46ers-Niederlage bei der Heimpremiere

(mv) "Mich stört, dass wir uns am Ende haben ›auskämpfen‹ lassen", grummelte Vladimir Bogojevic, Headcoach der LTi Gießen 46ers, am Donnerstagabend nach der 60:68 (34:24)-Niederlage seiner Bundesliga-Basketballer im Test gegen die Chemnitz 99ers aus der ProA. Vor 620 Zuschauern in der Osthalle merkte man den Gastgebern zwei Tage nach dem Sieg in Frankfurt die schweren Beine einer harten Trainingswoche und das Fehlen des etatmäßigen Aufbauspielers an.

(mv) "Mich stört, dass wir uns am Ende haben ›auskämpfen‹ lassen", grummelte Vladimir Bogojevic, Headcoach der LTi Gießen 46ers, am Donnerstagabend nach der 60:68 (34:24)-Niederlage seiner Bundesliga-Basketballer im Test gegen die Chemnitz 99ers aus der ProA. Vor 620 Zuschauern in der Osthalle merkte man den Gastgebern zwei Tage nach dem Sieg in Frankfurt die schweren Beine einer harten Trainingswoche und das Fehlen des etatmäßigen Aufbauspielers an.

Nicht nur der noch zu verpflichtende Nachfolger von Walker Russel stand Bogojevic nicht zur Verfügung, auch Mathias Perl fehlte krankheitsbedingt gegen die Sachsen. So musste Viktor Jacovic die Verantwortung alleine schultern, was dem jungen Serben nur selten gelang. Auch Bogojevic gab nach der Partie zu: "Viktor muss noch seine Nervosität ablegen." Neben Jacovic übernahm auch Flügel Ryan Brooks wieder zeitweise den Spielaufbau, der US-Amerikaner machte aber vor allem durch sein Scoring von sich Reden: Mit einem schönen Sprungwurf aus der Mitteldistanz erzielte er nach fünf Minuten das 10:3 für die 46ers.

Nach der ersten Viertelpause (15:14) wechselte Bogojevic U16-Nationalspieler Dominique Lockhart ein, der nun als Pointguard agierte. Der Youngster zeigte gute Ansätze, hatte aber gegen den zweitligaerfahrenen Wirbelwind Achmadschah Zazai keinen leichten Stand. Auf den großen Positionen hatten die Gießener dagegen Vorteile, ob Mädrich per Turnaround-Jumper und Tip-In, die Übersicht von Elvir Ovcina oder die zuverlässigen Punkte von Zach Peacock, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Kevin Johnson ein echter "Wühler" unter den Körben ist, die lange Garde der Mittelhessen war in dieser Phase zuverlässig und hatte ihren Anteil an der 34:24-Führung zum Seitenwechsel.

Nach der Pause machten sich die Defizite Jacovics wieder bemerkbar: Zu häufig suchte er den spektakulären Pass hinter dem Rücken, anstatt ruhig und überlegt zu spielen.

Spektakulär auch der zweite Block der Partie von Anthony Smith: Auch wenn ihm die Aktion gegen Chemnitz’ Gary Johnson als Foul abgepfiffen wurde, blieben die beiden Defensivaktionen des Guards doch die einzigen Highlights im Spiel des US-Amerikaners, der nach 21 Punkten am Dienstag nur einen mageren Zähler an der Freiwurflinie für sich verbuchen konnte. Mehr schöne Aktionen kamen stattdessen von Ryan Brooks: Mit zwei Ballgewinnen und anschließenden Dunkings im Fastbreak zum 42:28 (23.) sorgte er für Applaus von den Rängen.

Im Schlussviertel starteten dann die Gäste aus Ostdeutschland stark, schafften binnen drei Minuten einen 10:1-Run, der Bogojevic zu einer Auszeit zwang. Wieder übernahm Brooks die Verantwortung, markierte trotz Hand im Gesicht beim Wurf den Ausgleich zum 56:56 (37.), doch am Ende erlaubten sich die Gießener zu viele Fehler in der Verteidigung, um die Partie für sich entscheiden zu können.

"Eigentlich war das Spiel ähnlich wie die Partie gegen Frankfurt, uns fehlt noch die Feinabstimmung. Einiges, was wir im Training schon gemacht haben, hat heute nicht geklappt, das ärgert mich. Es ist ärgerlich, dass uns das heute bei unserem ersten Test zu Hause passiert ist", kommentierte Bogojevic. Die magere Ausbeute von der Dreierlinie (null Treffer bei 14 Versuchen) ist für den Trainer noch kein Grund zur Besorgnis: "Da merkt man auch die schweren Beine."

Die nächste Chance, sich vor eigenem Publikum zu präsentieren, haben die Gießener beim SWG-Cup in Lich vom 10. bis 12. September. Dort soll dann auch der neue Aufbauspieler im 46ers-Dress auflaufen.

LTi Gießen 46ers: Smith (1), Freese (8), Mädrich (6), Schwartz (1), Ovcina (6), Jacovic (5), Brooks (19), Tapuskovic, Peacock (14), Lockhart.

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