LTi 46ers mit Litauer, aber ohne Ovcina und Zazai

(mv) Mit einem neuen Mann gehen die LTi Gießen 46ers in ihre Testspielpremiere vor eigenem Publikum am Mittwochabend (20 Uhr) gegen die BG Karlsruhe: Arnas Labuckas heißt der Litauer, der sich seit einer Woche im Tryout beim heimischen Basketball-Bundesligisten befindet. Der 25-jährige Powerforward spielte zuletzt in seiner Heimat für Rudupis.

"Er ist ein sehr mobiler, athletischer Spieler, der auch von außen werfen kann", beschreibt LTi-46ers-Cheftrainer Mathias Fischer das Spiel des aus Kaunas stammenden 2,06-Meter-Hünen. In der Baltikumsliga kam Labuckas zuletzt auf 11 Punkte und 4,7 Rebounds pro Spiel. 2007 nahm er für die U20-Nationalmannschaft Litauens an der Europameisterschaft teil. Nachdem er seine Profikarriere bei Sakalai Vilnius gestartet hatte, kam er über die Stationen VEF Riga und das russische Team Rjazan nach Girona, wo er in der zweiten spanischen Liga 6,6 Punkte pro Partie erzielen konnte. "Wir wollen sehen, wie er in einer Spielsituation ist", formuliert Fischer die Ansprüche an den neuen Mann für die Partie gegen die Karlsruher.

Gegen die Mannschaft von Ex-46ers-Publikumsliebling Rouven Roessler und Michael Stockton, den Sohn von NBA-Legende John Stockton, wird es kein Spaziergang: "Karlsruhe kann sicher überraschen. Sie haben einen Kader, der länger zusammen spielt, wir haben eine neue Mannschaft und wollen sehen, wie sie reagiert. Es ist ein erster, kleiner Test für uns", so Fischer, der bereits ankündigt: "Die Jungs sind müde. Wir haben die letzten zweieinhalb Wochen harte Konditionseinheiten hinter uns gebracht."

Dabei muss Fischer auch weiterhin auf die Dienste von Elvir Ovcina und Achmadschah Zazai verzichten: Während sich der quirlige Aufbauspieler noch immer mit den Auswirkungen seiner Fußverletzung aus der letzten Saison herumplagt ("Das Risiko wäre zu groß. Für ihn kommt das Spiel noch zu früh", so Fischer), hat Kapitän Ovcina Knieprobleme: "Das Knie ist leicht angeschwollen. Teamarzt Doktor Wolfgang Leutheuser sagt aber, es ist nichts Ernstes", beruhigt der Trainer all diejenigen, die sich mit Schrecken an den Ausfall von Leistungsträger Maurice Jeffers in der vergangenen Saison erinnern, dessen Knieprobleme sich im Saisonverlauf als Arthrose entpuppten.

Beim ersten Auftritt vor heimischem Publikum gibt Fischer eine Devise aus: "Defense, Defense, Defense – das ist das, was wir von den Jungs am Abend sehen wollen." Bereits am Wochenende geht es dann weiter, wenn die Gießener am Sonntag beim Aufsteiger Mitteldeutscher BC testen.

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