03. August 2018, 16:00 Uhr

Hessenliga-Heimspiel

Hessenliga: Personallage bei Türk Gücü entspannt sich

Hessenliga-Aufsteiger Türk Gücü Friedberg kann am Sonntag gegen Neu-Isenburg erstmals seinen neuen Torjäger Younes Bahssou aufbieten. Der FV Bad Vilbel hofft auf den nächsten Sieg.
03. August 2018, 16:00 Uhr
Kazuki Takahashi (links) strebt mit Türk Gücü Friedberg am Sonntag das erste Hessenliga-Erfolgserlebnis an. (Foto: Jaux)

Der erste Hessenliga-Spieltag ist bereits Geschichte, und die Experten sahen sich in ihren Prognosen bestätigt. Keiner der vier Top-Favoriten gab sich zur Ouvertüre eine Blöße: Der FC Gießen und Bayern Alzenau siegten zu Hause gegen Waldgirmes und Hadamar, während die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz und Hessen Kassel in Auswärtsauftritten gegen Baunatal und Lohfelden nichts anbrenne ließen. Wer glaubt, das Favoriten-Quartett werde auch am anstehenden Wochenende ungeschoren davonkommen, liegt gar nicht so verkehrt: Jedenfalls sind Gießen und Alzenau vor eigenem Publikum gegen Viktoria Griesheim und den VfB Ginsheim am Samstagnachmittag genauso vorne zu erwarten wie Fulda-Lehnerz und Kassel auf erneut fremdem Terrain beim Hünfelder SV und beim erstmals im Einsatz befindlichen FC Ederbergland.

Gut möglich, dass einer der Wetterauer Hessenliga-Aufsteiger, nämlich der FV Bad Vilbel, den Titelkandidaten für zumindest einen Tag die Show stiehlt. Dies wäre dann der Fall, wenn die Mustafic-Elf nach dem in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten 3:0-Derbysieg über Türk Gücü Friedberg in einer vorgezogenen Partie des zweiten Spieltages auch am Freitag als Gast des KSV Baunatal drei Punkte holen und damit die Tabellenführung übernehmen würde. Derweil ist für die Friedberger angesichts des kapitalen Fehlstarts Wiedergutmachung angesagt. Ob’s klappt, entscheidet sich erst am Sonntag: Gegen den letztjährigen Hessenliga-Elften Spvgg. Neu-Isenburg genießt die Mannschaft der TG-Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin erneut Heimrecht.

 

Hessenliga: Gelingt dem FV Bad Vilbel schon der zweite "Dreier"?

KSV Baunatal - FV Bad Vilbel (Freitag, 20 Uhr): Der Start ist geglückt, jetzt reist der FV zum ersten Mal seit elf Jahren wieder als Mitglied der Hessenliga in den Norden – und will beim im altehrwürdigen Parkstadion nur allzu gerne an das 3:0 bei Mitaufsteiger Türk Gücü vom Sonntag anknüpfen. Zu Beginn des Jahrtausends spielten beide Mannschaften für eine Weile ganz oben mit in der Liga, in welche die Wetterauer nun also als Meister der Verbandsliga Süd wieder zurückgekehrt sind. Wohin der Weg diesmal führen wird, ist jetzt noch nicht wirklich abschätzbar. Fakt ist, dass Baunatal nach dem 0:2 im Auftaktspiel gegen die Fuldaer SG Barockstadt zu Hause schon einen Hauch mehr Druck hat als das Team Trainer Amir Mustafic.

»Durch den Sieg bei Türk Gücü hat sich nichts an der Situation geändert, dass wir uns erst einmal herantasten müssen an die Liga und auch nicht genau wissen, wo wir stehen. Für viele meiner Spieler ist das ja absolutes Neuland, und das gilt auch für viele andere im Verein«, erklärt Mustafic. Er selbst gehört zu den Ausnahmen, hat er doch jahrelang in der Hessenliga gespielt. »Ich kenne jede Strecke in und auswendig und freue mich darauf, wieder dort zu sein«, verrät er. Dominik Emmel muss nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Türk Gücü-Spiel pausieren, sodass Mustafic wohl gezwungen ist, nicht nur personell umzustellen: »Kann sein, dass Jonas Grüter reinkommt oder auch Nuh Uslu, das werden wir sehen. Optimistisch ist Muatafic so oder so: »Es herrscht natürlich eine gewisse Euphorie im Verein, alle ziehen mit. Und wir sind selbstbewusst genug, um zu sagen, dass wir auch in Baunatal versuchen werden, etwas zu erreichen. Zu verschenken haben wir sowieso nichts.«

 

Hessenliga: Türk Gücü hofft auf Torjäher Younes Bahssou

Türk Gücü Friedberg – Spvgg. Neu-Isenburg (Sonntag, 15 Uhr in Ober-Rosbach): Über die Gründe, weshalb man gegen Bad Vilbel leer ausging, brauchten die Türk Gücü-Trainer nicht lange nachzudenken. »Für unsere neu formierte Mannschaft war die Vorbereitungszeit zu kurz«, meint Mustafa Fil. »In Sachen Tempo, Robustheit und Zweikampfverhalten ist noch viel Luft nach oben«, ergänzt Gültekin Cagritekin. Man müsse sich in Geduld üben, bestehende Defizite durch konzentriertes Training ausmerzen und für die Partie gegen Neu-Isenburg möglicherweise personelle sowie taktische Änderungen in Erwägung ziehen.

Wichtig für die Friedberger Übungsleiter: Der aus Fulda gekommene Torjäger Younes Bahssou ist nach abgelaufener Sperre erstmals spielberechtigt. »Er beginnt definitiv«, verrät Cagritekin. Ob das auch für Spielmacher Florian Decise gilt, bleibt abzuwarten. »Diese Woche hat er nach langer Verletzungspause wieder trainiert. Das lässt hoffen«, sagt der TG-Trainer. Peter Hoffmann, Neu-Isenburger Urgestein und dort im 16. Jahr (!) unumstrittener Chefcoach, begegnet den Friedberger Sorgen mit Gelassenheit. Er betrachtet die 1:2-Niederlage zum Rundenauftakt in Eddersheim als abgehakt und sieht sein Team für den sonntäglichen Kunstrasen-Schlagabtausch gut aufgestellt: »Der 3:0-Hessenpokal-Sieg unter der Woche bei der SG Arheiligen war wichtig für die Moral der Truppe. Zudem können wir im offensiven Mittelfeld wieder auf Johannes Günther zurückgreifen. Unser Kader ist groß genug, um auf alle Eventualitäten zu reagieren.«

Türk Gücü Friedberg: Grbovic (Shpirov), Bartel, Grölz, Biber, Tesfaldet, Takahashi, Usic, Gürsoy, Toskovic, Bell Bell, Bahssou, Vranesevic, Erdogan, Osman, Penava, Bayraktar, Decise (?), Zarges, Özyürek, Mitrovic.

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