Berlins Trainer Aito Garcia Reneses wartet noch mit seiner Entscheidung über eine Vertragsverlängerung in Berlin. FOTO: DPA
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Berlins Trainer Aito Garcia Reneses wartet noch mit seiner Entscheidung über eine Vertragsverlängerung in Berlin. FOTO: DPA

Aito lässt Alba zappeln

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(dpa). Wenige Minuten nach der Gratulation und Kampfansage von Uli Hoeneß aus dem fernen München startete der kleine Meisterempfang für die Profis von Alba Berlin auf Gleis acht des Hauptbahnhofs. Center Johannes Thiemann präsentierte den Fans in gebührendem Corona-Abstand die silberne Trophäe, die wartenden Anhänger sangen - mit Mundschutz. Glücklich über die erste Basketball-Meisterschaft seit zwölf Jahren und das Ende der dreiwöchigen Hotel-Quarantäne erreichten die Spieler 25 Minuten vor Mitternacht mit dem Zug ihre sportliche Heimat.

Auch die Mini-Feier nach dem außergewöhnlichen Turnier in der Nacht zu Montag zeigte, dass Normalität vorerst noch weit entfernt ist. "Nach dem Turnier stehen uns spannende Zeiten bevor", sagte Albas Geschäftsführer Marco Baldi nach dem Finalerfolg gegen Ludwigsburg. "Wir werden noch viele Kopfschmerzen in den nächsten Wochen haben - wahrscheinlich weniger wegen des Feierns - sondern weil wir in einer ungewissen Zeit leben." Diese Baustellen gibt es bei Alba und im deutschen Basketball jetzt:

Bayern-Angriff - Nach einem kurzen Seufzer zollte Uli Hoeneß Alba als Meister-Nachfolger des FC Bayern Respekt. "Sie haben wirklich überragend während dieser drei Wochen gespielt und da muss ich ihnen gratulieren, denn sie haben die Meisterschaft verdient gewonnen", sagte der Ehrenpräsident der Münchner in der Sendung "Blickpunkt Sport" und stellte die Ambitionen des gestürzten Titelverteidigers klar: "Es liegt jetzt am FC Bayern, im nächsten Jahr wieder anzugreifen."

Warten auf Aito - Auf der Busfahrt zum Münchner Bahnhof lauschte Alba-Trainer Aito Garcia Reneses im blauen Double-Shirt den Gesangsdarbietungen seiner Spieler. In der dritten Saison hat der 73 Jahre alte Spanier seine Berlin-Ära mit dem Meistertitel nach dem Pokalsieg gekrönt. Ob er ein Jahr dranhängt, ließ er offen und verwies auf spätere Überlegungen. "Ich glaube, er wird machen, worauf er in dem Moment Lust hat", sagte Kapitän Niels Giffey im ZDF-"Morgenmagazin".

Neue Saison - Als einziger Teamsport neben Profifußball haben die Basketballer ihre unterbrochene Spielzeit beendet. Noch ist offen, wann es für Alba und Co. wieder losgehen soll - ein Saisonstart bis spätestens Mitte Oktober und möglichst wieder mit Zuschauern wird angestrebt.

Zuschauer - Um wieder vor Fans spielen zu können, entwickelt die Liga ihr Hygienekonzept weiter. "Es wird am Ende womöglich darauf hinauslaufen, dass manche Hallen mit 50 Prozent Kapazität spielen können und manche nur mit 20 oder 30 Prozent", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz. Zuschauereinnahmen sind für die Clubs überlebensnotwendig. Alba-Flügelspieler Luke Sikma ergänzte: "Wir vermissen unsere Fans."

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