04. Juni 2018, 16:44 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim engagiert Ex-Galaxy-Geschäftsführer Mämpel

Matthias Mämpel verstärkt die Off-Ice-Mannschaft des EC Bad Nauheim im Bereich Sponsoring. Den 32-Jährigen kennt man in der Region als ehemaligen Geschäftsführer von Frankfurt Galaxy.
04. Juni 2018, 16:44 Uhr
Matthias Mämpel – hier bei einer Pressekonferenz von Frankfurt Galaxy im Jahr 2015 – unterstützt den EC Bad Nauheim in den Bereichen Sponsoring & Sales. (Foto: Hübner)

EC Bad Nauheim


Matthias Mämpel verstärkt die Off-Ice-Mannschaft des EC Bad Nauheim. In dieser Woche nimmt der 32-Jährige an der Seite von Vertriebsleiter Dirk Schäfer seine Arbeit in der Geschäftsstelle des Eishockey-Zweitligisten im Bereich »Sponsoring & Sales« auf. Man habe inzwischen 170 Partner zu betreuen, wolle sich in diesem Segment weiter entwickeln und sich deshalb breiter aufstellen, sagt Andreas Ortwein, der Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH. »Matthias hat in der Vergangenheit bewiesen, im Vertrieb erfolgreich arbeiten zu können. Genau das haben wir gesucht, und daran wird er sich messen lassen müssen.«

Mämpel einst Galaxy-Geschäftsführer

Den Sport-Fans der Rhein-Main-Region ist der Name Mämpel durchaus ein Begriff; als ehemaliger Geschäftsführer von Frankfurt Galaxy. 2015 hatte er dem American Football in Frankfurt knapp zehn Jahre nach Ende der NFL Europe neues Leben eingehaucht. Die Zweitliga-Mannschaft wurde vom Stammverein ausgegliedert, gespielt wurde fortan im Stadion am Bornheimer Hang vor teilweise 7000 Zuschauern. Nach nur einer Saison hatte der Stammverein die Verträge mit der Mämpelschen Betriebs-GmbH gekündigt. Von unterschiedlichen Auffassungen in puncto Markenrechten und fehlenden Einblicken in die Finanzen war in Artikeln der »Frankfurter Rundschau« die Rede. Die »Frankfurter Neue Presse« berichtete im Dezember 2015 über staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen den damaligen Galaxy-Chef.

Offener Umgang

Im Gespräch mit der WZ geht Mämpel mit den Negativ-Schlagzeilen und den Vorwürfen gegen ihn offen um. »Unschön« sei das. Und die Ermittlungen seien eingestellt worden. Er spricht von einer »Schmutz-Kampagne«, habe »viele Erfahrungswerte gesammelt« und in dieser Zeit »viel gelernt«, dass ihn zum Umdenken gebracht habe. Sport sei nun mal mit sehr vielen Emotionen verbunden. Zuletzt war sein Name zu Jahresbeginn ein Thema in den Medien; im Zusammenhang mit einer Verhandlung um Provisionszahlungen, nachdem Mämpel einen Mega-Deal mit Samsung initiiert hatte. Mämpel gewann vor Gericht.

In Bad Nauheim kennt man natürlich derlei Schlagzeilen, die sich mit zwei, drei Mausklicks im Internet rasch finden lassen. »Jeder Mensch hat seine Vergangenheit. Wir haben das alles offen erörtert. Und das alles hat nichts mit seiner Funktion in der ihm nun vorgegebenen Position zu tun. Wir haben ihn als energiegeladenen jungen Mann mit vielen Ideen und neuen Ansätzen kennengelernt«, sagt Ortwein. Von 50 Bewerbungen spricht er. Zusammen mit GmbH- und Beiratssprecher habe man von einer Auswahl an Kandidaten einen persönlichen Eindruck gewonnen. »Ich selbst habe in elf Jahren bei den Teufeln auch viele Höhen und Tiefen erlebt. Und es gibt immer zwei Seiten einer Medaille«, sagt Ortwein.

2013 mit dem Gründerpreis ausgezeichnet

Mämpel hatte während seines Studiums mit dem Schwerpunkt »General Management« bereits in unterschiedliche Branchen (Hotel/Automobil) hineingeschnuppert, hatte sich zwischenzeitlich auch auf dem Haarpflegemarkt positioniert. Er ist Gründer der Unternehmensberatung proSalon, der Friseur-Management-Software salonpilot und der Friseursalonkette MeinSlalon, hat sich daraus aber »schrittweise verabschiedet«. 2013 wurde er mit dem Hessischen Gründerpreis ausgezeichnet, zuletzt betreute er Startup-Unternehmen. »Man muss für eine Aufgabe brennen. Meine Leidenschaft gehört dem Sport, und deshalb freue mich extrem auf die Roten Teufel. Ich sehe beim EC Bad Nauheim großes Entwicklungspotenzial auf der Basis solider Arbeit in den letzten Jahren. Hier kann man etwas bewegen. Und die Chemie stimmt«, sagt Mämpel, der mit seiner Lebensgefährtin und seiner acht Monate alten Tochter in Kronberg im Taunus zu Hause ist.

Das Colonel-Knight-Stadion und die Eigenheiten der alten Spielstätte kennt er aus der Vergangenheit, als er als Sport-Fan Spiele besuchte. »Bad Nauheim steht für Tradition, für Original Eishockey. Das gefällt mir und das lässt sich Partnern auch vermitteln«, ist er überzeugt. Dass er verkaufen kann, hatte er bereits bewiesen.

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