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Die Reise nach Grünberg hat sich für Bender-Open-Sieger Charly Zick (Luitpoldpark München) gelohnt.

Tennis

2000 Euro gehen nach München

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"Es war meines Erachtens das qualitativ beste Feld, das wir je bei den Bender Open hatten", sagte Turnierleiter Andreas Lenz, wenngleich dem Turnier des TC Grünberg ein lokales Zugpferd fehlte.

(cso). Der Sieger der mit 5000 Euro dotierten Veranstaltung am Jakobsberg kam mit Charly Zick von Grün-Weiß Luitpold München. Der Grünberger Tennisprofi Julian Lenz, schon dreimal Gewinner des Wettbewerbs, schlug in der vergangenen Woche beim Challenger in Augsburg auf, schaffte es bis ins Halbfinale und konnte deswegen beim Event seines Heimatvereins nicht mit von der Partie sein. Er sah das Endspiel nach seiner Rückkehr nur noch als Zuschauer.

So kassierte der an Position sieben gesetzte Münchner Zick die 2000 Euro Siegprämie. Im Finale schlug er den ungesetzten Benedikt Henning (TEC Darmstadt) mit 6:7, 7:6 und 6:0. Das Endspiel wurde von einem Stuhlschiedsrichter des HTV geleitet. Die Jungs und Mädchen des vereinseigenen Nachwuchses fungierten als Ballkinder.

Im dritten Satz fehlten dem Südhessen Henning ein wenig die Kräfte. Nicht überraschend, da er der Einzige der beiden Finalisten war, der sich im Halbfinale sportlich qualifizieren musste, während Zick kampflos (gegen Luca Gelhardt/Tennispark Versmold) das Endspiel erreichte. Henning bezwang in der Vorschlussrunde derweil den an Nummer eins gesetzten Ivo Klec, den wohl auffälligsten Spieler im Turnier.

Hessler und Müller früh raus

Der 38-jährige Slowake steht in der deutschen Rangliste auf Platz 56 und hat bereits Erfahrungen bei allen Grand-Slam-Turnieren gesammelt. Er scheiterte in Grünberg hauptsächlich an seinem Temperament. Vor allem im Halbfinale flog mehrfach der Schläger und Kommentare (auch gegenüber Henning) begleiteten verlorene Ballwechsel, sodass Oberschiedsrichter Peter Zimmermann eine Verwarnung aussprechen musste.

Klec führte in der Setzliste ein sehr vorzeigbares Feld von DTB-gelisteten Akteuren an (beinahe ausnahmslos Leistungsklasse 1). Der TC Grünberg hatte die Meldung heuer erstmals öffentlich einsehbar gestaltet. Wie Andreas Lenz zu verstehen gab, habe diese Qualität in der Breite kurz vor Meldeschluss doch "den einen oder anderen Spieler der Leistungsklassen 3 aufwärts abgeschreckt". So musste auch nur eine Qualifikationsrunde gespielt werden, und die ersten Bälle flogen erst am Freitag übers Netz - anstatt wie geplant am Donnerstag.

Für die heimischen Akteure war früh Schluss: Der Atzenhainer Philipp Hessler, ehemals beim TC Grünberg, seit diesem Jahr aber im Verbandsliga-Kader des TC RW Gießen, schied in Runde eins gegen den Aschaffenburger Filip Krolo in zwei Sätzen aus, nachdem er sich in der Quali kampflos durchgesetzt hatte. Marc-Rene Müller vom TC Grünberg hatte eine Wildcard für das Hauptfeld, kam gegen den an Nummer acht gesetzten Lars Johann (DJK Sulzbachtal) in zwei Sätzen aber nicht über fünf Spielgewinne hinaus. Für Benedikt Vogeltanz vom Licher TC RW war dagegen schon in der Qualifikation Schluss. Er unterlag Joshua Fritz (Geroksruhe) mit 4:6, 6:7.

Nicht so ganz in die Karten gespielt hatten dem TC Grünberg nach Auffassung von Andreas Lenz die parallel stattfinden Turniere in Wetzlar und Langen, wobei für die Veranstalter bei der Terminplanung jeweils Vorgaben der Verbände einzuhalten sind.

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