Partnerschaft besiegelt zwischen dem VfB 1900 Gießen und dem Gießener Baumarkt Bauhaus: U11-Trainer Achim Cech (v. l.), U19-Trainer Rainer Zimmermann, Fußball-Abteilungsleiter Achim Stabel, Bauhaus-Geschäftsleiter Alexander Kosinzew und Steffen Purdak (Kassierer Jugendförderverein) freuen sich über die Zusammenarbeit.	(Foto: Herteux)
+
Partnerschaft besiegelt zwischen dem VfB 1900 Gießen und dem Gießener Baumarkt Bauhaus: U11-Trainer Achim Cech (v. l.), U19-Trainer Rainer Zimmermann, Fußball-Abteilungsleiter Achim Stabel, Bauhaus-Geschäftsleiter Alexander Kosinzew und Steffen Purdak (Kassierer Jugendförderverein) freuen sich über die Zusammenarbeit. (Foto: Herteux)

VfB 1900 baut an der Zukunft

(htr) Im Nachwuchsförderzentrum des VfB 1900 Gießen soll vor allem die menschliche Komponente nicht zu kurz kommen. Das betont Jugendfußball-Koordinator Robert Maijcen. Ein neuer Hauptsponsor sorgt dafür, dass finanziell vieles leichter fällt.

Wenigstens über drei, eher über fünf Jahre soll die neue Partnerschaft zwischen dem Gießener Baumarkt Bauhaus als Hauptsponsor und dem VfB 1900 Gießen mit seinem Fußball-Nachwuchsförderzentrum laufen. »Unser Grundsatzkonzept geht dahin, den Fußball zu unterstützen. Vor Ort haben wir dann einen Verein gesucht, der Tradition mitbringt und bei dem auch ein gewisser Bedarf besteht«, ließ sich Bauhaus-Geschäftsleiter Alexander Kosinzew zudem entlocken, dass es sich um einen »fünfstelligen Betrag« handelt, mit dem der VfB 1900 Gießen ab sofort unterstützt werden wird. Wichtig ist Kosinzew dabei zu betonen, dass das Sponsoring der Jugendabteilung bis hoch zur U19 zugutekommen soll.

Bedarf besteht beim VfB 1900 Gießen. Ob an Trikots oder Spielgeräten, aber auch ein Renovierungsstau ist unverkennbar am, im und rund um das Waldstadion. Unter anderem will Bauhaus auch auf andere Vereine zugehen und wie beim VfB 1900 für die Plus Card werben. Nach zwölf Monaten werden zehn Prozent des Geldes, das für Bauhaus-Produkte bezahlt werden, rückvergütet. Die gesamte Einkaufssumme muss innerhalb dieser Zeitspanne allerdings mindestens 5000 Euro betragen. Das sollte gelingen, denn zu renovieren gibt es einiges.

Das Nachwuchsförderzentrum des VfB 1900 Gießen, das zwischen 230 und 250 Kinder und Jugendliche umfasst, hat sich »als primäres Ziel eine gute Ausbildung der Kinder und Jugendlichen gesetzt«, wie Jugendfußball-Koordinator Robert Majcen betont. »Wir möchten im technischen, koordinativen und taktischen Bereich ausbilden, allerdings dabei die menschliche Komponente nicht außer Acht lassen«, wie Majcen weiter ausführte. An erster Stelle stehe dabei, den Spaß am Fußball zu vermitteln und den Kindern, erst recht jenen mit Migrationshintergrund, eine Heimat zu geben. Und dafür komme das Engagement von Bauhaus gerade recht, denn dadurch »haben wir viel mehr Möglichkeiten, zum Beispiel so einfache Dinge wie Hütchen und Bälle oder auch Trikots zu kaufen«.

Jugendleiter Harry Pfeiffer betonte, dass die Gießener mit ihrem Nachwuchsförderzentrum generell zur fußballerischen Weiterentwicklung beitragen wollen. Auch deshalb werde die zweite Mannschaft des VfB 1900 in der kommenden Saison als eine U23-Mannschaft in der Kreisliga A Gießen an den Start gehen. Damit sollen Spieler, die aus den Jugendteams herauswachsen, weiter an den Verein gebunden werden.

So ist pro Woche ein gemeinsames Training mit dem Verbandsligateam vorgesehen. Wie auch Majcen betonte, werde natürlich mit zunehmendem Alter verstärkt auf die Leistung geschaut.

Und so habe der VfB 1900 auch keine Probleme damit, in der Spitze immer wieder mal Spieler abgeben zu müssen wie aktuell Philipp Basmaci, der in der neuen Saison ins Fußballleistungszentrum des FSV Mainz 05 wechseln wird. Aber gerne möchte man auch einen Teil der heutigen Jugendspieler speziell für den Seniorenbereich und allgemein langfristig für den Verein gewinnen.

Vom Nachwuchsförderzentrum hin zum Nachwuchsleistungszentrum ist es ein extrem weiter Weg. Dazu müssten auch die Rahmenbedingungen stimmen, und Zentrum steht dabei synonym für ein modernes Gebäude und ein funktionales Drumherum. Dies allerdings sei freilich nicht mehr als ein Wunsch, kein konkret anzugehendes Ziel. Dazu, so unisono Majcen und Pfeiffer, bedarf es schon eines potenten Gönners. »Und den haben wir leider nicht.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare