08. September 2018, 11:20 Uhr

Hessenliga

Hessenliga: Türk Gücü Friedberg peilt erste Punkte in der Fremde an

Den besseren Start erwischte der FV Bad Vilbel, doch nun zeigt die Formkurve bei Türk Gücü nach oben. Am Samstag geht’s für beide Teams in der englischen Woche auswärts um Hessenliga-Punkte.
08. September 2018, 11:20 Uhr
Türk-Gücü-Keeper Vladan Grbovic und seine Mannschaft treten beim Hessenliga-Schlusslicht in Griesheim an. (Foto: Chuc)

Acht Spieltage sind bereits ins Land gegangen, und bezüglich der Hessenliga bleibt festzuhalten: Darauf zu wetten, dass der Weg zur Meisterschaft nur über Spitzenreiter FC Gießen (acht Spiele, acht Siege) und dessen in sieben Duellen ebenfalls ausnahmslos siegreichen Verfolger Bayern Alzenau führt, würde garantiert keine allzu üppige Gewinn-Quote bringen. Im Rahmen des neunten Spieltages müssen beide Klubs auswärts Farbe bekennen, wobei sowohl Gießen bei Buchonia Flieden als auch Alzenau in Waldgirmes die Favoritenrolle genießen. Zeitgleich beharken sich die mit jeweils 16 Punkten auf den Positionen drei und vier rangierenden Verfolger gegenseitig: Im Nordhessen-Derby empfängt der KSV Baunatal den Ex-Regionalligisten Hessen Kassel.

Fernab der Spitzengruppe zählen die Wetterau-Vertreter FV Bad Vilbel (Rang 7/9 Punkte) und Türk Gücü Friedberg (10./7) im hessischen Oberhaus zur großen Fraktion jener Klubs, die alsbald auf eine zweistellige Punktezahl kommen möchten. Gelegenheiten, dieses Postulat schon an diesem Wochenende Realität werden zu lassen, gibt es für Bad Vilbel im Gastspiel bei Rot-Weiß Hadamar (14./4) sowie für die Friedberger mit Top-Torschütze Younes Bahssou (zehn Treffer) beim Tabellenletzten Viktoria Griesheim.

Viktoria Griesheim – Türk Gücü Friedberg (heute, 15 Uhr): Aus Sicht der Türk Gücü-Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin könnten die Voraussetzungen, auch Teil drei der zweiten englischen Woche ohne Blessuren zu überstehen, gar nicht besser sein. Heimsiege über Ederbergland und Flieden bescherten den Kreisstädtern nicht nur einen optimalen September-Einstieg, sondern auch den Vorstoß ins Mittelfeld. Bringt die Mannschaft das, was sie in den letzten beiden Partien vor eigenem Publikum gezeigt hat, auch bei den Südhessen rüber, ist nach den Niederlagen in Ginsheim, Alzenau und Bad Vilbel der erste Auswärtsdreier fällig. Das Problem: In den Reihen der Griesheimer herrscht ebenfalls Aufbruchstimmung. Fünf Niederlagen in Serie ließ die Truppe von Viktoria-Coach Richard Hasa vor Wochenfrist den überraschenden 2:1-Sieg in Bad Vilbel folgen. »Das ist Warnung genug. Leichte Gegner gibt’s in der Hessenliga ohnehin nicht. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe«, meint Cagritekin. Teamintern bewegt sich nach Ansicht des TG-Übungsleiters alles im grünen Bereich: »Auf Spielmacher Florian Decise müssen wir wohl noch längere Zeit verzichten. Aber sonst? Gegen Flieden war die Abstimmung noch einen Tick besser als gegen Ederbergland.« Auch in Sachen körperlicher Verfassung seien Fortschritte erkennbar: »Zudem war von Vorteil, zweimal hintereinander in gleicher Besetzung beginnen zu können«, sagt Cagritekin, der personelle Überraschungen für unwahrscheinlich hält.

Türk Gücü Friedberg: Grbovic (Kröller), Erdogan, Effiong, Bartel, Zarges, Tesfaldet, Takahashi, Usic, Kohnke, Toskovic, Bahssou, Gürsoy, Bayraktar, Osman, Vranesevic, Akkus Rodriguez, Smisek, Bell Bell (?).

Rot-Weiß Hadamar - FV Bad Vilbel (heute, 15 Uhr): Die englische Woche ist aus Sicht des FV Bad Vilbel im Grunde nur noch mit einem Sieg bei Rot-Weiß Hadamar zu retten. Am Samstag muss dafür nördlich von Limburg der Knoten vor allem im Angriff platzen. »Wir vergeben zu viele Chancen, da nutzt die ganze Schönspielerei nichts«, sagt Trainer Amir Mustafic nach zwei erfolglosen Partien. Vergangenen Freitag, beim 1:2 gegen den Tabellenletzten Viktoria Griesheim, waren es allerdings eher die ungewohnten Abwehrfehler, die zur Niederlage führten. Erst blieb Dennis Geh in der Vorwärtsbewegung hängen, dann entschied sich Routinier Jonas Grüter nach einem schwierigen Anspiel für ein Dribbling – so entstanden die beiden Gegentreffer. Nach vorne ging in diesem Spiel nicht viel beim Aufsteiger, der durch Benjamin Babic sogar einen Strafstoß verschoss. Etwas anders, wenn auch mit dem gleichen Resultat (Niederlage) lief es am Mittwoch in Lohfelden, wo Bad Vilbel bis zur Pause spielbestimmend war und nie und nimmer als Verlierer hätte vom Platz gehen dürfen. Lohfeldens Keeper Maximilian Zunker hatte alle Hände voll zu tun, nicht nur ganz zu Beginn gegen Kristijan Bejic, dessen Schuss er aus nächster Nähe parierte.

Die aus Bad Vilbeler Sicht vielleicht ganz gute Nachricht: Bei Rot-Weiß Hadamar läuft es bislang noch deutlich schlechter, zumindest was die Liga angeht. Ein einziger Sieg steht da zu Buche und das auch erst seit dem 4:0 in Ginsheim vom letzten Sonntag. Im Hessenpokal dagegen marschiert Hadamar, warf nach Türk Gücü Friedberg zuletzt auch den FV Biebrich aus dem Wettbewerb und hat im Achtelfinale beim benachbarten Gruppenligisten SG Waldsolms durchaus gute Karten, noch eine Runde weiter zu kommen.

In der Liga reichen vier Punkte aus sieben Spielen für Hadamar nur zum viertletzten Tabellenplatz. Der längst an seinen gerissenen Bändern operierte Abwehrchef Robin Böcher wird mindestens noch bis Februar ausfallen. Und zwar vor allem wegen der aufwendigen Behandlung und Heilung eines zudem in Mitleidenschaft gezogenen Knorpels.

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