07. September 2018, 12:00 Uhr

HSG Gedern/Nidda

HSG Gedern/Nidda: Auf ins Abenteuer zweite Bundesliga

Es ist ein Abenteuer für die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda. Am Wochenende geht es zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen an den Start.
07. September 2018, 12:00 Uhr
Mit dieser Mannschaft geht die HSG Gedern/Nidda in ihre erste Saison in der 2. Handball-Bundesliga Frauen (hinten, v. l.): Torwarttrainerin Sabine Otto, Christin Kraft, Leonie Nowack, Kirsten Schindler, Kristin Amos, Carmelina Mulch, Hannah Rösner, Jessica Schmeisser, Fitnesstrainerin Nicol Giese, (Mitte, v. l.) Physiotherapeutin Franziska Katzer, Isabell Schüler, Amee Mizkat, Alicia Pfaff, Steffanie Thiele, Hanna Rösner, Johanna Becker, Sabine Eisenacher, Trainer Christian Breiler, (vorn, v. l.) Anne Hess, Sandra Elisath, Katrin Neef, Sandra Stroh. (Foto: pv)

Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda hatten zum Ende der abgelaufenen Spielzeit eine Achterbahn der Gefühle zu durchlaufen, ehe feststand, dass der Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft ist. Zwei Spieltage vor dem Rundenende stand die HSG in der Oststaffel der 3. Liga mit drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze und hatte den ärgsten Verfolger, die HSG Kleenheim zu Gast. Es folgte eine 19:23-Niederlage gegen Kleenheim und auch das letzte Spiel in Ober-Eschbach ging 20:30 verloren. Der erste Platz war futsch und man stand leeren Händen da. Doch da in der Süd-Staffel, die einen Tag später ihre Spiele austrug, die Favoriten ebenfalls scheiterten und Kleenheim als Meister der Ost-Staffel das Aufstiegsrecht nicht wahrnahm, wurde das Aufstiegsmärchen im Wetterauer Osten doch noch war (Lesen Sie auch das Interview mit dem HSG-Chef Martin Schindler zum Saisonstart).

So überragend dieser Erfolg zu bewerten ist, und so schön die spontanen und offiziellen Meisterschaftsfeiern auch waren, die Realität hat bei den handelnden Personen der HSG ebenso wie in der Mannschaft schnell wieder Einzug gehalten. »Das Ziel in der neuen Liga ist einzig und allein der Klassenerhalt. Schon die Tatsache, dass wir jetzt zu den 30 besten Frauenhandball Mannschaften Deutschlands gehören, erschien uns vor Monaten noch undenkbar«, heißt es von den HSG-Verantwortlichen. Der in Gedern und Nidda eingeschlagene Weg wird dabei aber konsequent weiter verfolgt. Das Vertrauen gehört weiterhin Spielerinnen, die aus der Region stammen, während man der Verpflichtung externer und unbekannter Akteurinnen mit höherklassiger Erfahrung ablehnend gegenüber steht. Dies wurde auch bei der traditionellen Saisoneröffnung im Kurhaus Bad Salzhausen deutlich.

HSG Gedern/Nidda: Die wichtigsten Punkte vor dem Saisonstart

Die Vorfreude auf das Abenteuer 2. Liga ist in der gesamten oberhessischen Region greifbar. Der Spielplan sieht für den Auftakt ein Spiel bei den BSV Sachsen Zwickau vo, ehe es eine Woche später, am 15.September um 18 Uhr in der mit Sicherheit rappelvollen Gymnasium Sporthalle in Nidda gegen den TV Beyeröhde-Wuppertal weiter geht.

Vor dem Saisonstart gibt es hier einen Überblick über die wichtigsten Punkte:

So viel Heimat steckt in der HSG Gedern/Nidda: Mit Sandra Elisath, Carmelita Mulch, Johanna Becker, Aimee Mitzkat, Hannah Niebergall, Leonie Nowak, Hanna Rösner, Isabell Schüler und Kirsten Schindler sind etliche Spielerinnen im Kader der HSG, die entweder in Wetzlar oder Lich wohnen bzw. früher in Lich, Lumdatal, Hüttenberg, Kleenheim oder Dutenhofen gespielt haben. Jessica Schmeißer ist im Herzen der Wetterau, in Echzell zu Hause.

Was ändert sich in der 2. Bundesliga? Man wird auf viele interessante Vereine, wie etwa die Traditionsclubs Füchse Berlin, Werder Bremen und Flensburg-Harrisle treffen. Weite Fahrten in die entferntesten Ecken Deutschland mit Übernachtungen stehen an. Auf dem Spielplan stehen zudem gleich acht Spiel mehr als in der 3. Liga. Es warten Gegnerinnen, die teilweise unter Profibedingungen arbeiten und vor allem im körperlich-athletischen Bereich über enorme Vorteile verfügen. Die Trainingseinheiten werden deshalb zahlreicher und intensiver als bisher.

HSG Gedern/Nidda: Trainer Christian Breiler geht in die neunte Saison

Wie geht es für die HSG Gedern/Nidda in die neue Saison? Für die Handballerinnen aus der östlichen Wetterau wird es vom ersten Tag an um den Klassenerhalt gehen. Dabei dürften die ersten drei Spielen extrem schwer werden. Zwickau, Beyerohde-Wuppertal und Waiblingen belegten in der letzten Saison allesamt Plätze in der oberen Tabellenhälfte. Im ersten Auswärtsspiel in Zwickau wird der Liganeuling zudem auf eine Halle treffen, die »kocht«. Spätestens in den darauffolgenden Heimspielen gegen Bremen und Mitaufsteiger Nord-Harrislee sollten dann aber Punktgewinne zu realisieren sein.

Was gibt es sonst noch zu wissen? Trainer Christian Breiler geht in seine neunte Saison als HSG-Trainer und hat die Mannschaft von der Landesliga in die 2. Bundesliga geführt. Die außergewöhnliche Verbundenheit des gebürtigen Büdingers und ehemaligen Drittligaspielers dokumentiert sich auch durch seinem Engagement im Jugendbereich. Die Heimspielhalle wird als großes »Pfund« angesehen., denn sie war schon in der 3. Liga bei den Gegnerinnen gefürchtet. Alles ist sehr eng, und die Zuschauer sind praktisch hautnah dabei. Die Konkurrenz muss mit den besonderen Umständen erst einmal zurechtkommen. Etliche Gegner haben ihre Besonderheiten. So ist zum Beispiel Buchholz-Rosengarten der Ausbildungsverein von Dirk Leuns Buxtehude und bei den Kurpfalz Bären (Ketsch) spielen etliche Juniorennationalspielerinnen. Viel zu tun also für den Aufsteiger, bei dem man sich auf das Erlebnis 2. Liga freut, für das man sich gemeinsam bereits eingeschworen hat. Mit beherzten Auftritten soll das Team als Botschafter für Gedern und Nidda, aber auch für ganz Oberhessen fungieren.

Info

So sieht der Zweitligakader der HSG Gedern/Nidda aus

Zugänge: Sandra Elisath (HSG Lumdatal), Kristin Amos (SG Bruchköbel), Carmelita Mulch (HSG Hungen/Lich), Alica Pfaff (eigene Jugend), Aimee Mitzkat (Doppelspielrecht HSG Hungen/Lich).
Abgänge: Bärbel Thun (Laufbahnende), Jasmina Camdzic (unbekannt).

Tor: Sandra Stroh, Sandra Elisath, Anne Heß, Katrin Neef.
Rückraum: Aimee Mitzkat, Hannah Rösner, Sabine Eisenacher, Johanna Becker, Kristin Amos, Hanna Niebergall, Stefanie Thiele.
Außen: Carmelita Mulch, Isabell Schüler, Alica Pfaff, Kirstin Schindler.
Kreis: Christin Kraft, Leonie Lowack, Jessica Schmeisser.
Trainer: Christian Breiler (Trainer), Stefanie Thiele (Co-Trainerin), Sabine Otto (Torwarttrainerin).

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