VfB 1900 Gießen II steigt trotz Niederlage auf

(cso) Eine der schönsten Niederlagen erlebten die Basketballer des VfB 1900 Gießen II am Sonntag beim AFC Baunatal. Durch das knappe 89:92 sicherten sich die Lahnstädter den besseren direkten Vergleich, da das Hinrundenspiel mit sieben Punkten Differenz gewonnen wurde. Somit steht die Pointers-Reserve als Meister der Landesliga Nord und Aufsteiger der Oberliga fest.

Im Derby zwischen dem TSV Krofdorf-Gleiberg und dem TSV Lang-Göns behielten die Gäste mit 56:51 die Oberhand. Ein verhältnismäßig versöhnliches Saisonende erlebte auch Absteiger TSV Grünberg II, der sich mit einem 76:63-Sieg in Hünfeld verabschiedete. Der TV Lich III indes verlor seine letzte Partie in Vellmar kampflos, da wegen Personalnot auf die Fahrt ins Nordhessische verzichtet wurde.

AFC Baunatal - VfB 1900 Gießen II 92:89 (46:48): Mit elf Akteuren war die "Zweite" des VfB nach Baunatal gefahren, um das "Endspiel" um den direkten Aufstieg in Hessens höchste Spielklasse zu bestreiten. Allerdings war den Lahnstädtern die Nervosität anzumerken. "Wir haben nicht so gut gespielt wie wir eigentlich spielen können", sagte Minas Adis, der in Abwesenheit von Coach Patrick Unger auch am Sonntag wieder in die Doppelrolle des Teambetreuers und Spielers schlüpfte. Die gut gefüllte Halle in Baunatal trug ihren Teil zum nervösen Gießener Beginn bei. Laut Adis produzierte der neue Meister etwa 30 Ballverluste in dieser Begegnung. Außerdem knickte Marc Johnson beim Aufwärmen um und konnte über die Partie hinweg nur fünf Minuten lang eingesetzt werden. "Das haben wir unter den Körben schon zu spüren bekommen.

Die haben einiges an Offensivrebounds geholt", beteuerte Adis. Dennoch gelang es den Gästen, das Spiel durchgehend ausgeglichen zu gestalten. Grund dafür, dass die Baunataler sich zu keiner Zeit absetzen konnten, war auch die in der zweiten Halbzeit eingestreute Ganzfeldpresse der Lahnstädter, mit der der AFC seine Mühe hatte. Am Ende reichte es für die Nordhessen nur zu einem knappen 92:89-Erfolg, der für den VfB 1900 II die Meisterschaft bedeutete.

VfB 1900 Gießen II: Adis (3), D’Amico, D. Johnson (15), M. Johnson (2), Karsten (21), Lilleväli, Marck (17), Mehari, Pflüger (11), Reitschmidt (14), Zaidoulidi (6).

TSV Krofdorf-Gleiberg - TSV Lang-Göns 51:56 (22:33): Mit 15 Punkten Differenz hätte der TSV Lang-Göns gegen den TSV Krofdorf-Gleiberg gewinnen müssen, um im Ranking noch an diesem vorbeizuziehen. Im ersten Viertel war es die Langgönser Verteidigung, die dem Gastgeber Kopfzerbrechen bereitete. Daraus resultierten nur drei Krofdorfer Punkte in zehn Minuten! Nach dem 3:13 (10.) sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes zweites Quarter. Krofdorf fand durch Klaus Wallenhauer zurück ins Spiel (12:17/13.

). Da aber ansonsten im Angriff nicht viel zusammen lief, lagen die Gäste zur Pause wieder zweistellig in Front. Auch der Beginn des dritten Abschnitts gehörte Langgöns. Erst nach weiteren acht Minuten stellte Krofdorf in der Verteidigung um. Durch etliche Fastbreaks kam die Mannschaft von Trainer Michael Müller wieder auf 35:40 heran (30.). Im Schlussviertel verkürzte Krofdorf den Abstand auf bis zu einem Zähler, konnte aber nie ausgleichen. "Der Knackpunkt war die Langgönser Zone, mit der wir nicht klar gekommen sind", resümierte Müller. Sein Team belegte in der Endtabelle Platz fünf, Langgöns wurde Sechster.

TSV Krofdorf-Gleiberg: Balis, Freitag (13/2), Mandler (13/3), Mühlheim, Müller (3/1), Schalch (3), Jonas Niclas Schmidt (2), Moritz Schmidt (2), Thom, Wallenhauer (15). - TSV Lang-Göns: Rejditsch (21), Sercer (11/1), Kane (8/2), Weisbrod (8/1), Zeller (5/1), Ludwig (2), Kasseckert (1), Holthaus, Kahle, Langsdorf.

SV Hünfeld - TSV Grünberg II 63:76 (33:36): Den Spielbeginn verschliefen die Gäste komplett und ließen Hünfeld auf 8:0 davonziehen. Bis zum Viertelende kam die Truppe von Manuel Jung jedoch wieder auf 12:13 heran, um sich im zweiten Quarter dann erstmals die Führung zu sichern. Mit der Zone des SVH kam der TSV gut zurecht, ließ den Ball laufen und traf gut von außen. Zwar gehörte der Beginn der zweiten Hälfte erneut den Osthessen, doch die Gallusstädter antwortete in der Defensive ihrerseits mit einer Zone und stellten kurzzeitig auf eine Presse um. "Im dritten Viertel fiel dann die Vorentscheidung. Da sind wir auf zehn Punkte weggezogen und haben die Moral der Hünfelder gebrochen", berichtete Jung. Im Schlussabschnitt plätscherte die Begegnung nur noch vor sich hin.

TSV Grünberg II: Fickar (2), Herdejost (12/2), Hub (16/1), Christopher Junker (4), Sebastian Junker (13/3), Schnecko, Songi (8), Theiss (2), Willumat (19/3).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare