Am Ende fehlt die Erfahrung

  • VonSvantje Merker-Gärtner
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(smg). Für ihren Auftritt bei den Chemcats Chemnitz hatten sich die Bender Baskets Grünberg etwas ausgerechnet. Sie wollten ihren zweiten Saisonsieg in der 2. Basketball-Bundesliga Nord holen, mussten aber erneut eine Niederlage einstecken - das Team von Trainer Dejan Kostic musste sich am Samstag knapp mit 65:68 geschlagen geben.

»Das Spiel haben wir in den ersten 20 Minuten verpennt«, fand der Coach einen der Faktoren für die Niederlage. Im ersten Viertel hatte sich sein Team noch nicht abschütteln lassen (8:12). Zur Pause sollte sich die Differenz aber vergrößern. Da sahen sich die Bender Baskets mit 22:35 im Hintertreffen. Etliche leichte mögliche Zähler unter dem Korb wurden vergeben. »Es waren unglaublich viele Punkte. Das Problem hatten wird die ganze Zeit über«, sagte Kostic.

In Sachen Moral und Kampfgeist konnte er seinen Akteurinnen keinen Vorwurf machen. Sie haben das Maximum gegeben und in der zweiten Halbzeit hätten sich diese Qualitäten fast noch ausgezahlt. Grünberg tat alles, um die Begegnung noch zu drehen. Das dritte Viertel ging mit 31:17 ganz klar an die Gäste, die sich somit nach 30 Minuten beim hauchdünnen 53:52 in Führung gesetzt hatten. Bis in die Endphase hinein schnupperten die Grünbergerinnen am Sieg, trotz einer ihnen fehlenden Basketballerin, »die unter dem Korb brilliert«, und trotz der zahlreichen, von Chemnitz oft verwerteten zweiten Chancen. Ihre Unerfahrenheit vermasselte ihnen aber in den letzten 30 Sekunden ein positives Resultat. Taktische Möglichkeiten, das Spiel zu stoppen, wurden nicht genutzt, obwohl es die Optionen dafür gegeben hätte. Kostic stufte es unter Lernprozess ein und glaubt an die Zukunft seiner jungen Truppe. Sein Kader war erneut dezimiert, sodass nur neun Spielerinnen mit in Chemnitz waren. Ab Ende März wird Grünberg auch noch auf die US-Amerikanerin Deijah Blanks verzichten müssen, da ihr Engagement dann enden soll.

Chemnitz: Brochlitz (18/4 Dreier), Peroche (11), Rohland (2), Kluge (3/1), Ludwig (2), Neuber-Valdez (16/1), Frölich (9/12 Rebounds), Kracikovà (7), Rebenitsch, Steinbrück, Beier, Kunze.

Grünberg: Seegräber (6/2 Dreier), Mevius (18/4), Meinhart (6/1/14 Rebounds), Poelstra (2), Villwock (6), Blanks (27), Müller, N. Horvath, Römer.

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