Rudern

1300 Meldungen: Rekord für Gießener Pfingstregatta

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(pr). "Wir werden wohl die Lahn verbreitern müssen", meinte Hartmut Sorg, Vorsitzender des Regattavereins Gießen, mit einem Augenzwinkern. Die nunmehr 107. Gießener Pfingstregatta erzielte einen Melderekord. Fast 1300 Meldungen von mehr als 100 Vereinen und Renngemeinschaften sind bis zum Meldeschluss eingegangen. Am Pfingstwochenende vom 8. bis 10. Juni werden auf der Lahn in etwa 500 Rennläufen wieder mehr als 2400 Ruderer aus ganz Deutschland um Bestzeiten, Platzierungen und die traditionsreichen Herausforderungs- und Wanderpreise wetteifern. Mit einer Schweizer Teilnehmerin aus Zürich ist die Gießener Pfingstregatta dieses Jahr wieder "international" besetzt.

"Wir freuen uns über das sehr gute Meldeergebnis, vor allem auch in der Altersklasse von 15 bis 18 Jahren", gibt Regattaleiter Norbert Bach zu Protokoll. "Die Gießener Pfingstregatta ist und bleibt eine Arena für den Rudernachwuchs, um erste Wettkampferfahrungen zu sammeln und sich im regionalen Wettbewerb zu beweisen." In diesem Jahr sind aber auch die Felder in den offenen Leistungsklassen mit aktuellen und ehemaligen Nationalmannschaftsruderern gut besetzt. Nicht zuletzt der Gießener Vize-Weltmeister im Männereiner der Altersklasse U23, Marc Weber sowie der Weltmeister von 2014 im Leichtgewichtsachter, Sven Kessler, sind mit von der Partie.

Wie in jedem Jahr ist einer der Höhepunkte des langen Wochenendes der Sprintcup der Sparkasse Gießen. Am Pfingstsonntag gehen die Männer-Achter an den Start. Am Pfingstmontag werden die Sprintcups der Frauen- und der Männervierer ausgetragen. In den Sprintrennen können die Zuschauer vom Start bis ins Ziel nahezu den gesamten Rennverlauf verfolgen. Den siegreichen Mannschaften im Sprintcup der Sparkasse Gießen winken Geldpreise, sodass hier alle Vereine ihre besten Ruderer an den Start bringen dürften.

Die Vorfreude bei den Aktiven ist groß, erstmalig werden gleich drei Mannschaften der Ruder-Bundesliga in Gießen erwartet: Teammitglieder des Gießener "Sparkassen-Achters", des "Domstadt-Achters" Wetzlar/Limburg und des Frankfurter "Germania-Achters" messen in Achter- bzw. Vierer-Rennen ihre Kräfte. Auch die traditionsreichen Wanderpokale und Herausforderungspreise - eine Besonderheit der Gießener Pfingstregatta - locken die Sportler an die Lahn. Viele Zuschauer verweilen an der Ausstellungsfläche am Siegersteg.

Damit die Wettkampfbedingungen auf der Pfingstregatta stimmen, hat der Regattaverein Gießen aufgerüstet. Nach der Investition in eine neue Steganlage im vergangenen Jahr wird in diesem Jahr eine neue, moderne Tonanlage getestet. "Die Schallübertragung über einer Wasseroberfläche ist eine Kunst für sich. Dank moderner computergestützter Tontechnik sollen Ankündigungen und Ergebnisdurchsagen an beiden Lahnufern in gleicher Qualität zu hören sein", erläutert Detlef Schmidt, technischer Leiter der Pfingstregatta. Hinzu kommen erweiterte Sicherheitsmaßnahmen wie zum Beispiel Absperrungen der Regattastrecke durch sichtbare Bojenketten, um allen Sportlern ein möglichst unfallfreies Rennen zu gewährleisten. Dies ist in diesem Jahr besonders wichtig, wenn so viele Boote wie selten auf der Lahn sein werden.

Wie immer braucht es viele fleißige Hände vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf. "Die Gießener Pfingstregatta ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gießener Wasserportvereine. Und gemeinsam schaffen wir das", ist Hartmut Sorg überzeugt.

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