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Der MTV 1846 Gießen vor der Saison (hinten, v. l.): Jens Störeberg, Julian Heep, Tobias Winter, Noah Hannay, Luca Gysbers, Niklas Leidich, Michel Winter, Maximilian Ott, Marvin Dannewitz, Co-Trainer Bernd Gagstatter; (vorne, v. l.): Maximilian Enners, David Böhm, Michael Delle, Tim Diz, Tobias Seilberger, Jan Hendrik Appel, Cuma Kahya, Phillip Müller, Luca Dreyer. Es fehlt: Trainer Patrick Loeper.

Vor der Saison

MTV 1846 Gießen: Loeper sieht noch zu viel Larifari

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Am Heegstrauchweg blühen die Träume vom frühen Klassenerhalt. Am Kader des Gruppenligisten ändert sich nicht viel. Im Umfeld der Loeper-Elf hat sich in den letzten Jahren aber einiges getan.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hatte sich der MTV 1846 Gießen in der Vorsaison in der Gruppenliga akklimatisiert und den Klassenerhalt mit einer starken Serie nach der Winterpause, bei der man sich beim Punkteniveau auf der gleichen Ebene wie der Tabellenvierte TSV Steinbach II bewegt hatte, in trockene Tücher gepackt. In der kommenden Spielzeit möchte sich die Elf von Trainer Patrick Loeper frühzeitig aus dem Abstiegskampf heraushalten.

Die aktuelle Situation:"Wir hatten zwar im Training die Hütte voll, mussten aber mit vielen Spielerabsagen bei den Vorbereitungsspielen kämpfen. Daher war kein richtiger Test möglich, sodass wir derzeit nicht wissen, wo wir konkret stehen. Den Jungs fehlt noch die richtige Spannung und es wird mir so kurz vor dem Saisonstart noch zu viel Larifari gemacht", berichtet Loeper.

Kommen/Gehen:Mit Mahir Marankoz haben die Männerturner ihren Top-Torjäger an die SG Birklar abgeben müssen. Im Gegenzug kam Lucas Vogler von der SG an den Heegstrauchweg und soll die zuletzt sensible Position in der Innenverteidigung verstärken. Luca Dreyer von der SG Trohe/Alten-Buseck und Adnan El Homrani vom VfB Marburg haben spielerische Qualität und sollen neue Impulse für die Offensive geben.

Stärken/Schwächen:"Wir betreiben ein kräfteaufreibendes Spiel, für das die Fitness der Spieler der Schlüssel zum Erfolg ist. Ich bin mit der Trainingsbeteiligung zufrieden. Meine Elf hat eine gute Gruppendynamik, die uns sicher den einen oder anderen Punkt bringen wird. Die Jungs sind ein eingeschworener Haufen, der mit Leidenschaft und Willensstärke agiert. Wir pressen gut und besitzen ein gutes Umschaltspiel. Allerdings sind wir keine Mannschaft, die Fußball zelebriert. Wir müssen daran arbeiten, uns unter Druck spielerisch besser befreien zu können", sagt Loeper.

Umfeld/Trainer:"Das Umfeld ist seit Beginn meiner Tätigkeit beim MTV 1846 langsam, aber stetig gewachsen. Mit Bernd Gagstatter als Co-Trainer und Ralf Diehl als Torwarttrainer habe ich eine gute Unterstützung. Zudem findet ein reger Austausch mit Amin Rahmani und Thomas Heinrich (Trainer zweite bzw. dritte Mannschaft) statt. Mittlerweile hat sich ein Team, das für die Akquise von Sponsoren zuständig ist, gebildet. Zudem haben wir eine Anlaufstelle für die Physio-Behandlung der Spieler, was die Vermeidung von und die Regeneration bei Verletzungen positiv beeinflussen wird", berichtet Loeper. Seine eigene Person sieht der MTV-1846-Trainer lieber im Hintergrund. "Der Kader ist das wichtigste Element einer erfolgreichen Mannschaft. Meine Aufgabe ist es, aus den Gegebenheiten das Bestmögliche herauszuholen. Ich bin kein Pep Guardiola der Amateurliga, sondern muss meine Taktik an die Möglichkeiten des eigenen Teams und den Gegebenheiten in der Liga anpassen. Hier gilt es, die PS der Spieler bestmöglich auf den Platz zu bringen", so Loeper.

Prognose:Die Elf von Patrick Loeper ist von dem vorhandenen Spielermaterial abhängig und muss sich aufgrund der vielen Studenten im Team immer wieder wechselnden personellen Gegebenheiten anpassen. "Wenn die Spieler konzentriert mitziehen, sollte ein einstelliger Tabellenplatz möglich sein. Hierzu müssen die Spieler bereit sein, ihr Potenzial in jedem Spiel über 90 Minuten abrufen. Da die letzte Saison vom Kopf her sehr energieraubend war, wünsche ich mir, dass wir so früh wie möglich in ruhiges Fahrwasser gelangen werden", so Loeper.

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