24. August 2018, 16:00 Uhr

Hessenliga-Dery

Hessenliga: Ein schnelles Wiedersehen für Bad Vilbel und Türk Gücü

Nach wenigen Wochen treffen der FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg in der Hessenliga erneut aufeinander. Dabei wollen die Friedberger unbedingt den ersten Sieg.
24. August 2018, 16:00 Uhr
Eine Szene aus dem Hinrundenspiel Ende Juli. Bad Vilbels Thorben Knauer (links) und Türk-Gücü-Stürmer Masse Bell Bell schenken sich keinen Zentimeter. (Foto: Jaux)

Vier Spiele, kein Sieg, ein mageres Pünktchen: Bei Türk Gücü Friedberg hat man sich den Saisonstart in der Fußball-Hessenliga anders gewünscht. Am Samstag muss die Mannschaft von Trainer Mustafa Fil nun beim Mitaufsteiger FV Bad Vilbel ran (15 Uhr, Niddasportfeld). Das Aufeinandertreffen gibt es bereits zum zweiten Mal in der laufenden Runde – Bad Vilbel hatte zum Saisonauftakt das Hinspiel gewonnen. Dazu sackte die Mannschaft von Trainer Amir Mustafic dann noch am zurückliegenden Sonntag beim VfB Ginsheim drei Zähler ein, nachdem es zuvor drei Niederlagen am Stück gesetzt hatte.

Seit Türk Gücü Friedberg 2016 in die Verbandsliga zurückgekehrt war, gab es vor dem Hessenliga-Auftaktspiel keinen Bad Vilbeler Sieg mehr gegen den Wetterauer Rivalen. Ein 3:3 war das beste Ergebnis für den Platzhirsch gegen den Emporkömmling. Dazu kamen drei Niederlagen in der Liga und eine im Kreispokalfinale der vergangenen Saison. Trotzdem wurde Bad Vilbel im Frühjahr Meister und Türk Gücü musste durch die Aufstiegsrunde. Daran lag es aber wohl eher nicht, dass Bad Vilbel am ersten Hessenliga-Spieltag seine Negativserie gegen die Friedberger mit einem 3:0 auf deren Platz beendete.

Hessenliga: Kommt Nuh Uslu noch einmal vor der Winterpause zurück?

»Wir sind natürlich erleichtert, die Punkte sind gut für den Kopf«, sagt Mustafic. Er habe auch an der Stimmung im Training ablesen können, wie wichtig das Erfolgserlebnis für seine Spieler gewesen sei: »Die Jungs sind froh und glücklich und geben richtig Gas. Es arbeitet sich natürlich leichter nach so einem Sieg.« Nur einer trägt gerade nicht zur guten Laune bei, nämlich der langjährige Leistungsträger und Kapitän Nuh Uslu, der sich nun für einige Wochen in den Urlaub verabschiedet hat. Mustafic rechnet kaum noch damit, dass er vor der Winterpause noch auf den Platz zurückkehrt. Man darf beiden Seiten wünschen, dass das Tischtuch noch nicht endgültig zerschnitten ist.

Vor Friedberg hat Bad Vilbels Trainer trotz des schlechten Starts großen Respekt: »Die stehen schon am Anfang mit dem Rücken zur Wand und werden auch deshalb mit Sicherheit alles in das Spiel reinwerfen. Und sie haben mit Bahssou jetzt noch einen Stürmer dazubekommen, der nicht nur uns Schwierigkeiten bereiten kann, sondern jeder anderen Mannschaft auch. Der Mann weiß, wo das Tor steht«, sagt Mustafic über Türk Gücüs neuen Angreifer Younes Bahssou, der im Sommer aus Fulda geholt wurde, im Hinspiel aber noch gesperrt war. Und der seither in allen drei Ligaspielen für sein neues Team getroffen hat.

Hessenliga: Pokalpleite unter der Woche soll keine Auswirkung haben

Bei Türk Gücü hat das Kreispokalspiel am Sonntag auch nicht zur Verbesserung der Gemütslage beigetragen. Die zweite Garnitur unterlag dort beim Kreisoberligisten SV Nieder-Weisel mit 0:1. »Man kann das schon so sagen: Die Jungs haben versagt. Vielleicht weil sie nicht eingespielt waren oder weil der Gegner alles getan hat, was man in so einem Spiel tun muss? Aber das ist alles keine Entschuldigung«, stellt Co-Trainer Gültekin Cagritekin klar. Aufgedrängt habe sich in diesem Spiel jedenfalls keiner für den Samstag. »Wir werden ähnlich aufgestellt sein wie letzte Woche«, kündigt Cagritekin an, der negative Auswirkungen der Pokalpleite aber nicht befürchtet: »Das kann und muss man trennen.«

Bad Vilbel, so der Co-Trainer weiter, kenne man zumindest ganz gut: »Das ist eine spielstarke Mannschaft, die uns letzte Saison sehr ähnlich war. Inzwischen haben wir auch wegen der Neuzugänge etwas umgestellt, während sich Vilbel nur wenig verändert hat.«

Die Tabellensituation, das merkte Cagritekin noch an, komme für Türk Gücü nicht ganz unerwartet: »Bei uns war und ist jedem klar, dass die Hessenliga noch mal eine andere Hausnummer ist. Wir unterstützen uns weiter gegenseitig, auch wenn wir bisher natürlich nicht zufrieden sind.«

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