12. September 2018, 19:56 Uhr

Ein Eigengewächs an der Seitenlinie

12. September 2018, 19:56 Uhr
Die MSG Florstadt/Gettenau vor der Saison (hinten, v. l.): Trainer Christian Sacks, Fabio Grosso, Steffen Baumgartl, Lukas Lux, Henning Stark, Kim Lehr, Chris Mogk, David Potschka, Chris Schildger; vorne, v. l.: Steffen Greife, Manuel Wolf, Fabian Hintze, Marc Popp, Niels Eckert, Yannic Wenisch, Lukas Peppler und Niklas Wagner. Es fehlen Marco Boller, Daniel Kuntze, Max Lux und Jan Stelz. (Foto: hep)

In den allerorts üblichen Saisonprognosen werden die »Florstädter Handballer«, wie man sie trotz der mittlerweile gebildeten Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn Gettenau landläufig nennt, immer wieder gerne genannt, wenn es um darum geht, Vereine mit Außenseiterchancen aufzuzeigen. Aber auch im Vorjahr fehlte dem Team in der Bezirksoberliga wieder die Kontinuität, um eine bessere Platzierung zu erreichen als Rang neun.

In der letzten Saison war die fehlende Kontinuität aber auch den personellen Problemen geschuldet. Mehr als drei Spiele dauerte keine Serie an. Jetzt liegt es an Neu-Trainer Christian Sacks, der die Nachfolge von Detlef Ernst angetreten hat, dieses Manko zu beseitigen. Dass die Grundstimmung in der Spielgemeinschaft gut ist, wird dem Florstädter Eigengewächs, der in den Jahren zuvor bereits für die »Zweite« als Trainer tätig war, die Arbeit erleichtern. Vier Zugänge, die sich mit hoher Motivation und Engagement zeigen und damit neuen Schwung in die Mannschaft gebracht haben, sind hilfreich.

Nils Eckert soll den Konkurrenzkampf im Tor in Schwung bringen. Dabei kann er sich, genau wie seine Torhüterkollegen, auf die Arbeit des neuen Torwarttrainers Jan Stelz stützen. Der von der HSG Oberhessen gekommene Chris Schildger versucht sich erstmals bei einem neuen Verein. Für ihn gilt es, zunächst einmal anzukommen. Rückkehrer Fabian Hitze wird auf der Kreisposition zum Einsatz kommen. Der vierte Neuzugang ist ebenfalls ein Rückkehrer. Der aus Münzenberg stammende Marco Boller hat eine Florstädter Vergangenheit und soll die Mannschaft mit seiner Erfahrung vor allem in kritischen Situationen unterstützen.

Demgegenüber stehen sieben Abgänge von Spielern. Ein weiterer, achter Abgang hat wohl das größte Loch gerissen. Die Erfahrung und Fachkompetenz, mit der Alt-Trainer Detlef Ernst ausgestattet war, sind nicht sofort gleichwertig zu ersetzen, auch wenn die Verantwortlichen vollstes Vertrauen in die Arbeit des Nachfolgers haben. Sacks musste jedoch zu Beginn seiner Arbeit mit einem Handicap leben. Sechs Wochen lang stand die Sporthalle nicht zur Verfügung. Das Ausweichquartier in der Karl-Weigang-Schule besitzt keine handballtauglichen Maße. Daher fanden etliche Einheiten außerhalb der Halle statt. Mitte Juni stand eine mehrtägige Fahrt ins Sauerland auf dem Programm. Teambuilding-Maßnahmen sowie eine Aufarbeitung der vergangenen Spielzeit mit anschließender Diskussion über die anstehende Saison und deren Vorbereitung waren Schwerpunkte. Mit dem Verlauf der Vorbereitung zeigte sich Sacks zufrieden. Im Bereich Athletik wurde zielgerichtet gearbeitet und auch seine Vorgaben ins Sachen Technik und Taktik wurden umgesetzt.

Für die neue Runde sieht er in Bezug auf Spielstärke, Ausgeglichenheit sowie Wahrnehmung der Liga keine grundlegenden Unterschiede zum Vorjahr. Die eigenen Erwartungen liegen im Bereich des Mittelfelds. Mit Blick auf die Breite und Qualität des Kaders sollte es nicht überraschen, wenn es weiter nach oben geht. Allein schon die Rückraumreihe Lehr, Wenisch, Peppler verspricht einiges. Sollte es auch noch mit der erhofften Kontinuität klappen, steht einer Saison, in der sich neue Mechanismen in Ruhe einspielen, nichts im Weg. Am Samstag (20 Uhr) kommt die HSG Dilltal zum Auftakt nach Florstadt.

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