20. März 2018, 22:36 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim verliert erneut nach Verlängerung

Der EC Bad Nauheim steht nach einem 2:3 nach Verlängerung am Dienstag gegen den ESV Kaufbeuren mit dem Rücken zur Wand. Eine Niederlage am Freitag im Allgäu würde die Saison beenden.
20. März 2018, 22:36 Uhr
Die Entscheidung: Christopher Kasten (am Boden liegend) hat für Kaufbeuren das Siegtor erzielt. Daniel Ketter und Marius Erk vom EC Bad Nauheim steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. (Foto: Chuc)

EC Bad Nauheim


Ein Zwei-Tore-Vorsprung (24.) wurde verspielt. Fünf Powerplay-Situationen konnten nicht genutzt werden. Erneut gab’s ein schnelles Gegentor zu Drittelbeginn. Wieder wurde nach Verlängerung verloren. Und den spielentscheidenden Treffer zum 2:3 (1:0, 1:1, 0:1/0:1)-Endstand kassierten die Roten Teufel passenderweise in Unterzahl. Der EC Bad Nauheim ist vor 3115 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion in der Best-of-seven-Serie gegen den ESV Kaufbeuren mit 1:3 in Rückstand geraten. Eine weitere Niederlage am Freitag (19.30 Uhr) würde das Viertelfinal-Aus und das Saisonende bedeuten. »Bis zum 2:0 haben wir konzentriert gespielt, uns dann aber in der neutralen Zone zu viele Scheibenverluste erlaubt«, bemängelte Petri Kujala, der Trainer der Roten Teufel.

Bad Nauheim spielte mit Cody Sylvester. Das Ermittlungsverfahren, das gegen den Kanadier auf Grund seines Checks am Sonntag gegen Florian Ketterer (Gehirnerschütterung) eingeleitet worden war, ist am Montagabend vom Disziplinarausschuss der DEL eingestellt worden. Im Kader fehlte dafür Radek Krestan (Magen-Darm-Virus). Drei seiner vier Reihen hatte Kujala nach dem Torlos-Auftritt 48 Stunden zuvor verändert.

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Und anderem rückte Leon Niederberger in die Starting-Six, und der Förderlizenzspieler hielt in der siebten Minute einfach mal schnörkellos drauf und erzielte den Führungstreffer der Gastgeber; nach zuvor 106 torlosen Minuten der Hessen, die ein gutes Eröffnungsdrittel zeigten und durch Dennis Reimer (16.) ihre größte Möglichkeit hatten. Auf der anderen Seite ließ Sami Blomquist (bislang drei Playoff-Treffer) den Fans zweimal den Atem stockten. Bei der ersten Pausensirene stand aber die Null. Auffallend: die Zweikampfführung auf beiden Seiten. Safty first lautete hier die Devise nach dem hitzigen Schlussdrittel in Kaufbeuren. Beide Mannschaften waren angesichts der große Bedeutung der Special-Teams auffallend bemüht, trotz aller Intensität Strafzeiten zu vermeiden.

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Mit Beginn des zweiten Abschnitts konnte Bad Nauheim die Führung ausbauen. Slyvester hatte hinterm Tor ein wenig spekuliert, einen Pass von Torwart Stefan Vajs abgefälscht, und Nutznießer war Dusan Frosch mit dem Treffer zum 2:0 (24.). In einer wenig später folgenden Überzahl – dem bereits dritten Überzahlspiel – hätten die Gastgeber für eine Vorentscheidung sorgen können. Kaufbeuren hatte das Powerplayspiel der Teufel aber innerhalb der Serie aber gut ausgelesen, stellte Wege und Scharfschütze Marcel Brandt gut zu und erlaubte den Hausherren fast nichts. Die Allgäuer wurde Mitte des Abschnitts stärker, und nachdem Schlussmann Felix Bick bereits mehrfach mit Geschick und ebenso viel Glück geklärt hatte, verkürzte Jere Laaksonen (33.). Das hatte sich angedeutet. Bad Nauheim rettete sich über eine ESVK-Druckphase mit knappen Vorsprung in die zweite Pause.

Den Auftakt ins Drittel verschlief Bad Nauheim; bereits zum dritten Mal in der Serie. Nach 17 Sekunden traf Sebastian Osterloh zum Ausgleich. Wie viele Chancen würden die Gastgeber noch bekommen? Kaufbeuren war der Führung deutlich näher; bis zur Schlussminute. Da hatten Andreas Pauli und Sylvester plötzlich zwei Hundertprozentige auf dem Schläger, konnten sie aber nicht nutzen. In der Overtime erzielte Christopher Kasten per Rebound in der dritten Minuten das entscheidende Tor.

 


 

EC Bad Nauheim: Bick – Brandt, Mannes, Slaton, Widen, Ketter, Erk – Niederberger, Sylvester, Frosch, Reimer, McNamee, Livingston, Ratmann, Lange, Pauli, Kolb, Meisinger, Bettahar.

ESV Kaufbeuren: Vajs – Osterloh, Pfaffengut, De Paly, Monteith, Kasten, Haase, Reinig, Wohlgemuth – Billich, Sarault, Lewis, Blomquist, Laaksonen, Schmidle, Kiefersauer, Schäffler, Karevaara, Oppolzer, Thomas, Wolter.

Steno: Tore: 1:0 (7.) Niederberger (Slaton, Mannes), 2:0 (24.) Frosch Sylvester, Niederberger), 2:1 (33.) Laaksonen (Blomquist), 2:2 (41.) Osterloh (Billich, Lewis), 2:3 (63:9 Kasten (Sarault, Laaksonen - 5-4). – Schiedsrichter: Brill/Hertrich. – Strafminuten: Bad Nauheim 8 plus zehnminütige Disziplinarstrafe (Erk), Kaufbeuren 10. – Zuschauer: 3115.

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