30 Minuten mitgehalten

  • VonMarc Steinert
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(mgs). 30 Minuten lang hat die HSG Lumdatal dem Meisterschaftsfavoriten SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim Paroli bieten können, 30 Minuten lang musste das Team von Marcel Köhler und Philipp Totev beim Tabellenführer allerdings bitteres Lehrgeld bezahlen. So kam das Tabellenschlusslicht nach einem mehr als respektablen 11:15-Pausenstand im Drittliga-Spiel in Staffel D am Samstagabend noch mit 16:

36 unter die Räder.

»In der ersten Halbzeit haben wir geduldig im Angriff gespielt und uns gute Chancen herausgearbeitet, zugleich aber auch gut über die zweite Welle agiert. Leider hatten wir in Hälfte zwei gar keinen Zugriff mehr in der Abwehr, zudem haben wir die Geduld im Angriff verloren. Dadurch haben wir viele Bälle weggeworfen und zahlreiche Gegenstöße kassiert. Mit den zweiten 30 Minuten können wir leider überhaupt nicht mehr zufrieden sein«, berichtete Totev, der für den nach wie vor erkrankten Köhler die Cheftrainer-Rolle übernommen hatte.

Die Lumdatalerinnen kamen gut in die Partie und zeigten wenig Respekt vor dem Primus. So beantworteten Hannah Schwabauer, Franziska Müller und Svenja Mohr drei Gegentreffer durch Linda Bach mit dem 3:3 nach sechs Minuten. Danach schien Mainz-Bretzenheim aber ernst zu machen, denn ein 5:0-Lauf binnen neun Minuten sorgte nach einer Viertelstunde für einen 3:8-Rückstand der Mittelhessinnen. Doch nachdem der Rückstand nach 24 Minuten auf 7:14 angewachsen war, bewies Lumdatal Moral und spielte in den Folgeminuten stark auf. Den Rheinhessinnen dürfte im Verlauf der Saison wohl noch kein 0:4-Lauf untergekommen sein, am Samstagabend war es aber so weit. Selina sauer verkürzte von der Siebenmeterlinie auf 11:14.

Doch der »Aufstand des Außenseiters« dürfte den Tabellenführer wohl eher angestachelt haben, der wie verwandelt aus der Kabine kam und mit der HSG nun kurzen Prozess machte. Binnen sieben Minuten war das Team der ehemaligen Weltklassespielerin und jetzigen Trainerin Ildiko Barna vom Pausen-15:11 auf 20:12, weitere sieben Minuten später bereits auf 25:14 davongezogen. Und zum Leidwesen der Lumdataler Damen ließ der Spitzenreiter nun trotz der klaren Führung nicht nach. Ein weiterer 8:1-Lauf sorgte nach 57 Minuten für das 33:15, nach Isa Gräblings Tor Sekunden vor dem Ende lagen dann erstmals 20 Tore zwischen den Kontrahentinnen.

Mainz-Bretzenheim: Wenselowski, Schlesinger (1) - Schmitt (5), Gangel (2), Quetsch (1), Schneiders (4), Bach (5), Helle (1), Gräbling (2), Mack (7/2), Stolle (4), Herrgen, Dankwardt (1), Dingeldein (2), Köhler (1). / Lumdatal: Schütz, Olemotz - Sauer (8), Schlapp, Franziska Müller (1), Schneider (2), Schwabauer (4), Hasenkamp, Madeleine Müller, Parma, Bulling, Smajek, Fuhrländer (1). / Schiedsrichterinnen: Falter/Feldmann (Birkenau). - Zu.: 170. - Zeitstr.: eine (Dankwardt) - zwei (Franziska Müller, Schwabauer) - Siebenmeter: 6/5 - 8/6.

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