Der Gießener Daniel Erben (l.) ist vor dem Dorndorfer Jung-Hun Kim am Ball. (Foto: fro)
+
Der Gießener Daniel Erben (l.) ist vor dem Dorndorfer Jung-Hun Kim am Ball. (Foto: fro)

VfB 1900 Gießen: Effektive Chancenverwertung

(fro) Der VfB 1900 Gießen bleibt nach seinem 3:1-Erfolg über den FC Dorndorf weiterhin im Rennen um den Kampf um einen der beiden ersten Tabellenplätze der Verbandsliga Mitte.

Am nächsten Samstag wird die Elf von Trainer Daniyel Bulut im Spitzenspiel bei Tabellenführer Viktoria Kelsterbach vorstellig. Den Platz an der Sonne konnten Spielführer Dusan Olujic und Co. nach der Samstagpartie für 24 Stunden genießen, ehe die beiden besser platzierten Konkurrenten Viktoria Kelsterbach und FC Ederbergland am Sonntag mit Siegen nachzogen, so dass der VfB 1900 wieder auf Platz drei rutschte.

Nach dem drei Tage zuvor in der Verlängerung mit 2:3 gegen die SG Kinzenbach verlorenen Halbfinale im SWG-Kreispokal hatte Daniyel Bulut durchaus Bedenken, dass seine Elf gegen die spielstarke FC-Elf bestehen würde können. Zusätzlich zu den beiden verletzten Viktor Riske und Andreas Proske meldete sich am Morgen Jean-Claude Günther mit einem Magen-Darm-Infekt ab, so dass sich die taktischen Alternativen für den VfB-1900-Trainer in Grenzen hielten. Die Hausherren präsentierten sich aller Skepsis zum Trotz von Beginn an hochkonzentriert und schossen in der ersten halben Stunde einen beruhigenden 3:0-Vorsprung heraus. Augenfällig dabei war, dass alle drei Torschützen eigentlich zu den Defensivakteuren der Bulut-Elf zählen und es ihren Kollegen im Angriff diesmal vormachten.

Die Abwehrspieler treffen

Den Auftakt für den dreifachen Torjubel machte Kevin Kaguah, der einen Rückpass des sich bis zur Grundlinie durchgetankten Kouami Edem D’Almeida aus 14 Metern zum 1:0 ins rechte Eck donnerte (9.). Kurz darauf fand ein scharf getretener Freistoß von Hendrik Dechert den Kopf von Maximilian Oberschelp, der zum 2:0 einnickte (13.). Nach einem Querpass von D’Almeida hätte Kristian Gaudermann, der aus kurzer Distanz an FC-Keeper Niklas Kremer scheiterte, bereits auf 3:0 stellen müssen (20.). Dies besorgte Volkan Vural, der nach einem von Kremer zu kurz abgewehrten Freese-Kopfball zum dritten Mal traf (27.). Im Gefühl des klaren Vorsprungs schlichen sich gegen Ende der ersten Halbzeit erste Konzentrationsschwächen beim VfB 1900 ein, die Daniyel Bulut an der Seitenlinie in Rage brachten. "Wir haben zu einfache Ballverluste", bemerkte der 35-Jährige treffend. Als David Röhrig Daniel Erben düpierte, wurden die Befürchtungen des VfB-1900-Trainers bestätigt. Beim Schuss des FC-Torjägers aus spitzem Winkel machte Torwart Dusan Olujic keine gute Figur und ließ das Leder zum 1:3 über die Linie trudeln (36.

). Kurz darauf setzte Röhrig den Ball nach einer Flanke von Christian Groß per Kopfball knapp neben das Tor.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit versäumten es die Bulut-Elf, den Sack zuzumachen. D’Almeida spielte Manuel Groß aus, setzte seinen Torschuss aber über die Latte (53.). Hendrik Dechert verfehlte das FC-Gehäuse mit einem Distanzschuss denkbar knapp (56.). In der Folgezeit machten sich die 120 Pokalminuten bei den Hausherren bemerkbar. Die Kräfte begannen zu schwinden – und man konnte froh sein, dass der FC nicht zum Anschlusstreffer kam. Die Innenverteidiger Kevin Kaguah und Daniel Erben hatten FC-Torjäger David Röhrig weitgehend im Griff, während Julian Bender und Hendrik Dechert den über die linke Seite kommenden FC-Spielmacher Jung-Hun Kim den Zahn zogen. Auf der rechten Seite konnte Moritz Steul für die Gäste zu wenig Kapital aus den Schwächephasen von Mirko Freese und Maximilian Oberschelp schlagen, die aus zahlreichen Zweikämpfen nur als zweiter Sieger hervorgingen. Als Röhrig Oberschelp düpierte, konnte Olujic den mit dem schwächeren rechten Fuß des FC-Goalgetters abgegebenen Schuss sicher aufnehmen (66.

). In der Schlussphase sorgte der für Brian Mukasa gekommene Robin Traut mit einem Flatterball aus 25 Metern für Gefahr (76.). Nach einem Freistoß von Hendrik Dechert lenkte FC-Keeper Kremer einen Kopfball von Kaguah mit den Fingerspitzen über die Latte (78.). Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Volker Höpp die faire Auseinandersetzung ab.

"Gott sei Dank haben wir die ersten Chancen gleich verwertet. Dies waren schwer erkämpfte Punkte. Wir wollten oben dranbleiben und haben uns nun das Topspiel in Kelsterbach verdient", sagte Bulut erleichtert.

VfB 1900 Gießen: Olujic; Bender, Kaguah, Erben, Oberschelp, Vural, Dechert (ab 91. Rumpf), Gaudermann, Freese, Mukasa (ab 67. Traut), D’Almeida.

FC Dorndorf: Kremer; Schneider (ab 67. Blaum), Manuel Groß, Mansur, Neugebauer, Christian Groß, Kröner, Horz, Steul, Kim, Röhrig.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Höpp (Ranstadt) – Zuschauer: 100. – Torfolge: 1:0 (9.) Kaguah, 2:0 (13.) Oberschelp, 3:0 (27.) Vural, 3:1 (36.) Röhrig. – Gelbe Karten: Bender, Gaudermann – Christian Groß.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare