Am Samstag wollen die Gießen 46ers (v. l.: Eric Palm, Björn Schoo, Benjamin Lischka, Aaron Hawley und Achmadscha Zazai) nach dem Spiel in Baunach ebenfalls jubeln und als Zweiter der Pro A in die Playoffs einziehen.	(Foto: Friedrich)
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Am Samstag wollen die Gießen 46ers (v. l.: Eric Palm, Björn Schoo, Benjamin Lischka, Aaron Hawley und Achmadscha Zazai) nach dem Spiel in Baunach ebenfalls jubeln und als Zweiter der Pro A in die Playoffs einziehen. (Foto: Friedrich)

46ers wollen jubeln

Letzter Hauptrundenspieltag für die Gießen 46ers. Gegen Bike-Café Baunach geht es nicht nur um einen Sieg, sondern vielmehr um die bestmögliche Ausgangslage für die Playoffs. Das macht nicht zuletzt Kapitän TJ DiLeo deutlich.

(mv) »Es geht nicht nur darum, ob wir gewinnen, sondern vor allem, ob wir gut spielen. Wenn wir schlecht spielen, aber gewinnen, bringt uns das für die Playoffs nichts«, macht TJ DiLeo, Kapitän der Gießen 46ers, klar, dass es für ihn und sein Team am letzten Hauptrundenspieltag der zweiten Basketball-Bundesliga bei Bike-Café Baunach (Sa., 19.30 Uhr, Graf-Stauffenberg-Halle Bamberg) nicht nur um einen Sieg geht – obwohl der für eine gute Ausgangslage natürlich auch wichtig wäre.

Denn mit einem Erfolg über die Franken würden die Gießener definitiv als Tabellenzweiter in die Playoffs gehen und somit auch in einem eventuellen Halbfinale auf jeden Fall Heimrecht genießen. Doch sogar eine Niederlage könnten sich die 46ers erlauben, wenn zeitgleich auch Konkurrent Nürnberg gegen Gotha verlieren sollte. Doch um auf Nummer sicher zu gehen, sollten DiLeo und Co. die zwei Punkte aus Bamberg mitnehmen.

Der 46ers-Kapitän warnt vor der Talentschmiede des BBL-Topclubs Brose Baskets: »Sie können befreit aufspielen.« Zwar geht es für die Baunacher um nichts mehr – weder eine Playoff-Qualifikation noch ein Abrutschen auf einen Abstiegsplatz stehen für die Franken zur Debatte –, doch im letzten Heimspiel der Saison werden sich die Youngster anständig von ihrem Publikum verabschieden wollen.

Auch Gießens Headcoach Denis Wucherer warnt vor den Franken: »Das macht sie so gefährlich, für sie geht es nur noch um einen netten Saisonabschluss – aber vielleicht denkt der ein oder andere Spieler, gerade von den Amerikanern, auch schon wieder an den Heimflug. Wir müssen dafür sorgen, dass die Jungs recht früh anfangen, darüber nachzudenken, was noch alles in die letzte Tasche gepackt werden muss und ob sie nicht über die 20-Kilo-Grenze für ihr Gepäck kommen.«

Und nicht wenige Teams mussten in dieser Spielzeit bereits Federn lassen, wenn sie in der altehrwürdigen »Blauen«, der Graf-Stauffenberg-Halle in Bamberg, antraten: Im Frankenderby konnte Nürnberg mit 74:70 besiegt werden, Hamburg unterlag zuletzt beim 87:82 ebenfalls Steffen Hamann, Leon Kratzer und Co. Und sogar Tabellenführer Baskets Würzburg konnte sich nur knapp mit 98:95 gegen Baunach durchsetzen – damals allerdings wegen des großen Zuschauerandrangs in der Brose-Arena, in der ansonsten die Bamberger Erstligabasketballer ihre Spiele austragen.

Während bei den 46ers außer dem für die Playoffs geschonten Besnik Bekteshi alle Spieler einsatzfähig sind, ist noch nicht sicher, welche Talente beim Gegner auflaufen werden: Durch das zeitgleiche Gastspiel der Brose Baskets in Ludwigsburg könnten Stützen der jungen Mannschaft wie Flügel Andreas Obst oder die Innenspieler Leon Kratzer und Johannes Thiemann eventuell beim Duell mit den 46ers fehlen. »Das gehört zu einer Kooperation nun einmal dazu«, zuckt Wucherer allerdings ungerührt mit den Schultern. Der Fokus liegt für Gießens Trainer dennoch ganz klar auf seiner eigenen Truppe. Als mutig dürfte derweil die Entscheidung der Baunacher Verantwortlichen, nach der Partie großzügig Freibier an die anwesenden Fans auszuschenken, gelten.

Denn wer den Gießener Anhang und seinen Durst kennt, weiß, dass zumindest an der Theke der Sieger des Duells schon vor der Partie feststeht – nicht umsonst wurde bei den Fans mit großer Belustigung registriert, dass die Academics Heidelberg vor einigen Wochen kurz vor der Abfahrt des Gießener Fanbusses eingestehen mussten, dass in der Halle kein Bier mehr aufzutreiben war.

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