46ers mit Williams, Jeffers und guten Erinnerungen

(lad) In der Hinrunde war es eines der überragenden Spiele der LTi Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga, als sie das zu diesem Zeitpunkt zur Ligaspitze gehörende Team der New Yorker Phantoms Braunschweig in deren Halle mit 96:93 n.V. schlugen. Dies war zudem auch der erste Gießener Auswärtssieg der Spielzeit. Am Samstag (20 Uhr) kommt es in der Osthalle zur Neuauflage dieser Begegnung und zum Wiedersehen mit dem deutschen Nationalspieler Heiko Schaffartzik, der in der Vorsaison noch für die 46ers die Fäden zog.

(lad) In der Hinrunde war es eines der überragenden Spiele der LTi Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga, als sie das zu diesem Zeitpunkt zur Ligaspitze gehörende Team der New Yorker Phantoms Braunschweig in deren Halle mit 96:93 n.V. schlugen. Dies war zudem auch der erste Gießener Auswärtssieg der Spielzeit. Am Samstag (20 Uhr) kommt es in der Osthalle zur Neuauflage dieser Begegnung und zum Wiedersehen mit dem deutschen Nationalspieler Heiko Schaffartzik, der in der Vorsaison noch für die 46ers die Fäden zog.

Und erneut kommt eine Braunschweiger Mannschaft in starker Verfassung. Damals hatte Gießen die Niedersachsen in eine tiefe Krise gestürzt, die mit sieben zu drei Siegen gestartet waren und ab dem Spiel gegen die 46ers acht ihrer neun folgenden Partien als Verlierer beendeten. Doch das Team von Headcoach Sebastian Machowski berappelte sich und fuhr zuletzt fünf Erfolge am Stück ein, wenn auch zugegebenermaßen "nur" gegen Mannschaften aus der unteren Hälfte der Tabelle. Entsprechend werden die Phantoms am Samstag alles daransetzen, es zu verhindern, erneut von den Mittelhessen in eine sportliche Krise gestürzt zu werden.

"Wir kennen Braunschweig sehr gut, kennen ihre Charakteristika und ihre Spielweise. Zunächst schauen wir aber auf uns: Ziel ist es, die gute Leistung aus dem Ludwigsburg-Spiel zu wiederholen und diesmal die Nachlässigkeiten zu vermeiden", erinnert Gießens Coach Vladi Bogojevic an den starken Kampf seines Teams in der Vorwoche, der allerdings nicht belohnt wurde. Sein Team hatte es verpasst, seine Chancen vor der Verlängerung zu nutzen, und hatte in der Zusatzzeit keine Kraft mehr, um die 90:98-Niederlage abzuwenden. Die Vorzeichen für die Wiederholung der starken Leistung Gießens stehen gut: Die in Ludwigsburg noch wegen Verletzungen pausierenden Leistungsträger Lorenzo Williams und Maurice Jeffers trainierten unter der Woche bereits wieder und werden beide gegen die Phantoms auflaufen. Zudem füllt Falko Theilig das Kontingent der jungen deutschen Spieler auf.

Gegen Braunschweig ist ein tiefer Kader auch vonnöten, denn der Gegner ist auf allen Positionen doppelt und dreifach besetzt. Gleich sieben Spieler punkten im zweistelligen Bereich, was die hohen Rotationsmöglichkeiten der Niedersachsen verdeutlicht. Topscorer ist der 2,08 Meter große deutsche Nationalspieler Yassin Idbihi, der im Schnitt 11,4 Punkte und 5,1 Rebounds erzielt und die Anspielstation Nummer eins bei den favorisierten Spielzügen über innen darstellt. Wenn der Pass nicht bei Idbihi landet, dann beim 2,09 Meter großen Amerikaner Jason Cain, der für 10,5 Punkte und 5,7 Rebounds pro Spiel verantwortlich zeichnet. Überhaupt rangieren die Phantoms trotz ihrer "nur" 13:11 Siege in beinahe allen Statistiken im vorderen Bereich der Liga, beispielsweise bei der Punktausbeute. Hier sind sie sowohl aus der Nahdistanz stark als auch bei den Dreiern. Für Letzteres sorgt der 26-jährige Amerikaner Michael Hicks. Der Shootingguard hat bei den Fernschüssen eine bärenstarke Quote von 51 Prozent und kommt auf durchschnittlich 10,5 Punkte. Auf derselben Position hat auch Brandon Thomas einen Schnitt von 10,3 Punkten. Auch die Aufbauposition ist mit dem ehemaligen Gießener Heiko Schaffartzik und dem Amerikaner Kevin Hamilton überdurchschnittlich stark besetzt.

Beide verteilen insgesamt pro Spiel zehn Vorlagen, womit sie ihr Team an die Spitze der Ligastatistiken in puncto Assists befördern. Zudem beweist Schaffartzik von der Freiwurflinie mit 82,1 Prozent Trefferquote sein gewohnt ruhiges Händchen, das seinen Anteil daran hat, dass Braunschweig auch in dieser Statistik top in der Liga ist. Zudem ist einer der Väter der jüngsten Erfolgsserie der neu verpflichtete Forward Marcus Goree, der in seinen bisherigen vier Spielen außer seinen durchschnittlich elf Punkten mit sechs Rebounds dafür sorgt, dass Braunschweig unter den Brettern - vor allem in der Defensive - eine Macht ist. Bei einem solchen Kader ist es daher relativ gut zu verschmerzen, dass der polnische Starting-Five-Spieler Tomasz Cielebak mit einer Herzmuskelentzündung für sechs Wochen ausfällt und bei den LTi 46ers entsprechend nicht spielen kann.

Doch in Anbetracht des wieder kompletten Kaders, der starken Leistung in Ludwigsburg und des Erfolges in der Hinrunde, glaubt Bogojevic an die Chance Gießens gegen die gut besetzten Braunschweiger: "Die Woche lief sehr gut für uns und wir haben konzentriert gearbeitet. Wir wollen als Sieger vom Parkett, um die anderen Teams aus der Abstiegsregion in Zugzwang zu bringen", ist die Zielsetzung der akut abstiegsbedrohten 46ers klar.

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