Der TV 05/07 Hüttenberg erreicht das Finale

(jms) Volle Hütte, beste Stimmung und ordentlicher Sport - die Handballfreunde in der Stadthalle Leihgestern kamen beim dritten Tag des Bero-Linden-Cups wieder voll auf ihre Kosten. Vor 1100 Fans stand gestern Abend vor allem das Mittelhessen-Derby zwischen Bundesligist HSG Wetzlar und Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg im Zentrum des Interesses. Und nach einer langen Durststrecke und knappen Niederlagen in den vergangenen drei Jahren schaffte es diesmal der Außenseiter dank eines 24:21 (15:11)-Erfolges ins Finale am kommenden Samstag.

(jms) Volle Hütte, beste Stimmung und ordentlicher Sport - die Handballfreunde in der Stadthalle Leihgestern kamen beim dritten Tag des Bero-Linden-Cups wieder voll auf ihre Kosten. Vor 1100 Fans stand gestern Abend vor allem das Mittelhessen-Derby zwischen Bundesligist HSG Wetzlar und Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg im Zentrum des Interesses. Und nach einer langen Durststrecke und knappen Niederlagen in den vergangenen drei Jahren schaffte es diesmal der Außenseiter dank eines 24:21 (15:11)-Erfolges ins Finale am kommenden Samstag.

Der dritthöchste Männerklub aus der Region, die HSG Pohlheim, musste sich zuvor dem Erstligisten VfL Gummersbach mit 23:38 geschlagen geben.

HSG Wetzlar - TV 05/07 Hüttenberg 21:24 (11:15): "Wir waren heiß und wollten unbedingt ins Finale. Ich finde es immer toll beim Linden-Cup gegen einen Erstligisten vor voller Hütte zu spielen. Ein echtes Highlight in der Vorbereitung", freute sich Hüttenbergs starker Außenflitzer Florian Billek. Während die Wetzlarer müde von den harten Konditionseinheiten wirkten, zeigte der Zweitligist vor allem in der Deckung eine tolle Leistung. "Ich bin mit unserem Zustand sehr zufrieden. Die 3:2:1-Deckung hat gute Arbeit verrichtet", lobte TVH-Coach Jan Gorr.

Bis auf Kevin Schmidt, der das 1:0 für die HSG per Siebenmeter erzielte (2.), konnte Wetzlar keine Führung bejubeln. Der Ex-Wetzlarer Sebastian Weber markierte vom Kreis das 4:3 für den TVH, ehe Billek per Knaller von halbrechts auf 7:4 erhöhte (11.). Lediglich beim 9:9 (20./Mraz) konnten die Schützlinge von Trainer Michael Roth ausgleichen. "Wir haben zu keinem Zeitpunkt die nötige Aggressivität gezeigt. Das hatte uns Hüttenberg voraus. Deswegen haben sie auch verdient gewonnen. Man hat auch gesehen, dass wir im Angriff noch nicht so viel gearbeitet haben", resümierte Roth, der gegenwärtig mit dem Klub in Verhandlungen um eine vorzeitige Vertragsverlängerung steckt. Der TVH konnte früh die Partie entscheiden. Nach einem sehenswerten Dreher von Stefan Lex (42./20:15) brannte nichts mehr an. Einziger Aufreger in der Schlussphase war die rote Karte gegen Philipp Müller, der Hüttenbergs Billek bei einem Ballgewinn leicht foulte. Der mit einem Doppelspielrecht versehene Timm Schneider war nach dem Spiel hin- und hergerissen. In der ersten Hälfte spielte er für den TVH, im zweiten Abschnitt für die HSG. "Eine richtig blöde Nummer", fand Schneider, der mit Hüttenberg am Samstag über die volle Distanz das Finale bestreiten darf.

HSG Wetzlar: Weber; Schmidt (4/1), Salzer (4/1), Valo (1), Jungwirth (2), Mraz (2), Loh (1), Müller (3), Friedrich (4/2), Rompf (n.e.), Schneider, Kristjansson.

TV 05/07 Hüttenberg: Ritschel, Redwitz (n.e.); Andreas Lex (3), Laudt (4), Weber (3), Stefan Lex (3), Scholz (1), Billek (7/5), Pausch (2), Stock (1), Fernandes, Faulenbach, Schneider.

Schiedsrichter: Damian/Wenz (Mainz/Bingen).- Zeitstrafen: 6:2 .- Rote Karte: Philipp Müller (57./grobes Foulspiel).- Siebenmeter: 8/6:7/5

VfL Gummersbach - HSG Pohlheim 38:23 (20:8): Der amtierende Europapokalsieger aus dem Bergischen Land ließ gegen die mittelhessischen Underdog nichts anbrennen. Pohlheims Trainer Horst Schmandt konnte der aufschlussreichen Trainingeinheit gegen ein Bundesligateam dennoch viel Gutes abgewinnen: "Es war eine schöne Erfahrung für die Jungs, die in einigen Situationen gut reagiert haben. Wir haben erst unser zweites Spiel gemacht und gerade in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel geliefert." Nach einem frühen 1:8 war klar, dass Pohlheim den Favoriten nicht ärgern kann. Nach der Pause sorgte Torben Voss-Fels mit zwei Treffern binnen weniger Sekunden für ein Ausrufezeichen. Pohlheim verkürzte auf 10:20 (33.

). In der Folgezeit war es vor allem Keeper Jan Wüst, der reihenweise Szenenapplaus von den Fans erntete. Gleich fünf Mal war der reaktionsschnelle Schlussmann zur Stelle und parierte in erstklassiger Manier Schüsse von Vuckovic, Anic und Co.. Gummersbach gab sich keine Blöße, spielte souverän und glanzlos. Die Folge war die 24:12-Führung durch Robin Teppich in der 36. Minute durch einen Tempogegenstoß. Obwohl die Bergischen gegen Ende das Ergebnis hochschraubten, verkauften sich die Pohlheimer teuer. - Gummersbach: Stojanovic, Hammerschmidt; Krantz (1), Wagner (5), Schindler (2), Vuckovic (5), Multhauf, Anic (3), Wiencek (3), Rother (1), Lützelberger (2), Eisenkrätzer, Teppich (5/2), Pfahl (5/1), Zrnic (6/3). - Pohlheim: Wüst, Schwellnus; Hirz (1/1), Fay (2), Faulenbach (4), Weisel (3), Schneider, Landvogt (2), Schäfer (4), Kleimann (1), Sahin, Dannwolf, Ohrisch, Voss-Fels (4), Billek (3). - Schiedsrichter: Von Wolf/Zimmerschied.- Zeitstrafen: 2:8.- Siebenmeter: 11/8:1/1.

Heute spielen: HSG Pohlheim - HSG Dilltal (18.30 Uhr), VfL Gummersbach - MT Melsungen (20.15 Uhr).

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