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HSG Lumdatal vor der neuen Saison der 3. Handball-Liga der Frauen (hintere Reihe, von links): Trainer Marcel Köhler, Co-Trainer Philipp Totev, Hanna Schmidt, Leona Parma, Lea Bulling, Katharina Smajek, Nina Hasenkamp, Anna Hilbrich, Svenja Mohr, Physiotherapeutin Jutta Hasenkamp; vorne von links: Franziska Müller, Selina Sauer, Sina Wallenfels, Stefanie Schütz, Julia Olemotz, Madeleine Müller, Kim Fuhrländer, Doreen Schlapp. Es fehlen: Torwarttrainer Jan Wüst und Carmie Schneider.

An Herausforderung wachsen

  • VonMarc Steinert
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Das Abenteuer 3. Liga beginnt für die Handballerinnen der HSG Lumdatal aufs Neue. Nach der abgebrochenen Spielzeit im Vorjahr hofft man beim »Aufsteiger« nun auf eine reguläre Saison.

Das Abenteuer 3. Liga war für die Handballerinnen der HSG Lumdatal in der Saison 2020/21 nur von kurzer Dauer. Nur drei Spiele konnte das Team von Marcel Köhler nach der Hessenmeisterschaft und dem Aufstieg aus der Oberliga in der neuen Klasse bestreiten.

Dass das Vergnügen in der kommenden Runde länger gehen wird, hoffen natürlich alle Beteiligten, am kommenden Samstag fällt zumindest schon mal der Startschuss in Staffel D. Dann steht für den heimischen Vertreter direkt ein Hessenderby auf dem Programm, um 18 Uhr ertönt der Anpfiff des Gastspiels bei der HSG Gedern/Nidda. Dass die Lumdatalerinnen dabei und wohl in vielen weiteren Partien als Außenseiter gelten dürften, stört im HSG-Lager aber niemanden.

»Wir wissen schon, dass diese Liga für uns eine riesengroße Herausforderung darstellt. Das war in der letzten Saison schon so, und daran hat sich auch nichts geändert. Unser Ziel ist es, an den Herausforderungen zu wachsen und uns Stück für Stück weiterzuentwickeln. Natürlich wird es Spiele geben, in denen wir keine Chance haben werden, aber dabei wollen wir uns so teuer wie möglich verkaufen. Aber wir wollen in anderen Partien auch um Punkte und Siege kämpfen«, beschreibt Köhler, der allerdings weiß, dass es mit dem Klassenerhalt - besonders in diesem Jahr - schwierig werden könnte.

»Es steigen ja mehr Mannschaften ab, als noch in der letzten Saison. Und auch wenn ich die Liga, von den absoluten Favoriten Mainz-Bretzenheim und Eddersheim abgesehen, doch ausgeglichener sehe, als im Vorjahr, ist es natürlich eine Herkulesaufgabe, vier Mannschaften hinter uns zu lassen. Dennoch werfen wir die Flinte natürlich nicht schon vorher ins Korn.«

Eine Herkulesaufgabe aber auch deswegen, weil der Start der Vorbereitung alles andere als gut lief, neben Hallenproblemen kamen immer wieder Urlaube, Verletzungen oder andere Ausfälle hinzu. Erst mit den letzten drei, vier Wochen zeigt sich Lumdatals Trainer zufrieden. »Das war schon nicht immer einfach, zumal unser Kader ja auch nicht so breit ist. In der Vorbereitung habe ich den Fokus darauf gelegt, unser Angriffsspiel zu verbessern. Ich denke, dass das von der Abwehr her schon gut passt, aber offensiv haben wir noch am meisten Entwicklungspotential. Und der Umgang mit dem Harz stellt uns immer nach wie vor noch vor Probleme, daher galt und gilt es, auch die Zahl der technischen Fehler weiter zu reduzieren. Die werden in dieser Liga nämlich knallhart bestraft«, betont Köhler.

Vom einen oder anderen im Handball üblichen Wehwehchen abgesehen, sind die Lumdatalerinnen weitestgehend verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen, einzig die Spielführerin der HSG erwischte es vor einigen Wochen schwer. So zog sich Madeleine Müller einen Riss des Meniskus zu und wird in den nächsten Wochen noch nicht zur Verfügung stehen. Da sowohl Ela Schuster als auch Caro Elmshäuser ihre Karriere beendet haben, traf es sich gut, dass Selina Sauer ihre Handballpause beendet hat und für die Linksaußenposition nun wieder eine Alternative darstellt. »Das freut uns natürlich sehr, zumal Selina auch eine richtig gute Abwehrspielerin im Mittelblock ist«, betont Lumdatals Trainer, auf dessen Team nach dem Auftakt bei der HSG Gedern/Nidda im ersten Heimspiel am Samstag darauf (11. September) direkt das erste Mittelhessen-Derby gegen die HSG Kleenheim-Langgöns wartet. In dessen Genuss kamen beiden heimischen Vertreter aufgrund des Saisonabbruchs in der letzten Runde nicht.

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