46ers-Geschäftsführer Michael Koch sieht den genehmigten eingeschränkten Trainingsbetrieb hinsichtlich der rigorosen Einschränkungen der Bevölkerung als ein falsches Signal. FOTO: FRIEDRICH
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46ers-Geschäftsführer Michael Koch sieht den genehmigten eingeschränkten Trainingsbetrieb hinsichtlich der rigorosen Einschränkungen der Bevölkerung als ein falsches Signal. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers

46ers-Geschäftsführer Koch: "Falsches Signal"

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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Die Gießen 46ers lehnen einen mittlerweile in vielen Regionen genehmigten eingeschränkten Trainingsbetrieb derzeit ab - wie weitere Mitglieder der Interessensgemeinschaft "Teamsport Hessen".

(bf/gae). Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Profisportmannschaften in Deutschland lehnt der mittelhessische Basketball-Bundesligist Gießen 46ers einen mittlerweile in vielen Regionen genehmigten eingeschränkten Trainingsbetrieb derzeit ab - wie weitere Mitglieder der Interessensgemeinschaft "Teamsport Hessen" (unter anderem der Handball-Bundesligist HSG Wetzlar, der Handball-Zweitligist TV Hüttenberg und der Rollstuhlbasketball-Erstligist RSV Lahn-Dill).

Dies bedeutet, dass die 46ers bis auf Weiteres den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts folgen werden und somit den Trainingsbetrieb noch nicht aufnehmen.

Die Gießen 46ers halten am bisherigen Vorgehen fest - nicht nur vor dem Hintergrund, dass die Basketball-Bundesliga ihr weiteres Vorgehen zunächst Ende April bespricht, sondern auch aufgrund der Tatsache, nicht ein falsches Signal an die breite Bevölkerung zu senden. Zudem sei bei einem Hallen-, Team- und Kontaktsport wie beim Basketball ein sinnvolles Training mit den entsprechenden Hygiene- und Sicherheitsauflagen kaum umsetzbar, so der Club. Die Fürsorgepflicht gegenüber Trainern, Spielern oder Staff könne nicht im vollen Umfang gewährleistet werden. Und dies können die 46ers als Club nicht verantworten - Gesundheit gehe vor sportliche Relevanz.

"Für uns steht weiterhin die Gesundheit unserer Spieler, Trainer und Betreuer an erster Stelle. Auch hinsichtlich der rigorosen Einschränkungen der Bevölkerung sehen wir es als falsches Signal, jetzt den Trainingsbetrieb anlaufen zu lassen", sagte Gießens Geschäftsführer Michael Koch.

Die Lahnstädter hatten als einer der ersten Basketball-Bundesliga--Clubs bereits Mitte März den kompletten Trainingsbetrieb eingestellt. Wegen der weiterhin mehr als angespannten Lage in der Corona-Krise werde der Verein "vorerst keine Trainingseinheiten absolvieren", so Koch weiter.

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