Alsfelder Familie Hirzmann dominiert in Wieseck

Mit dem Gießener Neujahrsturnier, ausgerichtet von der Fechtabteilung des MTV 1846 Gießen, begann für die hessischen Fechter das neue Jahr. Bereits zum siebten Mal waren Florett- und Säbelfechter der Aktivenklasse in Mittelhessen zu Gast. Ein kleiner Wermutstropfen für die Organisatoren war allerdings, dass sie auf das erste Januarwochenende ausweichen mussten, um noch als Q-Turnier für die Deutschen Meisterschaften gewertet zu werden. Das wirkte sich auf die Teilnehmerzahlen aus. "Die neuen Regelungen im Florettfechten haben uns wahrscheinlich auch noch einige Teilnehmer gekostet", stellte Christoph Schulz vom MTV fest.

(-) Mit dem Gießener Neujahrsturnier, ausgerichtet von der Fechtabteilung des MTV 1846 Gießen, begann für die hessischen Fechter das neue Jahr. Bereits zum siebten Mal waren Florett- und Säbelfechter der Aktivenklasse in Mittelhessen zu Gast. Ein kleiner Wermutstropfen für die Organisatoren war allerdings, dass sie auf das erste Januarwochenende ausweichen mussten, um noch als Q-Turnier für die Deutschen Meisterschaften gewertet zu werden. Das wirkte sich auf die Teilnehmerzahlen aus. "Die neuen Regelungen im Florettfechten haben uns wahrscheinlich auch noch einige Teilnehmer gekostet", stellte Christoph Schulz vom MTV fest. Dennoch waren die Veranstalter mit der Qualität zufrieden, denn nicht nur die Spitzenfechter aus Hessen nutzen das Turnier, um sich für die nationalen Meisterschaften am Wochenende vorzubereiten.

Beim Herrenflorett ging der Führende der Hessischen Rangliste, Daniel Türkis (Darmstadt), als Neunter in die Direktausscheidung. Angeführt wurde das Feld von Till und Robert Müller (Darmstadt). Im Viertelfinale trafen die Favoriten aus der Spitzengruppe der hessischen Rangliste aufeinander. Ins Finale schaffte es auch das erst 15-jährige Nachwuchstalent Georg Dörr (Weinheim), der mit einem knappen 11:10-Erfolg im Halbfinale gegen Benjamin Spahn (Dörnigheim) überzeugte.

Sein Finalgegner Türkis hatte sich zuvor mit 15:11 gegen seinen Vereinskollegen Robert Müller durchgesetzt. In einem hochklassigen Schlussgefecht gingen die Finalisten über die komplette Distanz. Türkis hatte sich schon mit 13:10 abgesetzt, doch Dörr holte Punkt für Punkt auf und schaffte den 14:14-Ausgleich. Mit einer klaren Aktion setzte der Darmstädter den Siegtreffer und sicherte sich den Gesamterfolg. Als einziger Gießener Starter landete Daniel Zschätzsch auf Rang 21.

Keine Überraschungen gab es bei den Florett-Damen. Larissa Merkl (Leverkusen) siegte mit einem klaren 15:4-Erfolg über Nicole Becker (Burgsteinfurt) zum dritten Mal in Gießen. Zuvor hatte sie sich im Halbfinale mit 15:13 gegen Karen Weis (Mannheim) durchgesetzt. Becker verwies im Kampf um den Einzug ins Finale mit Sophia Henneberg (Hanau) die letzte Hessin im Feld auf Rang drei. Melanie Bastian vom MTV Gießen landete auf Rang zwölf.

Eine gute Beteiligung verzeichneten die Säbelwettbewerbe, bei denen die Alsfelder Familie Hirzmann das Geschehen dominierte. Bei den Damen führte die für Dormagen startende Abonnement-Siegerin Davina Hirzmann das Feld an. Sie setzte sich im Finale gegen Laura Eisenträger vom TV Alsfeld klar mit 15:7 durch. Vorher hatten die beiden Finalistinnen Jana Baum und Loana Hirzmann (beide TV Alsfeld) auf die beiden dritten Plätze verwiesen.

Bei den Herren kämpften Marlon und Norman Hirzmann um den Turniersieg. Mit 15:12 setzte sich Marlon gegen seinen älteren Bruder durch und unterbrach damit dessen Erfolgsserie beim Neujahrsturnier. Auf dem Bronzerang landeten Janik Riegert vom TV Wetzlar und Martin Kalbhenn (TV Alsfeld).

Bei den Herren griffen auch drei Gießener in das Geschehen ein und überstanden erfolgreich die Vorrunden. Der B-Jugendliche Jan Geissler traf aber schon im ersten Gefecht auf Marlon Hirzmann, der ihm keine Chance ließ. Auch gegen Daniel Kirchhoff aus Wetzlar konnte er sich nicht durchsetzten und landete auf Platz 15. Etwas weiter nach vorne schaffte es Dominik Münch. Der A-Jugendliche war im ersten Gefecht gegen Kirchhoff mit 15:10 erfolgreich. Gegen Gabriel Decher-Wahby (Alsfeld) zog er aber den Kürzeren und verpasste so den Einzug in die Finalrunde. Er platzierte sich auf dem zehnten Rang.

Bis ins Achtelfinale kämpfte sich der MTV-Akteur Christoph Schulz vor. Nach einem Sieg und einer Niederlage in der Direktausscheidung hatte er die Chance des Hoffnungslaufs genutzt. Durch einen Sieg gegen Kirchhoff (15:9) schaffte er es unter die letzten acht. Hier musste sich der Gießener mit 10:15 dem Alsfelder Kalbhenn geschlagen geben und erreichte Platz fünf.

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