05. Mai 2018, 10:00 Uhr

EC Bad Nauheim

»Kreutzer-Effekt« rund um den EC Bad Nauheim

Der neue Trainer Christof Kreutzer stand beim Sponsorentreffen des EC Bad Nauheim im Fokus. Zudem gab’s ein klares Bekenntnis der Politik. Und schließlich präsentierten die Teufel ein interessantes Projekt
05. Mai 2018, 10:00 Uhr
Willkommen, Jonathan Boutin! Der neue Torwart des EC Bad Nauheim wird von Geschäftsführer Andreas Ortwein (r.) auf der Kurhaus-Terrasse begrüßt. (Foto: Nickolaus)

EC Bad Nauheim


Der EC Bad Nauheim ist en vogue. Platz fünf in der Deutschen Eishockey-Liga 2, dazu nun Christof Kreutzer, ein DEL-Urgestein, auf der Trainerposition - das zieht, das macht neugierig. Binnen vier Wochen wurden mehr als 400 Dauerkarten verkauft. Jetzt, am Donnerstagabend, waren rund 130 Werbepartner - und damit mehr als je zuvor - der Einladung der Roten Teufel zum Sponsorentreffen ins Hotel Dolce gefolgt - Die Themen des Abends:

 

Der Trainer:

Christof Kreutzer spielte natürlich eine zentrale Rolle. Der Ex-DEL-Spieler und -Trainer wurde den Partner offiziell vorgestellt. »Je öfter ich in den vergangenen Wochen nach Bad Nauheim gekommen bin, umso mehr fühle ich mich in meiner Entscheidung bestätigt«, sagte er gegenüber Sonja Pahl, die als Sport-Chefin von Hitradio FFH durch den Abend führte. Platz fünf aus dem Vorjahr sei allerdings keine Selbstverständlichkeit. Davor habe er größten Respekt. Mit seiner Mannschaft wolle er »Energie ausstrahlen und die Stadt mitnehmen. Und dazu brauchen wir Spieler, die genau dafür stehen.« Die Playoffs seien das Ziel. Und dann dürfe man natürlich auch ein bisschen träumen.

»Wir wollten einen Trainer, der uns besser macht, keinen der nur den Status quo erhält. Und mit Christof Kreutzer haben wir genau diesen Mann gefunden. Das spürt man jeden Tag, das motiviert«, ergänzte Matthias Baldys, der Sportliche Leiter.

Von kurzen Nächten berichtete derweil Andreas Ortwein, der Geschäftsführer. Oft bis Mitternacht werde in internen Chat-Gruppen noch kommuniziert und abgestimmt. Parallel zur Kaderbildung werden die Lizenzunterlagen zusammengestellt. Am 24. Mai müssen die Dokumente der DEL2-Zentrale in Neuss vorliegen.

 

Das Bekenntnis der Stadt:

»Der EC gehört zu Bad Nauheim wie der Park und der Sprudelhof. Als Sportdezernent muss ich doch froh sein, so ein Aushängeschild in der Stadt zu haben«, sagt Peter Krank, der als kleiner Bub selbst für die Knabenmannschaft des VfL gespielt hatte. Selten zuvor hatte ein Stadtrat Sponsoren-Events der Roten Teufel besucht und zudem zum Mikrofon gegriffen. Man arbeitete sehr partnerschaftlich zusammen und pflege eine angenehme, vertrauliche Gesprächskultur, um wegweisende Entscheidungen zu treffen, ergänzt Ortwein später gegenüber der WZ. In den Dialogen sei ein gemeinsames Grundverständnis für den jeweils anderen da. Das beginne bei Optimierungsprozessen mit Fragen rund um den Spielbetrieb und führe natürlich zur Aufgabe »den Sport zu erhalten und zu entwickeln.« Ein gutes Zeichen!

 

Der Kreuzer-Effekt:

»Ja, der Name Christof Kreutzer zieht bei Partnern natürlich. Und man spürt auch noch die Begeisterung, die ein Marcel Brandt zum Ende der Saison hin mit seinem Spiel ausgelöst hat«, sagt Dirk Schäfer. Der Marketing-Chef betreut aktuell 170 Partner und verspürt in den Gesprächen eine »positive Grundstimmung«; trotz der jüngsten Preisanpassungen. »Das wird akzeptiert, weil die Menschen einfach spüren, dass wir etwas bewegen wollen, dass etwas passiert.« Sein Ziel: »Den Partner noch mehr Erlebnis bieten und Zielgruppen erreichen, die zugleich Zielgruppen unserer Partner sind.«

 

Die Neuzugänge

Zum Ende des offiziellen Teils stand Max Hadraschek im Scheinwerferlicht. 23 Jahre alt, bislang Stürmer des ERC Sonthofen - einer der erfolgreichsten deutschen Angreifer in der Oberliga Süd. Er dürfte seinen Platz in einer der beiden vorderen Reihen finden. Der sympathische Bayer, dessen Verpflichtung den Partnern am Abend exklusiv präsentiert wurde, ist natürlich auf sein Sommer-Abenteuer Neuseeland angesprochen worden. »Mit Eishockey hatte das nicht viel zu tun. So mancher hat das mit Rugby auf dem Eis verwechselt«, sagt Hadraschek, der im Vorjahr in Auckland den deutschen Sommer überbrückt und nebenbei Eishockey gespielt hatte. Geld habe man dort nicht verdienen können, »gereist sind wir aufgrund der großen Distanzen aber mit Flugzeug; im Anzug«, erzählt er später im kleinen Kreis.

Ein anderer Neuzugang hatte sich weitgehend unerkannt unter die Eishockey-Familie gemischt. Jonathan Boutin. Der Torwart ist mit seiner Familie Anfang der Woche von Augsburg nach Bad Nauheim gekommen und wohnt aktuell noch im Hotel Dolce, bis die Wohnung im Stadtteil Nieder-Mörlen bezugsfertig ist.

 

EC-TV

Ein neues, spannendes Projekt. Unter dem Titel »Wir sind die Legende« plant die »EMU PR & Events GmbH« mit Sitz in Wöllstadt eine sechs- bis achtteilige Serie, in der ein Jahr lang hinter die Kulissen des EC Bad Nauheim geschaut wird. Ein zehnminütiger Trailer wurde am Abend bereits vorgestellt. »Wir haben hier ein sehr emotionales Umfeld und möchten denen, die den Klub lieben, einen Einblick geben und andere Menschen für unseren Sport begeistern, in dem sie unseren Sport hautnah miterleben«, sagt Ortwein. Über die reine Doku hinaus, deren Veröffentlichung TV-Kanälen sowie in Streaming-Portalen angeboten wird, sollen aus der Masse an Material Beiträge für »EC-TV« entstehen, um die Fans auch außerhalb der Spieltage regelmäßig mit aktuellen Bewegtbildern zu informieren.

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