass dann über der Ziellinie der Boxenfunk glühte.

Teamchef Christian Reuter: »Eigentlich war die Umrüstung von 16- auf 17-Zoll-Regenreifen erst für nächste Saison geplant. Aber aufgrund der steilen Entwicklung des Fahrers und Fahrzeugs musste einfach die Bereifung schneller »mitwachsen«. Meister wurde Steffen Lykke Gregerson (Dänemark/BMW E30 M3 DTM).

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