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Abendspiel mit Risikofaktor für FC Gießen

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Der FC Gießen will in der Fußball-Hessenliga als junger Tabellenführer heute nachlegen. Mit der Partie in Hadamar beginnen harte englische Wochen.

Abendspiele unter der Woche und dann auch noch auswärts lösen bei Hessenliga-Trainern in der Regel keine Jubelstürme aus. Ungewohnte Anstoßzeit und Anfahrt bergen ein gewisses Risiko. Der FC Gießen, nach zwei Spieltagen Spitzenreiter mit 7:0-Toren, reist heute Abend zum Spiel nach Hadamar (19 Uhr) – und Trainer Daniyel Cimen sieht’s positiv: "Ich bin ein Fan von Flutlichtspielen. Das ist mal was anderes und eine gute Abwechslung mit etwas milderen Temperaturen."

Wir schauen auf uns und wollen das bisher Geleistete bestätigen

FC-Trainer Daniyel Cimen

Auch die nächste Ligapartie findet abends statt, am Dienstag (14. August) bei Aufsteiger FV Bad Vilbel. Danach kommt am Samstag die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz ins Waldstadion – drei Spiele in acht Tagen bringen die Hessenliga in Schwung. Der FC Gießen will dabei seine bisher guten Saisonleistungen fortsetzen. "Wir schauen auf uns und wollen das bisher Geleistete bestätigen", sagt Cimen.

Am dritten Spieltag wartet dabei heute ein unbequemer Gegner. Der SV RW Hadamar zählt zum oberen Mittelfeld der Liga, hat seine beiden Auftaktpartien in der Fremde in Alzenau und Lohfelden allerdings mit ingesamt acht Gegentoren verloren. "Das sind Mannschaften, gegen die du verlieren kannst. Jetzt haben sie ihr erstes Heimspiel und sie wollen sicher nicht mit drei Niederlagen starten", weiß der FC-Trainer um die Gefahr des Abendspiels.

Hadamar wird gegen Gießen kaum früh angreifen

In den bisherigen beiden Hessenligapartien agierte Hadamar beim Anlaufen forsch, gegen die offensivstarken Gießener (zuletzt 6:0 gegen Griesheim) erwartet Cimen den Kontrahenten "kompakter". Wendige Stürmer und ein erfahrenes Mittelfeld zählen zu den Stärken der ambitionierten Rot-Weißen aus Hadamar, die sich zuletzt vergebens um die Trainerdienste von Daniyel Bulut, Coach des SC Waldgirmes, bemühten.

Eine leichte Partie wird es heute jedenfalls nicht für die Gießener. Die Top-Elf rund um die Korsettstangen Christopher Spang, Kevin Nennhuber, Michael Fink und Johannes Hofmann kann erwartet werden – angesichts des straffen Programms in den nächsten Wochen wird danach rotiert. In den nächsten vier Wochen stehen drei englische Wochen an, unter anderem die zweite Runde im Hessenpokal in Bauerbach (22. August).

Wir haben jetzt sehr, sehr viele Spiele, aber wir richten den Fokus erst mal nur auf Hadamar

FC-Trainer Daniyel Cimen

"Wir haben jetzt sehr, sehr viele Spiele, aber wir richten den Fokus erst mal nur auf Hadamar", betont Daniyel Cimen, der wieder auf die Dienste von Mittelfeldakteur Timo Cecen zurückgreifen kann. Der 24-Jährige trainiert nach Rückenbeschwerden wieder seit einer Woche mit der Mannschaft, hat Extraschichten eingelegt und sei "immer ein Kandidat für die Startelf".

Der bei der Auftaktpartie außer Gefecht gesetzte Stürmer Noah Michel hat die Fäden gezogen bekommen und könnte nächste Woche schon wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Länger wird das noch bei Innenverteidiger Oliver Laux dauern, der seinen Spezialschuh zwar los ist, sich aber noch weiterer MRT-Untersuchungen unterziehen muss, da weiterhin der Verdacht besteht, dass Flüssigkeit im Sprunggelenk ist. Wieder spielberechtigt ist Neuzugang und Außenverteidiger Alban Lekaj – ihn könnten die Gießener genauso erstmals zu Gesicht bekommen wie die nun aufbereitete Homepage des FC Gießen (www.fc-giessen.com).

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