Kein Einsatz: Torhüter Tibor Ivanisevic (hier gegen Justin Kurch vom HSC Coburg) und die HSG Wetzlar müssen nicht zum Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag nach Göppingen. FOTO: VOGLER
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Kein Einsatz: Torhüter Tibor Ivanisevic (hier gegen Justin Kurch vom HSC Coburg) und die HSG Wetzlar müssen nicht zum Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag nach Göppingen. FOTO: VOGLER

Die Absage

  • Ralf Waldschmidt
    vonRalf Waldschmidt
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Der Donnerstag-Wunsch wird am Sonntag erfüllt. Die HSG Wetzlar muss nach der 31:22-Pflicht gegen den HSC Coburg nicht bei Frisch Auf Göppingen antreten. Eine gewollte Corona- und Verschnaufpause, die Körper und Geist frei machen sollen für die folgenden Aufgaben in der Handball-Bundesliga.

Die HSG Wetzlar muss nicht zum Auswärtsspiel der Handball-Bundesliga (HBL) bei Frisch Auf Göppingen antreten. Die ursprünglich für den morgigen Sonntag angesetzte Partie fällt coronabedingt aus und wird zu einem späteren Termin ausgetragen.

Die Bundesliga-Kontrahenten nahmen nach den Corona-Vorkommnissen in dieser Woche eine Ausnahmeregelung der HBL in Anspruch, die besagt, wenn zwei oder mehr Nationalspieler pro Mannschaft von Erkrankungen oder Quarantänen betroffen sind, verlegen zu können.

Da neben den beiden in Quarantäne befindlichen deutschen Nationalspielern von Frisch Auf Göppingen Sebastian Heymann und Marcel Schiller auch deren slowenischer Torhüter Urh Kastelic von vorsorglichen Schutzmaßnahmen betroffen ist und dies auch für Wetzlars Keeper Till Klimke gilt, haben sich beide Klubs darauf verständigt, aus Gründen der Gesundheitsvorsorge eine Spielverlegung zu beantragen. Diese wurde durch die HBL genehmigt.

Nachdem am Freitagnachmittag der Rauch der Diskussionen um die CoronaFälle in der Nationalmannschaft und deren Handhabung zumindest etwas verflogen war, konnte man sich bei den Mittelhessen wieder ein wenig dem sportlichen Tagesgeschäft widmen. Dieses lässt Kai Wandschneider, der sich tags zuvor Rücken an Rücken mit Geschäftsführer Björn Seipp den uneinheitlichen Liga-Vorgaben entgegengestellt hatte, nunmehr eine Woche Zeit bis zum nächsten bedeutsamen Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen (19. November, 19 Uhr, Rittal-Arena). Sollte bis dahin Till Klimpke weiter stetig negativ getestet werden und der Torhüter keine Symptome zeigen, dürfte er als dreifacher Nationalspieler wieder in das Team zurückkehren.

Ein Team, das bei allen Wirrungen und Irrungen am Donnerstag gegen personell geschwächte Coburger kühlen Kopf bewahrt, einen ordentlichen Job gemacht und sich somit nach den Niederlagen gegen Melsungen sowie in Berlin wieder freigeschwommen hatte.

Nach 40 Minuten harter, grundsolider Basisarbeit gegen gegenstoßstarke und in der 6:0-Formation körpernah deckende Schützlinge von Trainer Alois Mraz wirkte das Siebenmeter-20:15 (40) von Maximilian Holst wie ein Wellenbrecher. Ähnlich kompetent und erfrischend detailliert wie Sky-Kommentator Dennis Baier seinen Job erledigte, fanden die Wetzlarer vor allem immer wieder gute Kleingruppen-Lösungen gegen die 6:0- und 5:1-Abwehrreihen, um über das 28:20 (52., Henningsson) dann auch spielerisch zum doppelten Punktgewinn zu kommen.

Mit Tibor Ivanisevic als Rückhalt im Tor, einem diesmal abschlusssicheren Kreisläufer Anton Lindskog, einem auf die Zähne beißenden Stefan Cavor und einem immer wieder angesprochenen schnellen Rückzug gegen die erste und zweite Coburger Welle war es in der Endphase eine gelungene grün-weiße Performance bei - allerdings - nach dem 20:28 fehlendem Feuer, weil nachlassender Kraft der Gäste.

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