09. September 2018, 08:53 Uhr

Türk Gücü Friedberg

Türk Gücü Friedberg: Platzverweise statt Auswärtspunkte

Am Ende standen eine Niederlage und zwei Platzverweise: Für den Hessenligisten Türk Gücü Friedberg entpuppte sich das Spiel bei Viktoria Griesheim als Schlag ins Wasser.
09. September 2018, 08:53 Uhr
Alit Usic von Türk Gücü Friedberg sieht am Samstag schon früh die Rote Karte. (Foto Nici Merz)

Geplant war, zwei Heimsiegen über den FC Ederbergland und Buchonia Flieden endlich den ersten Auswärtsdreier folgen zu lassen, doch daraus wurde nichts: Nach Niederlagen in Ginsheim, Alzenau und Bad Vilbel musste der heimische Hessenliga-Aufsteiger Türk Gücü Friedberg angesichts der 1:3 (0:1)-Niederlage bei Viktoria Griesheim zum vierten Mal auf fremdem Terrain unverrichteter Dinge von dannen ziehen.

Ein Resultat, das unterschiedliche Reaktionen erzeugte: Im Gegensatz zu Griesheims Coach Richard Hasa, der seinem Team »eigentlich kein gutes, aber zum Glück siegreich absolviertes Spiel« bescheinigte, wirkten die TG-Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin ziemlich zerknirscht. »Klar, das frühe Gegentor und gleich danach die Rote Karte für Alit Usic waren unerwartete Nackenschläge. Im weiteren Spielverlauf hat man allerdings nie gemerkt, dass wir in Unterzahl agierten«, meinte Fil. Entscheidend sei, so der Türk Gücü-Übungsleiter, die mangelhafte Chancenverwertung gewesen: »Speziell in der zweiten Hälfte waren wir mehrfach drauf und dran, die Kurve zu kriegen. Tore blieben jedoch aus, und das kannst du dir in der Hessenliga selbst gegen Mannschaften, mit denen man sich auf Augenhöhe wähnt, halt nicht erlauben.«

Dass die Platzherren nach der unspektakulären Anfangsphase ab der 15. Minute vorne lagen, hatten sie Ali Kazimi zu verdanken. Vorausgegangen war Kazuki Takahashis kapitaler Fehlpass und Nick Volks daraus resultierender Distanzschuss, den Gäste-Keeper Vladan Grbovic nicht vollends zu entschärfen verstand. Kazimi stand goldrichtig und netzte mühelos ein. 60 Sekunden später folgte aus Friedberger Sicht der zweite Rückschlag: Kapitän Alit Usic sah nach einem »Luftkampf« mit Griesheims Michael Philip Jordan, der stark blutend liegenblieb und mit einer Platzwunde im Gesicht ausgewechselt werden musste, die Rote Karte. »Ich habe ihn mit dem Ellenbogen touchiert, keine Frage. Aber ohne Absicht«, empfand nicht nur Usic selbst die knallharte Maßnahme des Schiedsrichters als überzogen. Die Folge: Türk Gücü Friedberg sortierte sich taktisch neu und glich die numerische Unterzahl durch enormes Laufpensum nahezu eins zu eins aus. Dennoch hätte Griesheim noch vor der Pause durch Volk (40.) und Stefan Kresovic (41.) erhöhen können, während für Friedberg Michael Kohnke aus kurzer Distanz (33.) und Torjäger Younes Bahssou per Kopfball (45.) den Ausgleich vergaben.

Halbzeit zwei eröffneten die Gäste mit einem Freistoß-Lattenknaller von Lukas Zarges und Jonatan Tesfaldets zweiten Versuch, den Viktoria-Innenverteidiger Elmir Muhic auf der Linie klärte (48.). Vuk Toskovic (55.), Bahssou (63.), Ertugrul Erdogan (67.) und Tesfaldet (68.) versiebten ebenfalls – Griesheimer Konterattacken erwiesen sich als erfolgreicher. So geschehen beim 2:0 in der 57. Minute, als Volk ein Zuspiel von Kresovic aus kurzer Distanz über die Linie drückte, und in der 85. Minute: Pascal Stork startete nach einem langen Ball durch – 3:0. Bahssous TG-Ehrentreffer, erzielt kurz vor dem Abpfiff durch einen an Kevin Bassey Effiong verursachten und sicher verwandelten Foulelfmeter, fiel nicht mehr ins Gewicht. Wohl aber Gelb-Rote Karten, die sich Friedbergs Mittelfeldspieler Jonatan Tesfaldet und Griesheims.Stürmer Pascal Stork in der Schlussphase einhandelten. Beide sind fürs nächste Spiel gesperrt.

Viktoria Griesheim: Jivan – Philip Jordan (16. Araujo da Silva), Tatchouop, Muhic, Dörr – El Fahfouhy, Jakubovic (68. Caglar) – Kresovic (80. Arslan), Volk, Kazimi – Stork.

Türk Gücü Friedberg: Grbovic – Erdogan, Effiong, Bartel – Zarges (81. Osman), Tesfaldet, Takahashi, Usic – Kohnke (61. Gürsoy), Toskovic (87. Akkus Rodriguez), Bahssou.

Stenogramm: Schiedsrichter: Ehsan Amirian (Wiesbaden). – Gelb-Rote Karten: Stork (91./wiederholtes Foulspiel), Tesfaldet (88./Meckern). – Zuschauer: 130. – Tore: 1:0 (15.) Kazimi, 2:0 (57.) Volk, 3:0 (85.) Stork, 3:1 (93.) Foulelfmeter Bahssou.

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