Allein 47 Goldmedaillen gehen an die SG Mittelhessen Allein

(ur) Wieder einmal waren am Faschingssonntag in der Gießener Ringallee die Narren deutlich in der Überzahl - außerhalb des Hallenbades am Startpunkt des Gießener Faschingszuges und in der Schwimmhalle, in der der Gießener Schwimmverein sein 33. Internationales Frühjahrsmeeting austrug. Fast zeitgleich mit dem Start des Faschingszuges wurden die traditionellen Faschingsstaffeln ausgeschwommen, bei denen die Schwimmer in Faschingskostümen und zur passenden Musik um die einzelnen Medaillen kämpfen.

(ur) Wieder einmal waren am Faschingssonntag in der Gießener Ringallee die Narren deutlich in der Überzahl - außerhalb des Hallenbades am Startpunkt des Gießener Faschingszuges und in der Schwimmhalle, in der der Gießener Schwimmverein sein 33. Internationales Frühjahrsmeeting austrug. Fast zeitgleich mit dem Start des Faschingszuges wurden die traditionellen Faschingsstaffeln ausgeschwommen, bei denen die Schwimmer in Faschingskostümen und zur passenden Musik um die einzelnen Medaillen kämpfen.

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren mit Helge Meeuw oder Stefan Herbst aktuelle Nationalmannschaftsgrößen in der Ringallee gastiert hatten, stand die Veranstaltung diesmal mehr unter dem Zeichen einer großen Leistungsdichte in den jüngeren Jahrgängen. 16 Vereine, überwiegend aus der näheren Umgebung, waren der Einladung des GSV gefolgt. Und gaben der Veranstaltung mit über 1000 Meldungen einen würdigen Rahmen. Ein Schwimmer aus Ungarn sorgte sogar für internationalen Touch.

Als gastgebender Verein lag nach Abschluss der Wettkämpfe die SG Mittelhessen mit 47 Goldmedaillen bei 272 Meldungen vor dem VfL Marburg an der Spitze der Medaillenwertung.

Alle Schwimmer der SG Mittelhessen konnten mit hervorragenden Leistungen und teilweise enormen Leistungssprüngen glänzen. Kein Wunder, dass sich Cheftrainer Andreas Borchert auch nach der Auswertung des Protokolls hochzufrieden zeigte mit der Leistung seiner Schützlinge. "Wir haben in den vergangenen Trainingswochen eine gute Basis gelegt und ernten jetzt die ersten Früchte", lautete sein Kommentar.

Sima Theresa Adams (Jahrgang 1993) war die zweitschnellste Freistilsprinterin in der SGMH. Um knapp zwei Sekunden verbesserte sie innerhalb weniger Wochen ihre Bestzeit über 100 m Freistil erneut deutlich auf sehr gute 1:07,87. Mit 0:31,09 war sie über die 50-m-Sprintdistanz Schnellste ihres Jahrgangs. Tabea Barz (1998) leistete mit einem dritten Platz über 50 m Schmetterling ihren Beittrag zum Erfolg der SG Mittelhessen. Er beherrschte seinen Jahrgang nach Belieben und war einmal mehr einer der herausragenden Aktiven der SG: Sam Becker (1999). Neun erste Plätze, eine Ehrenpreis für die beste Leistung in seinem Jahrgang und ein weiterer Pokal sind seine Ausbeute dieses Wochenendes. Beeindruckend war vor allem, mit welcher Routine und Konzentration der gerade einmal Zehnjährige sein Pensum herunterspulte und verbesserte seine Zeit über 100 m Freistil um fünf Sekunden auf 1:14,72.

Weitere Zeiten: 1:29 über 100 m Rücken sowie 1:28 über 100 m Schmetterling. Frederik Bock (1995) gewann über 50 m (0:44,59) und 100m Brust (1:37,54) jeweils eine Silbermedaille.

Anna-Lena Drommershausen (1999) war auf den gleichen Strecken mit 0:54,68 bzw. 1:58,84 und zwei dritten Rängen nicht minder erfolgreich. Daniel Fodor (1995) überraschte mit 0:41,63 und Rang zwei über 50 m Freistil.

Chris Hartmann (1993) steigerte sich weiter auf hohem Niveau. Über 50 m Freistil blieb er erst mal unter 28 Sekunden, scheiterte aber über 100 m Freistil in 1:0048 und über 100m Lagen in 1:10,17 zweimal knapp an den jeweiligen Schallmauern. Mit drei Goldmedaillen trug er erheblich zur Medaillenausbeute der SG Mittelhessen bei. Vanessa Hecht (1997) wurde Dritte über 50 m Brust (0:52,59).

Jonathan Heil (1996) blieb in seiner Spezialdisziplin Brustschwimmen auf der 100-m-Strecke zum ersten Mal unter 1:30 (1:28,67). Sowohl diese Strecke als auch den 50-m-Sprint (0:42,93) entschied er in seinem Jahrgang klar für sich. Jacqueline Hoffmann (1994) gewann drei Medaillen. Unter anderem wurde sie für 0:38,76 über 50 m Rücken mit Gold geehrt. Danyal Komac (1995) sorgte für die SHMH für ein weiteres Highlight.

Endlich setzte er einmal über 100 m Freistil die Vorgaben seines Trainers um - etwas schnellere erste 50 m, Konzentration auf Wenden und Anschlag - und schon schaffte er es: 0:59,59 und Platz 1über 100 m Freistil. 0:27,38 waren für ihn ebenso neue Bestzeit wie die 1:14,06 über 100 m Lagen. Insgesamt konnte er sich sechsmal ins einem Jahrgang die Goldmedaille abholen.

Rafael Kurzwaski (1978) blieb es vorbehalten, den einzigen neuen Vereinsrekord aufzustellen. Bei seinem Sieg über 50 m Brust verbesserte er seine eigene Bestmarke um knapp 3 Zehntelsekunden auf 0:33,29. Simon Marauhn (1995) zeigte sich weite gefestigt. Im heimischen Gewässer überzeugte er mit einer Goldmedaille über 100m Schmetterling in 1:20,64 sowie einem zweiten Platz in glänzenden 0:30,08, (noch) knapp über der 30-Sekunden-Marke. Seine Schwester Tabea Marauhn (1999) gewann in jedem ihrer sieben Rennen eine Medaille. Besonders erwähnenswert sind dabei ihre 0:46,11 über 50 m Schmetterling und 0:38,12 über 50 m Freistil.

Benito Marazzi (1999) freute sich über seine Silbermedaille über 50 m Brust ( 0:49,31), ebenso wie Sarah Matheja (2000) mit neun Jahren eine der jüngsten Teilnehmerinnen. Sie kam u.a. über 50 m Brust in 1:06,61 auf Platz zwei. Tom Noll (1993) kämpft momentan noch um einen Platz in der Staffel des Deutschen Gehörlosenverbandes bei der WM in Taipeh. Mit 0:27,21 über 50 m Freistil konnte er sich dafür auf alle Fälle empfehlen.

Elena Peppler (1995) gewann neben zahllosen Medaillen noch einen Pokal in der Mehrkampfwertung ihres Jahrganges. Ihre beste Leistung zeigte die Brustspezialistin diesmal mit 1:08,53 über 100 m Freistil. Ihr junger Bruder Nils (2000) gewann Bronze über 50 m Rücken, ebenso wie Gunnar Pidde (1996) über 50 m Brust.

Sein älterer Bruder Henning Pidde (1994) zeigte sich in Gießen wieder einmal von seiner besten Seite. 0:29,05 über 50 m Schmetterling, 1:08,99 über 100 m Lagen und vor allem 1:00,58 über 100m Freistil sollten für ihn Motivation genug für die kommenden Wettkämpfe sein.

Richard Rejab (1993) zeigte seine Klasse besonders bei seinem dritten Rang über 50 m Rücken in neuer Bestzeit von 0:39,19). Franziska Rosteck (1999) und Felix-Leon Sandmüller (1995) erweiterten das Medaillenkontingent der SGMH mit Platz zwei über 50 m Freistil bzw. Platz drei über 100 m Brust. Lea Seibert (1966) machte nahtlos da weiter, wo sie vor Kurzem in Bonn aufgehört hatte: sie schwimmt wie ausgewechselt. Was ihr letztlich diesen Kick gegeben hat, ist nicht ganz klar. Auf jeden Fall gehörte sie in Gießen mit 78 Goldmedaillen zu den eifrigsten Plakettensammlerinnen. Mit 1:09,98 blieb sie über 100 m Freistil erneut unter 1:10 und verbesserte sich über 50m Brust deutlich auf 0:40,27.

Die Alsfelderin Ann-Kristin Stein (1989) näherte sich bei ihrem ersten Platz über 100 m Schmetterling wieder in 1:16,56 wieder ihrem alten Leistungsniveau. Ihre 100-m-Rücken-Zeit von 1:21,82 ist ebenfalls sehr ansprechend. Die Studentin Sarah Völker (1984) war die unangefochtene Königin auf den Rückenstrecken. In 0:32,92 war sie über die Sprintstrecke deutlich die Schnellste des Wettkampfes. Als Einzige aus dem SGMH-Team blieb sie über 50 m Freistil in 0:29,32 unter der 30-Sekunden-Marke.

Joanna Wagner (1994) belegte auf ihrer Paradestrecke 100 m Schmetterling in 1:32,99 Rang zwei. Paula Wirth (1998) gewann sowohl die 100 m Rücken (1:35,02) als auch die 100 m Schmetterling (1:46,29) ihres Jahrganges mit Zeiten, die Hoffnung für die Zukunft machen.

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