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In Bedrängnis: David Sann (r.) von der U16 der BA Gießen 46ers sucht eine Anspielstation und wird von dem Frankfurter Oskar Vincent Rose attackiert, sein Teamkollege Tristan Göbel (2. v. l.) spürt bereits Alex Novysedlak im Rücken. Gießens Coach Markus Krapp sieht bei der letztlichen 61:91-Niederlage seines Teams genau hin. Foto: Friedrich

46ers laufen hinterher

(jsg). Auch im zweiten Spiel der Hauptrunde gelang den U16-Basketballern der BA Gießen 46ers in der Jugend-Bundesliga nicht der erhoffte Sieg. Gegen den hessischen Rivalen Eintracht Frankfurt/Fraport Skyliners unterlag das Team von Marcus Krapp mit 61:91. Dabei gewannen die Gäste jedes Viertel mit fünf bis zehn Punkten Differenz.

Die Gießener mussten kurzfristig auf Noah Sann verzichten, der sich am Knie verletzte. Zusätzlich änderte Krapp seine Starting Five und brachte Dusan Nikolic aufs Parkett. Der Guard zahlte das Vertrauen zurück und führte seine Farben in der zweiten Minute mit fünf Punkten zur 7:3-Führung. Doch die Frankfurter wussten zu kontern: Zwölf Zähler in Folge erzielten Joshua Bonga und Enes Jugo im Alleingang. Dabei gingen der jüngere Bruder von NBA-Spieler Isaac Bonga und sein Teamkollege zehnmal an die Freiwurflinie. Gießens Pointguard Christopher Herget musste unterdessen mit drei Fouls auf der Bank Platz nehmen. Auch Topscorer Tristan Göbel hatte früh zwei Fouls auf dem Konto. Durch jeweils einen Dreier von Nikolic und Hanno Kotulla blieben die 46ers jedoch auf Tuchfühlung.

Auch im zweiten Durchgang waren die Frankfurter das aggressivere Team und zogen besser zum Korb. Der Druck in der Verteidigung fehlte auf der Gegenseite. So ging auch der zweite Abschnitt mit 15:22 verloren. Den 30:45-Halbzeitrückstand konnten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel nicht verringern, ließen die Skyliners aber auch nicht weiter davonziehen. Doch als sich binnen zwei Minuten erst Herget und dann Göbel ausfoulten, kippte das Spiel endgültig für die Mannschaft aus der Mainmetropole. Neun Punkte in Serie schraubten den Vorsprung auf 65:40. Da auch Frankfurt nun tiefer in der Rotation ging, vergrößerte sich die Punktedifferenz im Rest des Spiels nur noch gering. Bei den 46ers kam so auch U14-Spieler Till Heyne zu seinem ersten JBBL-Einsatz. Phillip Becker hielt mit seinen zehn Punkten im Schlussviertel das 61:91-Endergebnis noch im Rahmen.

Gießens Trainer Marcus Krapp zeigte sich nach der Partie nicht zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge: "Wir sind schon im ersten Viertel defensiv zu viel hinterhergelaufen und haben keinen Zugriff bekommen. Im dritten Viertel kam dann die hohe Foulbelastung zum Tragen und ein Spitzenteam wie Frankfurt bestraft das dann. Wir haben jetzt viele Baustellen fürs Training." Vor der Weihnachtspause gibt es nächsten Sonntag in Bonn die Chance auf den ersten Hauptrundensieg.

Gießen: Nikolic (16), Becker (10), Göbel (10), Sann (8), Graf (4), Herget (4), Kohl (4), Kotulla (3), Stöckel (2), Andrews, Heyne.

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