Eishockey aktuell

2500 Zuschauer bei der Saison-Eröffnung

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(mn). Großes Hallo im Colonel-Knight-Stadion: Zum Wiedersehen der Eishockey-Familie nach fast fünfmonatiger Sommerpause konnte der EC Bad Nauheim am Sonntagnachmittag fast 2500 Zuschauer begrüßen. Allerdings: Ex-Trainer Petri Kujala und seine Bayreuth Tigers zeigten sich als Party-Crasher. Im dritten Spiel binnen 48 Stunden fehlten den Roten Teufeln gegen den Zweitliga-Konkurrenten bei der 1:2-Niederlage ab Mitte der Partie Kraft und Energie - wie eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Jesper Kokkila, der 20-jährige Finne, dessen Heim-Debüt wohl mit der größten Spannung erwartet worden war, traf im Powerplay zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich und krönte mit diesem Treffer seine sehr ordentliche Leistung.

Der Auftakt war noch vielversprechend gewesen: Bad Nauheim wollte, machte Dampf und übernahm die Kontrolle; blieb allerdings völlig uneffektiv. Brett Jaeger, der Schlussmann der Wagnerstädter, konnte weder beschäftigt noch ordentlich geprüft werden. Zwei Powerplay-Situationen verpufften, stattdessen verhinderte Felix Bick, der im Tor der Roten Teufel 60 Minuten durchspielte, gegen Tyler Gron einen Rückstand.

Während EC-Trainer Christof Kreutzer mit sieben Verteidigern und zwölf Stürmern rotierte, spielten die Gäste überwiegend mit drei Reihen; ein Wiedersehen gab’s mit Ex-Trainer Petri Kujala und Ex-Torwart Mikko Rämö an der Bande sowie Verteidiger Niklas Mannes und Stürmer Juuso Rajala auf dem Eis.

Bayreuth hatte durch Valentin Busch im zweiten Drittel die bis dato beste Möglichkeit zum Führungstor. Wieder war Bick zur Stelle. Auf der Gegenseite hatte Simon Gynp, 17-jähriger Förderlizenzspieler aus Köln, plötzlich die Führung auf dem Schläger, konnte seine Chance aber nicht nutzen. Bad Nauheim vergab anschließend vier Powerplay-Minuten. Offensiv - das wurde zunehmend deutlich - war viel Sand im Getriebe und reichlich Luft nach oben. In der 36. Minute fiel dann der erste Treffer der Partie - allerdings für Bayreuth. Ville Järvelainen traf im dritten Nachschuss nach einem Break, wobei die Roten Teufel in der Rückwärtsbewegung kurzzeitig die Ordnung verloren hatten. Drei Minuten später - im mittlerweile fünften Powerplay - fand Kokkila die Lücke und erzielte den Ausgleich, mit dem auch die Seiten gewechselt wurden.

Der Tank war nun leer. Bad Nauheim fuhr in den letzten 20 Minuten auf Reserve, stand hintendrin, schaffte kaum Entlastung. Bayreuth verlor erst Ivan Kolozvary und später Martin Davidek, die von Schläger beziehungsweise Puck am Jochbein beziehungsweise Kinn getroffen wurden und die Partie nicht fortsetzen konnten. Den einzigen Fehler des ansonsten unbekümmert aufspielenden Gynp nutzte Bayreuth drei Minuten vor Schluss durch Benjamin Kronawitter zum Siegtor. Als die letzten beiden Minuten bereits angekündigt waren, ließen Andreas Pauli und Noah Nijenhuis schließlich noch die Fäuste fliegen und wurden vorzeitig in die Kabine geschickt.

Turniersieg in Herne

Der EC Bad Nauheim hatte am Samstag das Eishockey-Turnier des Herner EV gewonnen. Im Zweitliga-Finale gegen die Eispiraten Crimmitschau konnten sich die Roten Teufel mit 5:4 (3:0, 0:3, 2:1) durchsetzen. In der Eishalle am Gysenberg in Herne nahm Marc El-Sayed die Trophäe als Kapitän der Hessen entgegen. Neuzugang Tyler Fiddler hatte 17 Sekunden vor Schluss im Powerplay den Siegtreffer erzielt. Den dritten Platz hatte sich zuvor Zweitligist Kassel Huskies durch einen Erfolg gegen den gastgebenden Oberligisten Herne gesichert.

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