Spielt wieder für den VfB 1900 Gießen: Nino Binz. (Foto: fro)
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Spielt wieder für den VfB 1900 Gießen: Nino Binz. (Foto: fro)

VfB 1900 Gießen: Es zählt nur der Ligaerhalt

Nach den Abstiegen der SG Kinzenbach und der TSG Wieseck wird die Region in der Fußball-Verbandsliga Mitte nur noch durch den VfB 1900 Gießen und den SC Waldgirmes vertreten. Die Vorzeichen der beiden Traditionsvereine könnten unterschiedlicher nicht sein.

Während der VfB 1900 nach einem Totalumbruch das Ziel "Klassenerhalt" ausgerufen hat, geht der auf Kontinuität bauende SCW als einer der Favoriten auf den Hessenliga-Aufstieg ins Rennen.

Dass beim VfB 1900 in der Saison 2016/17 kleinere Brötchen gebacken werden, war spätestens nach der Mitgliederversammlung im Dezember 2015 klar. Die Elf, die trotz aller finanziellen Probleme bis zum Ende der vergangenen Spielzeit sportlich an die Tür zur Hessenliga angeklopft hatte, hat sich in alle Winde zerstreut. Auch Trainer Daniyel Bulut beendete nach einjährigem Gastspiel sein Engagement beim VfB 1900. Mit Ausnahme von Andreas Proske haben sich alle Spieler der ersten und zweiten Mannschaft abgemeldet. Die Vereine in Fernwald, Kinzenbach, Wieseck, Marburg, Wetzlar, Bauerbach und Waldsolms waren dankbare Abnehmer. Die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Torsten Ortloff sowie den neuen VfB-1900-Trainer Said Rahmani waren indes nicht untätig, und haben nichts unversucht gelassen, trotz des deutlich geringeren Budgets eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Mit Nino Binz, Andrew Iyasere, Maximilian Ott und Mickael Abraham verpflichtete man Akteure, die früher schon für den VfB 1900 aktiv waren.

Mit Sascha Lorenz und Marius Reif konnten zudem zwei Studenten verpflichtet werden, die ins finanzielle Raster passen. "Das neue Team muss sich in der Vorbereitung herauskristallisieren. Uns steht nach dem Umbruch eine harte Saison bevor. Unser Ziel ist es, über dem Strich zu bleiben. Alles andere als der Klassenerhalt wäre eine Illusion", ist sich Torsten Ortloff, Sportlicher Leiter beim VfB 1900, der Mammutaufgabe bewusst.

Beim SC Waldgirmes geht der Blick dagegen nach oben. Die Rückkehr in die Hessenliga ist das erklärte Ziel. "Wir wollen um die beiden ersten Plätze ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Wir müssen von Beginn an hart arbeiten, denn wir wissen noch nicht, was sich personell im Frankfurter Raum alles getan hat. Nach unseren Informationen sollen sich der FV Biebrich 02 und Aufsteiger SV Zeilsheim gehörig verstärkt haben", sagt Björn Velten. Der Sportvorstand der Lahnauer freut sich, dass die gute Jugendarbeit weiter Früchte trägt. So stoßen aus der eigenen Jugend acht Spieler zum Kader der Elf von SC-Trainer Peter Bätzel hinzu.

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